Intra-European Fellowships for Career Development (IEF) 

Ziel der Maßnahme

"Intra-European Fellowships for Career Development" zielen auf die Unterstützung des Erwerbs zusätzlicher Forschungskompetenzen europäischer Forscherinnen und Forscher durch individuelle Forschungsaufenthalte im europäischen Ausland ab. Diese sollen den Forschenden beim Erreichen oder Stärken einer unabhängigen Forschungsposition helfen.

Teilnehmende Forscherinnen und Forscher

Die Maßnahme steht nur so genannten "experienced researchers" offen. Die Mindestqualifikationen eines "experienced researchers" müssen zum Zeitpunkt der jeweiligen Einreichungsfrist eines Bewerbungsaufrufs vorliegen. Da die Maßnahme auf lebenslanges Lernen und Karriereentwicklung ausgerichtet ist, sind insbesondere Forscherinnen und Forscher mit weiterer Forschungserfahrung angesprochen.

Die Maßnahme unterstützt unter anderem auch Forschende, die ihre wissenschaftliche Karriere nach einer Unterbrechung wieder aufnehmen möchten. Forschende, die mindestens 12 Monate nicht in der Forschung tätig waren, können ihren Antrag in einem neu eingeführten, multidisziplinären Panel für die Wiederaufnahme der Karriere ("career restart panel") evaluieren lassen.

Teilnehmende Einrichtungen 

Unterstützt werden Forschungsaufenthalte an einer Einrichtung in einem Mitglied- oder Assoziierten Staat, die der Weiterqualifizierung der Forscherin/des Forschers, z.B. durch den Erwerb und die Erweiterung von Forschungswissen oder durch intersektorale Erfahrungen, dienen.

Mobilitätsregel

Bewerben können sich Forscherinnen und Forscher aller Nationalitäten, die derzeit in einem Mitglied- oder Assoziierten Staat ansässig oder tätig sind.

Es gilt die Mobilitätsregel der Marie Curie-Maßnahmen: Bewerbungen zusammen mit Einrichtungen in einem Land, in dem die Forscherin/der Forscher bereits mehr als zwölf Monate in den drei Jahren vor dem Ende der Bewerbungsfrist ansässig bzw. tätig war, sind nicht möglich. Für Forschende, die nach einer Karrierepause mit einem IEF wieder in die Forschung einsteigen möchten (im so genannten "career restart panel"), gilt die Mobilitätsregel in modifizierter Form: Sie dürfen in den fünf Jahren vor der Deadline nicht mehr als drei Jahre im Land der Gasteinrichtung gelebt oder gearbeitet haben.

Laufzeit der Förderung

Der Forschungsaufenthalt kann zwischen 12 und 24 Monaten (Vollzeit) dauern. 

Finanzieller Rahmen

Unterstützt wird die Forscherin/der Forscher durch ein monatliches Grundgehalt und eine Mobilitätspauschale sowie weitere Zahlungen für Forschungsmittel. Die Gasteinrichtungen erhalten einen Zuschuss für indirekte Kosten. Die genauen Beträge sind in Anhang 3 des Arbeitsprogramms Menschen aufgelistet.

Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt gemeinsam durch die Gasteinrichtung und die einzelne Forscherin/ den einzelnen Forscher.

Bewerbungsaufruf

Der Bewerbungsaufruf für die "Intra-European Fellowships for Career Development" wurde am 14. März 2013 veröffentlicht. Bewerbungsschluss war der 14. August 2013.

Erfolgsquoten früherer Bewerbungsaufrufe

Im Jahr 2013 (Budget 134 Mio. €) wurden 4.915 zulässige Anträge eingereicht, von denen 614 zur Förderung vorgesehen sind. Dies ergibt insgesamt eine Erfolgsquote von 12,5 %.

Im Jahr 2012 (Budget 120 Mio. €) wurden 3.708 zulässige Anträge eingereicht, von denen 614 zur Förderung vorgesehen waren. Dies ergibt insgesamt eine Erfolgsquote von 16,6 %.

Im Jahr 2011 (Budget 110 Mio. €) wurden 3.302 zulässige Anträge eingereicht, von denen 600 zur Förderung vorgesehen waren. Dies ergibt insgesamt eine Erfolgsquote von 18,2%.

Im Jahr 2010 (Budget 95 Mio. €) wurden 2.832 zulässige Anträge eingereicht, von denen 504 zur Förderung vorgesehen waren. Dies ergibt insgesamt eine Erfolgsquote von 17,8%.

Im Jahr 2009 (Budget 95 Mio. €) wurden 2.388 zulässige Anträge eingereicht, von denen 575 zur Förderung vorgesehen waren. Dies ergibt insgesamt eine Erfolgsquote von 24%.

Im Jahr 2008 (Budget 75 Mio. €) wurden 1.738 zulässige Anträge eingereicht, von denen 463 zur Förderung vorgesehen waren. Dies ergibt insgesamt eine Erfolgsquote von 26,6%.

Im Jahr 2007 (Budget 72 Mio. €) wurden 1.672 zulässige Anträge eingereicht, von denen 423 zur Förderung vorgesehen waren. Dies ergibt insgesamt eine Erfolgsquote von 25%.

Die Erfolgsquoten können von einem Bewerbungsaufruf zum nächsten teilweise erheblich abweichen. Daher sind die genannten Zahlen nur unter Vorbehalt zu bewerten.