Nachrichten aus der Stiftung

Forschungspolitische Thesen für eine nachhaltige Entwicklung

Am 9. Juni 2006 trafen sich rund 30 afrikanische und deutsche Wissenschaftler sowie Experten aus Forschungsorganisationen und Politik in der Humboldt- Stiftung, um zu diskutieren, wie eine intensivere Forschungszusammenarbeit Impulse für eine nachhaltige Entwicklung geben kann. Das Ergebnis des Treffens, das mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wurde, sind elf Vorschläge unter dem Titel "Wissen schafft Entwicklung", die sich sowohl an deutsche als auch an afrikanische Akteure richten.

Funktionierende Bildungs- und Wissenschaftssysteme seien ein Schlüssel, um den Teufelskreis von Armut, Hunger, Krankheit und Missmanagement in Afrika zu durchbrechen, waren sich die Teilnehmer einig. An afrikanischen Hochschulen werde eine wesentliche Grundlage für die Erneuerung des Kontinents und für eigenständige Innovationsstrukturen gelegt. Notwendig seien der Aufbau professioneller wissenschaftlicher Selbstverwaltung sowie die Überwindung struktureller Probleme wie Unterfinanzierung und Ineffizienz. Nur so könne die Abwanderung wissenschaftlicher Eliten verhindert werden. Neben der angewandten Forschung müssten auch die Grundlagenwissenschaft sowie ein breites Spektrum akademischer Disziplinen gefördert werden. Für deutsche Universitäten müssten Anreize geschaffen werden, um in Zeiten stärkerer Profilbildung und Kosteneffizienz die Zusammenarbeit mit Universitäten in Entwicklungsländern aufrechtzuerhalten.


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