Alexander von Humboldt-Professur – Die Preisträger 2012

Rolf Harald Baayen

Linguistik

Rolf Harald Baayen gilt als einer der international besten und innovativsten Forscher auf dem Gebiet der Wortschatzforschung und der quantitativen Linguistik. Er ist einer der Pioniere der computergestützten und empirischen Sprachforschung und Psycholinguistik und hat grundlegende Beiträge etwa zum Verständnis der menschlichen Sprachfähigkeit und zur Rolle des Gedächtnisses bei der Sprachverarbeitung geleistet. An der Universität Tübingen soll Baayen den Lehrstuhl für Quantitative Linguistik übernehmen und helfen, die Sprachforschung als einen Schlüsselbereich in der Strategie der Universität voranzubringen.

Nominierende Universität: Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Rolf Harald Baayen

    Prof. Dr. Rolf Harald Baayen,
    geb. 1958 in den USA, zuletzt Department of Linguistics, University of Alberta, Edmonton, Kanada.
    Promotion 1989 und Post-doc an der Vrije Universiteit Amsterdam, Niederlande, ab 1990 am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik, Nijmegen, Niederlande. Ab 1998 an der Radboud Universiteit Nijmegen zunächst als Associate, dann als Full Professor of Quantitative Linguistics (2006), seit 2007 schließlich Professor in Edmonton. Auszeichnung unter anderem mit dem PIONIER Award der Netherlands Organization for Scientific Research 1998, Mitglied der Linguistic Society of America.

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Friedrich Eisenbrand

Mathematik

Friedrich Eisenbrand zählt zur weltweiten Spitzengruppe im Bereich der Algorithmik und diskreten Mathematik und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Anwendungen, etwa der ganzzahligen Optimierung, die beispielsweise bei Kapazitätsplanungen in der Industrie oder der Telekommunikation von Nutzen ist. An der TU Berlin, am mitnominierenden Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik und im Forschungszentrum MATHEON soll Eisenbrand helfen, die Stellung Berlins als führendem Mathematikstandort zu stärken.

nicht mehr in Förderung

Nominierende Universität: Technische Universität Berlin zusammen mit dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB)
  • Friedrich Eisenbrand
    Foto: Andreas Schwarze

    Prof. Dr. Friedrich Eisenbrand,
    geb. 1971 in Deutschland, derzeit Faculté des Sciences de Base, École Polytechnique Fédérale de Lausanne, Lausanne, Schweiz.
    Promotion 2000 an der Universität des Saarlandes und am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken, danach dort Nachwuchsgruppenleiter und 2004 Gastprofessor am Indian Institute of Technology Delhi, 2005 Ruf an die Technische Universität Dortmund, von 2006 bis 2008 Professor an der Universität Paderborn, seitdem in Lausanne als Professor für Mathematik und Computer Science. Er wurde ausgezeichnet mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft (2001) sowie dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2004). Mitgliedschaft in verschiedenen internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen.

Jochen Guck

Biophysik

Jochen Guck genießt den Ruf eines der international besten und innovativsten Forscher auf dem Gebiet der Biophysik. Von Hause aus Physiker, forscht er an der Schnittstelle zur Biologie und Biomedizin. Sein derzeitiger Schwerpunkt ist die Erforschung der mechanischen Eigenschaften von Zellen und Geweben. Guck soll am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) den Lehrstuhl „Zelluläre Maschinen“ übernehmen und fachlich in das Exzellenzcluster sowie DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) und den Sonderforschungsbereich für Stammzellforschung eingebunden werden. So soll er helfen, die internationale Spitzenstellung Dresdens im Bereich Bioengineering auszubauen.

Nominierende Universität: Technische Universität Dresden
  • Jochen Guck

    Prof. Dr. Jochen Guck,
    geb. 1973 in Deutschland, zuletzt Cavendish Laboratory, Department of Physics, University of Cambridge, Großbritannien. Studium der Physik in Würzburg, Master (1997) und Promotion (2001) an der University of Texas at Austin, USA, dort als Graduate Research Assistant, bevor er als Wissenschaftlicher Assistent ans Institut für Physik der weichen Materie der Universität Leipzig wechselte. Seit 2007 Lecturer am Cambridge Physics Department. Tätigkeiten als wissenschaftlicher Berater für Unternehmen, ausgezeichnet unter anderem mit dem Young Scientist Award in Biomedical Photonics des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg, Mitgliedschaft in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien.

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Hans-Arno Jacobsen

Informatik

Hans-Arno Jacobsen genießt den Ruf eines der international führenden, technisch versiertesten Forscher im Grenzbereich zwischen Informatik, Informationstechnik und Wirtschaftsinformatik. Er ist Inhaber zahlreicher Patente unter anderem für verschiedene Softwaretechniken und ist beteiligt an wichtigen industriellen Entwicklungen mit Partnern wie IBM oder Bell. An der TU München soll er einen Lehrstuhl für „Information Systems“ bekleiden und den bereits in der Exzellenzinitiative erfolgreichen Fachbereich Informatik verstärken sowie ein Kompetenzzentrum aufbauen helfen.

