Newsletter 1/2014

Über den eigenen Tellerrand geschaut:
Britische und deutsche Nachwuchswissenschaftler trafen sich zum interdisziplinären Austausch

Im März luden die Royal Society, die Junge Akademie und die Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam 65 britische und deutsche Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zum British-German Frontiers of Science Symposium nach Potsdam ein.

Teilnehmer des British-German Frontiers of Science Symposium, Potsdam

Teilnehmer des British-German Frontiers of
Science Symposium, Potsdam

Foto: Humboldt-Stiftung

Wie beeinflusst der Aufbau verschiedener Gehirnareale unsere Entscheidungsprozesse? Welche Strategien können entwickelt werden, um die zerstörte Artenvielfalt in den durch den Menschen genutzten Landschaften wiederherzustellen? Was können Erkenntnisse über Biomineralisation in der Natur zur Entwicklung neuer anorganischer Materialien beitragen? Welche Probleme haben Forscherinnen und Forscher verschiedener Fachbereiche im Umgang mit „Big Data"?

Diese und zahlreiche andere Fragen diskutierten 65 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Großbritannien und Deutschland beim British-German Frontiers of Science Symposium Anfang März in Potsdam. Zu der Tagung hatten die Royal Society, die Junge Akademie und die Alexander von Humboldt-Stiftung bereits zum vierten Mal Mathematiker, Physiker, Biologen, Neurowissenschaftler, Chemiker und Geowissenschaftler aus beiden Ländern eingeladen. Mit der diesjährigen Veranstaltung knüpften die Kooperationspartner an den Erfolg der britisch-deutschen Symposien aus den Jahren 2006, 2008 und 2011 an, die sich für die beteiligten Forscherinnen und Forscher stets als besonders ergiebig für neue internationale Kontakte erwiesen hatten.

Auch in diesem Jahr nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Ihre Forschungsfragen in einem multidisziplinären Kreis von jungen Wissenschaftlern zu diskutieren, methodische Ansätze aus den Perspektiven verschiedener Disziplinen kritisch zu hinterfragen, Brücken zwischen den entsprechenden Fachbereichen zu schlagen und sich über mögliche Synergieeffekte auszutauschen. Während der Konferenz hatten die Nachwuchswissenschaftler außerdem die Möglichkeit, potenzielle Kooperationspartner des jeweiligen Partnerlandes zu finden. Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt die weitere Zusammenarbeit der britischen und deutschen Frontiers-Alumni dieses Symposiums mit Aufenthaltsbeihilfen für gegenseitige Arbeitsbesuche.

Das British-German Frontiers of Science Symposium ist Teil des Frontiers of Research-Programms der Humboldt-Stiftung, das Symposien in den Bereichen der Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften jeweils in bilateraler Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus den USA, Großbritannien, Japan, China, Indien, Israel, Brasilien und der Türkei ausrichtet.

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