6. Dezember 2018

Humboldtianer erhalten Leibniz-Preise

Drei Humboldtianer erhalten die mit je 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise 2019

Die Alexander von Humboldt-Stiftung gratuliert den neu ausgewählten Trägerinnen und Trägern des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises! Zu den insgesamt zehn Wissenschaftlern, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit ihren Leibniz-Preisen 2019 auszeichnet, zählen auch drei Geförderte der Humboldt-Stiftung: Die Humboldt-Professoren Wolfgang Wernsdorfer und Matthias Wessling sowie der Feodor Lynen-Forschungsstipendiat Rupert Huber.

Der Physiker Wolfgang Wernsdorfer (52) erhält den Leibniz-Preis für seine Pionierarbeiten zu Nanomagnetismus und Einzelmolekülmagneten. Er stehe in besonderer Weise für die enormen Fortschritte auf diesem Forschungsfeld, das von Grundlagenuntersuchungen an Einzelmolekülmagneten bis zu molekularer Quantenspintronik reiche, so die DFG. Wolfgang Wernsdorfer forscht seit 2016 mit einer Alexander von Humboldt-Professur am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Vorher war er Directeur de recherche première classe am Institut NÉEL im französischen Grenoble.

Matthias Wessling (55), der in der chemischen Verfahrenstechnik forscht, gilt als weltweit führend auf dem Gebiet der Membrantechnologie und der Polymerforschung. Er wird mit dem Leibniz-Preis für seine richtungsweisenden Arbeiten zur Synthese, Beschreibung und zum Verständnis semipermeabler, also teilweise durchlässiger synthetischer Membranen geehrt. Matthias Wessling, der in Aachen an der Rheinisch-Westfälischen Technische Hochschule und dem Leibniz-Institut für Interaktive Materialien (DWI) forscht, kehrte 2010 mit einer Humboldt-Professur nach Deutschland zurück. Zuvor war er Professor für Membrantechnologie an der Universität Twente in den Niederlanden.

Der Physiker Rupert Huber (45) wird von der DFG für seine herausragenden experimentellen Arbeiten in der Terahertz- und Festkörperphysik im Grenzbereich zwischen Optik und Elektronik ausgezeichnet. Huber erlangte mit seinen Forschungen zur Lichtwellenelektronik Renommee. Die innovative Kernidee dabei ist es, atomar starke Lichtfelder als Wechselspannung in Festkörpern zu verwenden, um so vollkommen neuartige Quantenphänomene auf kürzesten Zeitskalen zu betrachten. Er forschte 2004 bis 2006 als Feodor Lynen-Stipendiat der Humboldt-Stiftung in Berkeley, USA. Heute ist Rupert Huber Professor am Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Regensburg. Außerdem ist er aktiv im Humboldt-Netzwerk als Fachgutachter und mehrfacher Gastgeber für Humboldt-Forschungsstipendiaten aus dem Ausland.

Die mit je 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preise 2019 werden den insgesamt zehn Preisträgerinnen und Preisträgern im kommenden März in Berlin übergeben.

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