Nominierende Universität: Technische Universität München
  • Hans-Arno Jacobsen

    Prof. Dr. Hans-Arno Jacobsen,
    geb. 1969 in Deutschland, zuletzt Department of Electrical and Computer Engineering, University of Toronto, Toronto, Kanada.
    Promotion 1999 an der Humboldt-Universität zu Berlin, zuvor längere wissenschaftliche Auslandstätigkeiten in Grenoble, Straßburg und Berkeley. Als Post-doc ein Jahr am Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique (INRIA) bei Paris, dann ab 2001 in Toronto, seit 2009 als Full Professor für Computer Engineering and Computer Science. Gleichzeitig als visiting scientist bei IBM, Kanada. Etliche Auszeichnungen, auch der Industrie, und Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Gremien.

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Robert Schober

Nachrichtentechnik

Robert Schober ist einer der international führenden Forscher in der Nachrichtentechnik und der drahtlosen Kommunikation. Er verbindet in für die Ingenieurwissenschaften idealer Weise akademische Exzellenz mit industrieller Anwendung. So findet sich ein von ihm entwickelter Algorithmus in vielen modernen Handys. An der Universität Erlangen-Nürnberg soll Schober eine führende Rolle im interdisziplinären Forschungsgebiet der Kommunikationstechnologie spielen und damit das internationale Profil der Universität als Technologiezentrum stärken.

Nominierende Universität: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Robert Schober

    Prof. Dr. Robert Schober,
    geb. 1971 in Deutschland, zuletzt University of British Columbia, Department of Electrical and Computer Engineering, Vancouver, Kanada. Studium der Elektrotechnik und Promotion (2000) an der Universität Erlangen-Nürnberg, anschließend als Postdoc an der University of Toronto, Kanada. Seit 2002 zunächst als Assistant Professor an der University of British Columbia in Vancouver, seit 2008 dort als Full Professor. Er ist unter anderem Heinz Maier-Leibnitz-Preisträger der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2002, erhielt 2004 den Vodafone Innovationspreis, 2007 den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Humboldt-Stiftung.

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Matthias Tschöp

Medizin

Matthias Tschöp gilt als einer der weltweit führenden Wissenschaftler im Bereich der Stoffwechselkrankheiten Diabetes und Adipositas. Seine Schwerpunkte liegen dabei sowohl auf der Erforschung der molekularen Übertragungswege, die bei Diabetes und Insulinresistenz eine Rolle spielen, als auch auf neuen präventiven und therapeutischen Ansätzen. An der Technischen Universität München soll Tschöp den neuen Lehrstuhl für Insulinresistenz bekleiden und Direktor des ebenfalls neuen Instituts für Insulinresistenz am Helmholtz Zentrum München werden und damit die Diabetesforschung als Schwerpunkt stärken.

Nominierende Universität: Technische Universität München gemeinsam mit dem Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
  • Matthias Tschöp
     

    Prof. Dr. Matthias Tschöp,
    geb. 1967 in Deutschland, zuletzt Metabolic Disease Institute am College of Medicine, University of Cincinnati, Cincinnati, USA. Studium und Promotion (1993) an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Facharzt am Klinikum der Universität München, anschließend ab 1999 als Post-Doc in einer pharmazeutischen Firma in Indianapolis, USA, tätig. Nach einem Aufenthalt als Wissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam 2003 Rückkehr in die USA, dort seitdem Professor am Institut für Stoffwechselerkrankungen der University of Cincinnati, seit 2010 Lehrstuhlinhaber. Zahlreiche Auszeichnungen und Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Gremien.

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Michael Weiss

Mathematik

Michael Weiss ist als einer der führenden Experten in algebraischer und differentieller Topologie international hoch angesehen. Als eine seiner größten Leistungen gilt der Beweis der sogenannten Mumford-Vermutung, eines mathematischen Problems, das in viele Bereiche der Disziplin hineinreicht. An der Universität Münster soll Weiss eine neue Professur für Mathematik antreten und die geometrische Forschung in Münster verstärken sowie der Universität helfen, auf dem Gebiet der Topologie zur weltweiten Spitze aufzuschließen.

Nominierende Universität: Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Michael Weiss

    Prof. Dr. Michael Weiss,
    geb. 1955 in Deutschland, zuletzt Department of Mathematical Sciences, University of Aberdeen, Aberdeen, Großbritannien. Promotion (1982) an der University of Warwick, Großbritannien, anschließend als Postdoc und Wissenschaftlicher Assistent am IHÉS bei Paris, an den Universitäten Bielefeld, Edinburgh und Göttingen. Dann verschiedene Stationen als Associate oder Visiting Professor, seit 1999 an der University of Aberdeen, seit 2003 als Professor. Mitgliedschaft in etlichen wissenschaftlichen Gremien und Auszeichnung beispielsweise 2006 mit dem Fröhlich Prize der London Mathematical Society.

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