Mobilitätsmaßnahmen im 7. EU-FRP: das Spezifische Programm Menschen
Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm
Das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (7. FRP) läuft von 2007 bis 2013 und besteht aus unterschiedlichen Bereichen. Übersichten über das 7. FRP sind auf dem deutschen nationalen Portal zum Forschungsrahmenprogramm sowie auf dem Cordis-Server der EU verfügbar. Für das 7. FRP ist ein Budget von insgesamt knapp 54 Mrd. Euro für die siebenjährige Laufzeit vorgesehen.
Das Spezifische Programm Menschen
Einer der Bestandteile des 7. FRP ist das Spezifische Programm Menschen (Specific Programme People), in dem - wie bereits in anderen Bereichen der vorhergehenden Forschungsrahmenprogramme - Maßnahmen enthalten sind, die insbesondere die Forschungsausbildung, Karriereentwicklung und Mobilität von Forscherinnen und Forschern unterstützen: die so genannten Marie Curie-Maßnahmen. Ausgestattet ist das Spezifische Programm Menschen mit insgesamt 4,75 Mrd. Euro über die siebenjährige Laufzeit des 7. FRP.
Marie Curie-Mobilitätsmaßnahmen
In Weiterentwicklung entsprechender Maßnahmen des Bereichs Humanressourcen und Mobilität des 6. FRP (2002-2006) zielt das Spezifische Programm Menschen darauf ab, durch eine Reihe kohärenter Maßnahmen mit strukturierender Wirkung u.a. auf Forschungsausbildung, Laufbahnentwicklung von Forscherinnen und Forschern sowie sektorübergreifenden Wissensaustausch und Mobilität einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität Europas für Forschende und damit zur quantitativen und qualitativen Steigerung des Humanpotenzials in Forschung und Technologie zu leisten.
Für die Maßnahmen im Spezifischen Programm Menschen gilt, dass Antragsteller im Wesentlichen frei sind in der Wahl der vorgeschlagenen Forschungsthemen. Es gibt keine vorgegebenen wissenschaftlichen Disziplinen oder Gebiete (so genannter "bottom-up approach").
Das Spezifische Programm Menschen besteht aus insgesamt fünf Bereichen, die mit einzelnen Maßnahmen unterschiedliche Aspekte innerhalb der Gesamtzielsetzung adressieren:
- Bereich 1: Forschererstausbildung
Unterstützung der Karriereperspektiven von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern durch strukturierte und gemeinsame Forschungsausbildung insbesondere von Doktorandinnen und Doktoranden durch Netzwerke von Einrichtungen, so genannte "Initial Training Networks (ITN)". - Bereich 2: Lebenslanges Lernen und Karriereentwicklung
Unterstützung der Karriereentwicklung individueller erfahrener in Europa tätiger Forscherinnen und Forscher durch Möglichkeiten zur Erweiterung ihrer Fähigkeiten bzw. den Erwerb neuer Forschungskompetenzen, insbesondere durch so genannte "Intra-European Fellowships for Career Development (IEF)", "Career Integration Grants (CIG)" und "Co-funding of Regional, National and International Programmes (COFUND)". - Bereich 3: Wege und Partnerschaften zwischen Industrie und Akademia
Unterstützung der sektorübergreifenden Mobilität und des Wissensaustausches durch Kooperationen zwischen Einrichtungen aus dem akademischen und aus dem industriellen Bereich mit der Maßnahme "Industry-Academia Partnership and Pathways (IAPP)". - Bereich 4: Internationale Dimension - "World Fellowships"
Unterstützung der Laufbahnentwicklung individueller erfahrener europäischer Forscherinnen und Forscher sowie europäischer Einrichtungen durch Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern von außerhalb Europas durch "International Outgoing Fellowships for Career Development (IOF)", "International Incoming Fellowships (IIF)", "International Research Staff Exchange Scheme (IRSES)". - Bereich 5: Spezielle Maßnahmen
Unterstützung der Verbesserung von Laufbahnaussichten und anderer Aspekte von Karrieren in der Forschung in Europa durch allgemeine Begleitmaßnahmen (z.B. "Researchers' Night", Studien und Analysen).


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