02. Mai 2007, Nr. 12/2007

Neuer Preis für Geisteswissenschaftler, die internationale Beziehungen stärken

Reimar Lüst-Preis für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung erstmals vergeben

Im Jahr der Geisteswissenschaften wird erstmals der Reimar Lüst-Preis als Auszeichnung für herausragende ausländische Geistes- und Sozialwissenschaftler verliehen. Ausgezeichnet werden der amerikanische Jurist Prof. Dr. Kenneth W. Dam und sein japanischer Kollege Prof. Dr. Koresuke Yamauchi.

Der mit je 50.000 Euro dotierte gemeinsame Preis der Fritz Thyssen Stiftung und der Alexander von Humboldt-Stiftung würdigt herausragende Wissenschaftler aus dem Ausland für ihre Verdienste um die kulturellen und akademischen Beziehungen zwischen ihrem Herkunftsland und Deutschland. Die Preisträger werden zu einem fachlichen Austausch mit Kollegen nach Deutschland eingeladen. Bis 2009 sollen jedes Jahr zwei Preise vergeben werden. Benannt ist der Preis nach dem früheren Präsidenten der Humboldt-Stiftung.

Kenneth Dam hat mit "The GATT: Law and International Economic Organization" ein Standardwerk im Wirtschaftsrecht geschrieben. In führenden Positionen in Politik und Wissenschaft wurde er zu einem einflussreichen Multiplikator in den deutsch-amerikanischen Wissenschaftsbeziehungen. Dam wird während seines Aufenthalts in Deutschland unterschiedliche rechtliche und institutionelle Bedingungen für Wirtschaftsreformen in den Vereinigten Staaten und Deutschland untersuchen und vergleichen.

Koresuke Yamauchi leitet das Japanische Institut für Rechtsvergleichung an der Chuo Universität in Tokio und ist Mitglied des Japan Council of Science. Er gilt als einer der wesentlichen Vermittler zwischen den Rechtskulturen in Deutschland und Japan und fördert das Interesse am deutschen Recht insbesondere in der jungen Generation japanischer Juristen. Yamauchi wird bei seinem Projekt in Deutschland den deutschen und europäischen Einfluss auf das internationale Unternehmensrecht und die Konkurrenz mit amerikanischen Rechtsansätzen untersuchen.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.800 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit rund 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern - unter ihnen 40 Nobelpreisträger.

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