Georg Forster-Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler
Bewerben Sie sich, wenn Sie als überdurchschnittlich qualifizierter Wissenschaftler aus einem Entwicklungsland Ihre Promotion vor nicht mehr als zwölf Jahren abgeschlossen haben, Ihre Arbeit ein eigenständiges, wissenschaftliches Profil zeigt und Sie bereits mindestens als Assistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig sind oder eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können. Mit dem Georg Forster-Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler haben Sie die Möglichkeit, ein selbst gewähltes langfristiges Forschungsvorhaben (6−18 Monate) in Kooperation mit einem selbst gewählten wissenschaftlichen Gastgeber an einer Forschungseinrichtung in Deutschland durchzuführen. Das Stipendium kann flexibel in bis zu drei Aufenthalte innerhalb von drei Jahren aufgeteilt werden.
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aller Fachgebiete aus Entwicklungs- und Schwellenländern (außer VR China und Indien; s. ausführliche Länderliste) können sich jederzeit direkt bei der Alexander von Humboldt-Stiftung bewerben. Das geplante Forschungsvorhaben muss Fragestellungen aufgreifen, die für die weitere Entwicklung des Herkunftslandes der Bewerber von hoher Relevanz sind und in diesem Zusammenhang besonders zum Transfer von Wissen und Methoden in die Entwicklungs- und Schwellenländer geeignet erscheinen.
Die Humboldt-Stiftung vergibt jährlich bis zu 60 Georg Forster-Forschungsstipendien für Postdoktoranden und erfahrene Wissenschaftler.
Kurzfristige Studien- oder Kongressreisen sowie Ausbildungsaufenthalte werden nicht gefördert.
Weitere wichtige Hinweise
- Vollständige Bewerbungsunterlagen (DOC/PDF/RTF)
- Programminformation (PDF)
Weitere Informationen
- Promotion oder vergleichbarer akademischer Grad (Ph.D., C.Sc. oder Äquivalent), wobei der Abschluss bei Eingang der Bewerbung nicht länger als zwölf Jahre zurückliegt. Sollte eine Promotion in dem Fach oder Herkunftsland des Bewerbers nicht möglich oder unüblich sein, kann eine Bewerbung bei einer dem PhD äquivalenten und der Karrierestufe entsprechenden Publikationsleistung bis zu 16 Jahren nach Abschluss eines Master- oder Diplomstudiums erfolgen;
- Eigenständiges wissenschaftliches Profil des Bewerbers, belegt durch eine umfangreiche Liste wissenschaftlicher Veröffentlichungen in referierten Zeitschriften und Verlagen;
- Wahl eines Forschungsprojekts mit hoher Relevanz für die weitere Entwicklung des Herkunftslandes und Möglichkeiten des Wissens- und Methodentransfers; Einzelheiten des Forschungsprojekts und die zeitliche Planung müssen vor der Antragstellung mit dem vorgesehenen Gastgeber abgesprochen werden;
- Forschungsplatzzusage sowie ausführliche gutachterliche Stellungnahme eines wissenschaftlichen Gastgebers an einer Forschungseinrichtung in Deutschland;
- Referenzgutachten wichtiger Kooperationspartner bzw. Wissenschaftler am eigenen Institut und an weiteren Instituten, nach Möglichkeit auch außerhalb des Herkunftslandes;
- Sprachkenntnisse: Geistes-, Sozialwissenschaftler und Mediziner müssen über gute Deutschkenntnisse verfügen, soweit sie für die erfolgreiche Durchführung des Projekts erforderlich sind, ansonsten sind gute englische Sprachkenntnisse notwendig; Natur- und Ingenieurwissenschaftler müssen über gute deutsche oder englische Sprachkenntnisse verfügen;
- Vor der Bewerbung darf kein längerer Aufenthalt in Deutschland liegen. Bewerbungen zur Fortsetzung eines bereits begonnenen Forschungsaufenthaltes können nur in Ausnahmefällen berücksichtigt werden. Bewerber, die sich zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits seit mehr als sechs Monaten in Deutschland aufhalten, informieren sich bitte in den FAQ und setzen sich im Zweifelsfall vor Einsendung ihrer Bewerbung mit der Humboldt-Stiftung (info(at)avh.de) in Verbindung, da formale Gründe gegen eine Bewerbung sprechen könnten;
- Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in einem Entwicklungs- oder Schwellenland (außer VR China und Indien; s. ausführliche Länderliste);
- Die Humboldt-Stiftung setzt voraus, dass bei Bewerbung und Förderung die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis eingehalten werden.
Alexander von Humboldt-Stiftung, Auswahlabteilung,
Jean-Paul-Str. 12, 53173 Bonn, Deutschland
Auswahlsitzungen finden dreimal im Jahr statt, jeweils im Februar, Juni und Oktober. Die Begutachtung nimmt drei bis sechs Monate in Anspruch. Anträge sollten daher rechtzeitig vor der angestrebten Auswahlsitzung eingereicht werden.
Es ist die Aufgabe des Bewerbers, für die Vollständigkeit der Unterlagen zu sorgen. Falls Anträge nicht komplett übersandt werden, ist mit einer längeren Bearbeitungszeit zu rechnen. Die zusätzlich zu den Antragsunterlagen erforderliche vertrauliche Stellungnahme des vorgesehenen Gastgebers sowie die unterschriebene Forschungsplatzzusage können vom Gastgeber bereits parallel zum Antrag direkt bei der Alexander von Humboldt-Stiftung eingereicht werden. Anschließend beurteilen unabhängige Fachgutachter die Anträge.
Ein unabhängiger Auswahlausschuss aus Wissenschaftlern aller Fachrichtungen entscheidet dann auf der Grundlage der unabhängigen Fachgutachten abschließend über die vorliegenden Anträge. Die Benachrichtigung über die Auswahlentscheidung erfolgt unmittelbar nach der Auswahlsitzung.
- Vollständige Bewerbungsunterlagen (DOC/PDF/RTF)
Im Einzelnen
Weitere Informationen
- Mitglieder des Auswahlausschusses zur Vergabe von Georg Forster-Forschungsstipendien
- Individuelle Beratung per E-Mail: info(at)avh.de
Weitere Informationen
Einmal Humboldtianer, immer Humboldtianer: Auch nach dem Forschungsaufenthalt halten wir mit Ihnen eine enge Verbindung. Mit unseren Alumni-Fördermaßnahmen unterstützen wir flexibel die individuellen Lebenswege und Entwicklungen aller Humboldtianer und ihre Kooperationen untereinander.

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