Humboldt-Professur

Alexander von Humboldt-Professur

Internationaler Preis für Forschung in Deutschland

Weltweit führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachgebiete aus dem Ausland, von denen erwartet wird, dass ihre mithilfe des Preises ermöglichten wissenschaftlichen Leistungen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandortes Deutschland nachhaltig beitragen, können für eine Alexander von Humboldt-Professur nominiert werden.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Internationalen Forschungsfonds für Deutschland und der Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung finanzierte Alexander von Humboldt-Professur ermöglicht die Durchführung langfristiger zukunftsweisender Forschungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland. Das Preisgeld in Höhe von in der Regel 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende bzw. 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wird über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung gestellt.

Bis zu 30 zusätzliche Alexander von Humboldt-Professuren sollen bis zum Jahr 2024 auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz besetzt werden. Hiermit will die Alexander von Humboldt-Stiftung zur nationalen KI-Strategie der Bundesregierung beitragen, die die Schaffung neuer KI-Lehrstühle in Deutschland zum Ziel hat.

Für die neuen Alexander von Humboldt-Professuren für Künstliche Intelligenz können nicht nur Forscher und Forscherinnen aus technischen Fachgebieten nominiert werden, sondern auch solche, die sich mit den sozio-ökonomischen, ethischen oder rechtlichen Aspekten der Künstlichen Intelligenz befassen.

Die Nominierung erfolgt online durch deutsche Hochschulen; außeruniversitäre Forschungseinrichtungen können Nominierungen gemeinsam mit deutschen Hochschulen einreichen.

Voraussetzungen für eine Nominierung

  • Weltweit führende Position des Kandidaten bzw. der Kandidatin in seinem bzw. ihrem Fachgebiet;
  • Wissenschaftliche Etablierung im Ausland;
  • Nominierung durch eine nominierungsberechtigte Forschungseinrichtung;
  • Ausführliche Stellungnahme der nominierenden Forschungseinrichtung in Deutschland zur wissenschaftlichen Qualifikation und zur Passfähigkeit der Nominierten in die Entwicklungsplanung der Einrichtung; bei Anträgen „Künstliche Intelligenz“ zusätzlich: Beitrag der Hochschule zur Realisierung der Strategie der Bundesregierung
  • Strategische Entwicklungsplanung der nominierenden Forschungseinrichtung, z. B. hinsichtlich einer Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Institution im Fachgebiet des bzw. der Nominierten sowie hinsichtlich deren Katalysatorfunktion bei den geplanten strukturbildenden Veränderungen;
  • Sicherstellung der dauerhaften Einbindung der Nominierten in die Strukturen der Forschungseinrichtung auch über die Dauer der Förderung durch die Alexander von Humboldt-Stiftung hinaus;
  • Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis.

Auswahlverfahren

Nominierungen können jederzeit online an die Humboldt-Stiftung gesendet werden. Der Eingang der Online-Nominierung wird von der Humboldt-Stiftung per E-Mail bestätigt. Für die Vollständigkeit der Unterlagen ist der/die Nominierende verantwortlich.

Anschließend werden die Nominierungsunterlagen an unabhängige Fachgutachter/innen in Deutschland und im Ausland weitergeleitet, die schriftliche Gutachten erstellen. Die Begutachtung nimmt fünf bis sechs Monate in Anspruch. Nominierungen sollten daher rechtzeitig vor der angestrebten Auswahlsitzung eingereicht werden. Die Fristen zur Einreichung von Anträgen enden jeweils am 15. April und am 15. September.

Ein unabhängiger Auswahlausschuss, der aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachrichtungen zusammengesetzt ist, entscheidet über die vorliegenden Anträge. Hierbei stehen die Nominierungen in einem internationalen Wettbewerb, bei dem es keine Quoten für Länder oder Fachgebiete gibt. Der Ausschuss trifft seine Entscheidung auf Basis der wissenschaftlichen Exzellenz der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und der Überzeugungskraft des Konzepts der nominierenden Einrichtung zu deren Einbindung und deren Bedeutung für die Erreichung ihrer strategischen Ziele. Es finden zwei Auswahlsitzungen pro Jahr statt.

Die Nominierenden werden unmittelbar nach der Sitzung über die Auswahlentscheidung informiert.

Förderung während des Forschungsaufenthalts

Eines unserer Markenzeichen ist die möglichst individuelle Betreuung der Gastwissenschaftler. Daher bieten wir Ihnen neben dem Preisgeld zusätzliche Leistungen an, von der Einladung zu Veranstaltungen bis hin zur Teilnahme an Sprachkursen.

Die "Verwendungsbestimmungen" wurden kürzlich geändert: Ein Einsatz der Verwaltungspauschale als Rücklage für Gehaltszulage nach Beendigung des Förderzeitraumes ist nun leider nicht mehr möglich.

Alumniprogramme

Einmal Humboldtianer, immer Humboldtianer: Auch nach dem ersten Forschungsaufenthalt halten wir mit Ihnen eine enge Verbindung. Mit unseren Alumni-Fördermaßnahmen unterstützen wir flexibel die individuellen Lebenswege und Entwicklungen aller Humboldtianer und ihre Kooperationen untereinander.

Weiterführende Informationen

Dieses Programm wird finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.