Neue Alexander von Humboldt-Professuren für Künstliche Intelligenz

Bis zu 30 Professuren sollen als Beitrag zur KI-Strategie der Bundesregierung vergeben werden und die bisherigen Humboldt-Professuren ergänzen. Die ersten beiden KI-Professoren wurden bereits ausgewählt.

Sofja Kovalevskaja-Preisverleihung 2019

Bis zu 30 zusätzliche Alexander von Humboldt-Professuren sollen bis zum Jahr 2024 auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz besetzt werden. Hiermit will die Humboldt-Stiftung zur nationalen KI-Strategie der Bundesregierung beitragen. Mit der Alexander von Humboldt-Professur werden weltweit führende und bislang im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen sollen.

Als erste Humboldt-Professoren für Künstliche Intelligenz wurden der Neurowissenschaftler Peter Dayan und der Informatiker Daniel Rückert ausgewählt. Peter Dayan, einer der international führenden theoretischen Neurowissenschaftler, forscht an der Schnittstelle der Intelligenz von Lebewesen und Maschinen und kommt an die Universität Tübingen. Daniel Rückert untersucht, wie Künstliche Intelligenz Bildgebungsverfahren in der Medizin verbessern kann und soll an die Technische Universität München wechseln. Gemeinsam mit den ausgewählten Preisträgern anderer Forschungsfelder sollen beide die Humboldt-Professur im Mai 2020 verliehen bekommen. Informationen zu allen Ausgezeichneten und ihrer Forschung finden Sie unter www.humboldt-professur.de.

Höchstdotierter Forschungspreis Deutschlands

Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit 5 Millionen Euro für experimentell und 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Der Preis eröffnet deutschen Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Jedes Jahr konnten bislang bis zu zehn Humboldt-Professuren verliehen werden. Nun können zusätzlich jährlich sechs weitere Professorinnen und Professoren speziell für das Gebiet der Künstlichen Intelligenz gewonnen werden. Nominierungsberechtigt sind deutsche Hochschulen, sie können sich mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen für eine gemeinsame Nominierung zusammentun.

Gesellschaftliche, rechtliche und ethische Dimension der KI einbeziehen

„Die Alexander von Humboldt-Professur wird dabei helfen, die Chancen der KI für unsere Zukunft umfassend zu erforschen und nutzbar zu machen“, sagt Hans-Christian Pape, der Präsident der Humboldt-Stiftung. „Und sie trägt dazu bei, Deutschland als international attraktiven und einflussreichen Standort auf diesem wichtigen Gebiet zu stärken.“
Für die Alexander von Humboldt-Professuren für Künstliche Intelligenz können nicht nur Forschende aus technischen Fachgebieten nominiert werden, sondern auch solche, die sich mit den sozio-ökonomischen, ethischen oder rechtlichen Aspekten der Künstlichen Intelligenz befassen.

Wir begrüßen Synergien der Alexander von Humboldt-Professuren für Künstliche Intelligenz mit im Rahmen der nationalen KI-Strategie der Bundesregierung geförderten DFG-Projekten.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscherinnen und Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 29.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

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