Corona-Pandemie

Die Humboldt-Stiftung will dazu beitragen, den Anstieg der Zahl von Corona-Erkrankungen zu verlangsamen, und dem Netzwerk bei Fragen zur Seite stehen. Anstehende Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben. Das Fördergeschäft soll weitergehen. Auf dieser Seite bündeln wir für Sie Informationen zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus.

Corona-Virus
 

Liebe Humboldtianerinnen und Humboldtianer, liebe Freunde der Alexander von Humboldt-Stiftung,

die Corona-Pandemie stellt unser Leben auf den Kopf. Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen schließen, das öffentliche Leben in Deutschland kommt zum Erliegen und auch weltweit gibt es eine wachsende große Betroffenheit.

Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei allen Humboldtianerinnen und Humboldtianern, die zu Gast in Deutschland sind und diese Ausnahmesituation mit uns gemeinsam erleben.

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Wichtige Informationen zu Ihrer Förderung und Aufenthaltsplanung
 

Veranstaltungen

Zu den abgesagten Veranstaltungen gehören das für den 19. März 2020 geplante Kolloquium in Kamerun, das Preisträger-Symposium in Bamberg sowie die Netzwerktagung in Köln im April und die Verleihung der Alexander von Humboldt-Professuren in Berlin im Mai.
 

Fördergeschäft geht weiter

Währenddessen wird das Fördergeschäft mit kleinen Einschränkungen weitergehen. Die Bearbeitung und Begutachtung von Förderanträgen soll unverändert fortgeführt werden. Für Präsenzsitzungen werden alternative Wege umgesetzt.  Auswahlprozesse, die eine Anreise von potenziellen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus anderen Ländern erfordern, werden, wenn möglich, durch dezentrale Veranstaltungen ersetzt, etwa bei der Auswahl der Bundeskanzler-Stipendiatinnen und -Stipendiaten. Internationale Gäste, die zurzeit keine Reise in Kauf nehmen wollten, konnten jüngst durch eine Video-Übertragung am Philipp Schwartz Forum in Berlin teilnehmen.
 

„Ich freue mich sehr auf die Zeit, wenn wir die ‚Humboldt-Familie‘ wieder in persönlicher Begegnung erleben können.“
Enno Aufderheide, Generalsekretär der Stiftung

Leider kann die Humboldt-Stiftung für einige Alumni-Fördermaßnahmen bis auf Weiteres keine neuen Anträge annehmen. Es ist nicht absehbar, wann die bestehenden Reisebeschränkungen und vielfältigen Beeinträchtigungen an den Universitäten und Forschungseinrichtungen wie auch im öffentlichen Leben gelockert oder aufgehoben werden können. 

Wir gehen zurzeit davon aus, dass im Jahr 2020 die folgenden Fördermaßnahmen nicht mehr realisierbar sein werden:

  • Europa-Forschungsaufenthalte,
  • erneute Forschungsaufenthalte,
  • Besuche von Fachkongressen,
  • Kurzaufenthalte an anderen Forschungsinstituten und
  • Humboldt-Kollegs.

Für diese vorübergehende Einschränkung bitten wir um Ihr Verständnis. Sie dient vor allem Ihrer Sicherheit.
 

Humboldt-Stiftung wird flexibel auf Situation reagieren

Die Alexander von Humboldt-Stiftung wird flexibel auf die Situation reagieren und den Vorgaben der entsprechenden Behörden folgen.

Geförderte in Deutschland und zukünftige Stipendiatinnen und Stipendiaten wenden sich bei Fragen bitte an ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den gastgebenden Institutionen beziehungsweise in der Stiftung. 
 

In der Krise liegt eine Chance umzudenken

Der Präsident der Stiftung, Neurophysiologe Hans-Christian Pape sieht in der aktuellen Situation bei allen Schwierigkeiten auch eine Chance für die Wissenschaft und ihr Verhältnis zu Gesellschaft und Politik.

„Beim globalen Klimawandel hat es lange gedauert, bis Warnungen aus der Wissenschaft ernst genommen wurden. Und bis heute wurde zu wenig getan, um die Erderwärmung wirksam hinreichend zu bremsen – auch aus nationalen Interessen heraus. In der aktuellen Corona-Pandemie macht der rasend schnelle und drastische Verlauf unmittelbar klar, dass ein anderes und entschlosseneres Handeln nötig ist“, sagte Pape. „Die Coronakrise ist ein Weckruf: Nicht nationaler Egoismus, sondern internationale Zusammenarbeit bringt Lösungen – in der Wissenschaft wie in der Politik“, betonte Pape.

„Die Coronakrise ist ein Weckruf: Nicht nationaler Egoismus, sondern internationale Zusammenarbeit bringt Lösungen – in der Wissenschaft wie in der Politik.“
Hans-Christian Pape, Präsident der Stiftung

In der Krise liege damit auch eine Chance, umzudenken, so Pape. „Die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu verändern und sich solidarisch zu verhalten wächst. Politik und Wissenschaft beraten sich intensiv und die Bevölkerung informiert sich darüber, was Virenforscher und Ärzte raten. Überlegungen wie zur exklusiven nationalen Nutzung von Impfstoffen werden zumindest hierzulande klare Absagen erteilt. Die Lerneffekte müssen genutzt werden für den künftigen Umgang mit Krisen“, unterstrich Pape.

Das internationale und interdisziplinäre Forschungsnetzwerk der Humboldt-Stiftung wolle dazu beitragen, die medizinischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Coronakrise zu meistern, sagte Pape. Die Humboldt-Stiftung werde alles tun, um ihr Netzwerk hierbei zu unterstützen.
 

Reduzierung von Begegnungen dient Wohl aller

„Im Humboldt-Netzwerk geht es um gegenseitige Unterstützung und das Wohl aller. Diesem Wohl dienen wir mit einer Reduzierung von Reisen und Begegnungen jetzt am besten. Ich freue mich aber sehr auf die Zeit, wenn wir die ‚Humboldt-Familie‘ wieder in persönlicher Begegnung erleben können“, sagte Enno Aufderheide, Generalsekretär der Stiftung.
 

Informationen zu aktuellen Entwicklungen

Die Geförderten können sich auf folgenden Plattformen über die neuesten Entwicklungen hinsichtlich der Corona-Infektionen in Deutschland und in Europa informieren: