Newsletter 3/2009
Ein Netzwerk der Wissenschaft in Polen und Ostmitteleuropa – Der Alumniclub Societas Humboldtiana Polonorum wird 20 Jahre alt
Innerhalb Europas ist das Humboldt-Netzwerk in Polen am dichtesten geknüpft: Etwa 1.200 Wissenschaftler aus Polen wurden seit 1953 von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert, darunter 34 Forschungspreisträger. In Lublin feierten die Humboldt-Alumni ihr Jubiläum.
| Jubiläumsveranstaltung der Societas Humboldtiana Polonorum Foto: Humboldt-Stiftung |
|---|
Schon vor dem Fall des Eisernen Vorhangs gründeten vor 20 Jahren einige von ihrem Forschungsaufenthalt in Deutschland zurückgekehrte polnische Wissenschaftler die Alumnivereinigung Societas Humboldtiana Polonorum. Heute informieren in zahlreichen polnischen Universitätsstädten Vertreter der Societas Humboldtiana Polonorum Nachwuchswissenschaftler über die Programme der Humboldt-Stiftung und stellen den fakultätsübergreifenden Kontakt zwischen den Humboldtianern an ihrer Universität her. Die Alumnivereinigung lädt regelmäßig zu Kongressen, Fachveranstaltungen und den sogenannten VIP-Tagungen ein, deren Teilnehmer Akteure aus der polnischen Wissenschaft und Wissenschaftspolitik sind. Zu den beteiligten Humboldtianern gehören Dekane und Rektoren ebenso wie Staatssekretäre und Mitglieder der Akademie der Wissenschaften.
Im Mai 2009 fand in Lublin die Jubiläumsveranstaltung der Societas Humboldtiana Polonorum statt. Das Rahmenthema „Humanismus in der Wissenschaft und Kultur Europas“ sollte den Meinungsaustausch unter den Teilnehmern aus allen Disziplinen anregen und gewann angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise zusätzliche Aktualität. Erzbischof Zycinski der katholischen Kirche und Erzbischof Abel der orthodoxen Kirche führten gemeinsam mit den Wissenschaftlern eine Podiumsdiskussion über christlichen und säkularen Humanismus.
Die Societas Humboldtiana Polonorum pflegt intensiven Kontakt zu den Humboldt-Vereinigungen ihrer Nachbarländer. Regelmäßig treffen sich die Vorstände zum Gedankenaustausch über die neuesten forschungspolitischen Entwicklungen in der Region und nutzen überregionale Verbundprojekte zur grenzüberschreitenden Kooperation. Für junge Forscher finden bei Kongressen Nachwuchswissenschaftler-Sitzungen und Posterpräsentationen statt, bei denen Doktoranden mit polnischen Spitzenwissenschaftlern öffentlich diskutieren. Die besten Beiträge werden von einer wissenschaftlichen Jury prämiert.

Seitenanfang
Drucken