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Programm für gefährdete Wissenschaftler verstetigt

Mit der Philipp Schwartz-Initiative unterstützt die Humboldt-Stiftung deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die gefährdete ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Stipendiaten bei sich aufnehmen möchten. Nachdem das Programm bislang von Runde zu Runde verlängert wurde, wird es nun dauerhaft vom Auswärtigen Amt finanziert. Künftig sollen im Rahmen der Initiative jährlich bis zu 50 Philipp Schwartz-Stipendien gefördert werden.

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Bundesaußenminister Heiko Maas erklärte zur Verstetigung des Programms: „Wenn weltweit die Wissenschaftsfreiheit zunehmend bedroht und wissenschaftliche Arbeit politisiert wird, kann uns das nicht gleichgültig sein. Gerade wir Deutsche wissen aus unserer eigenen schmerzhaften Geschichte, wohin dies führen kann.“ Der Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung Enno Aufderheide sagte: „Wir sind dem Auswärtigen Amt dankbar für die dauerhafte Finanzierung der Initiative. Sie gibt das verlässliche Signal: Wer als Forscher in seinem Heimatland verfolgt wird oder bedroht ist, kann als Philipp Schwartz-Stipendiat Schutz und Solidarität in der deutschen Wissenschaft finden.“

Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt hatte die Humboldt-Stiftung die Initiative 2015 ins Leben gerufen. Sie wurde zudem von verschiedenen Stiftungen aus dem In- und Ausland finanziell unterstützt. In bislang vier Auswahlrunden wurden im Zuge des Programms insgesamt 159 gefährdeten Forscherinnen und Forschern Philipp Schwartz-Stipendien zugesprochen. Zuletzt waren im Sommer 2018 in der vierten Runde 31 Einrichtungen ausgewählt worden. Sie erhalten Fördermittel, um 35 Forscher mit Philipp Schwartz-Stipendien zu unterstützen.

aus Humboldt Kosmos 109/2018