14. Oktober 2019

InSPIREurope: Europäisches Netzwerk zum Schutz verfolgter Forschender nimmt Arbeit auf

Die Alexander von Humboldt-Stiftung setzt sich künftig gemeinsam mit neun europäischen Partnern für die koordinierte Unterstützung, Förderung und Integration zum Schutz gefährdeter Wissenschaftler in Europa ein.

In der von der EU geförderten Initiative InSPIREurope (Initiative to Support, Promote and Integrate Researchers at Risk in Europe) werden künftig neun europäische Institutionen zusammenarbeiten, um ihren Einsatz zum Schutz und zur Unterstützung gefährdeter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Europa abzustimmen und auszubauen.

Neben Einrichtungen wie der Alexander von Humboldt-Stiftung, die sich seit 2015 mit der Philipp Schwartz-Initiative für den Schutz und die Integration gefährdeter Forschender in Deutschland einsetzt, und dem vergleichbaren PAUSE-Programm (Programme national d’aide à l’Accueil en Urgence des Scientifiques en Exil) am Collège de France in Frankreich, der Europa Sektion von Scholars at Risk, der Europäischen Universitätsvereinigung und der niederländischen Nichtregierungsorganisation Stichting voor Vluchteling-Studenten, sind unter anderem auch die Universität Oslo und die Universität Göteborg am Projekt beteiligt. Aus Polen und Griechenland bringen sich die Jagiellonen-Universität in Krakau und die Aristoteles-Universität in Thessaloniki in die gemeinsame Arbeit zugunsten verfolgter Forschender in Europa ein.
Die Allianz InSPIREurope hat ihren Sitz an der Maynooth University in Irland; von dort aus wird sie von der europäischen Sektion der Organisation Scholars at Risk koordiniert.

Mit der Einbettung in die Allianz InSPIREurope erweitert die Humboldt-Stiftung ihr Engagement für gefährdete und verfolgte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, das im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative in Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland seit 2015 geleistet wird, um die europäische Perspektive. „Wir wollen unsere internationalen Kooperationen zum Schutz gefährdeter Forschender gerade auf der europäischen Ebene weiter verstärken, damit den Forschenden hier Unterstützung und Schutz geboten werden kann. Ziel dieser Allianz ist es, sich gemeinsam für ein Europa der Wissenschaftsfreiheit einzusetzen und damit ein Zeichen zu setzen – in Europa und weltweit“, sagte Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung.
Neben der Kooperation mit den europäischen Partnern wird die Humboldt-Stiftung die Philipp Schwartz-Initiative fortführen wie bisher. Seit 2016 konnten mittlerweile in fünf Auswahlrunden 198 gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 16 Ländern für Forschungsaufenthalte an deutschen Gastgeberinstitutionen ausgewählt werden.

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