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Feodor Lynen-Forschungsstipendium für Postdoktoranden

Diagramm Auswahlverfahren
Darstellung des Auswahl-
verfahrens im Diagramm

Bewerben Sie sich, wenn Sie als überdurchschnittlich qualifizierter Wissenschaftler aus Deutschland am Anfang Ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen und Ihre Promotion vor nicht mehr als vier Jahren abgeschlossen haben. Mit dem Feodor Lynen-Forschungsstipendium für Postdoktoranden haben Sie die Möglichkeit, ein selbst gewähltes, langfristiges Forschungsvorhaben (6 bis 24 Monate) in Kooperation mit einem selbst gewählten wissenschaftlichen Gastgeber an einer Forschungseinrichtung im Ausland durchzuführen. Der Gastgeber muss ein von der Humboldt-Stiftung bereits geförderter Wissenschaftler im Ausland sein. Bei der Finanzierung des Forschungsstipendiums strebt die Humboldt-Stiftung eine Beteiligung des Gastgebers an (s. Programminformationen).

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aller Fachgebiete können sich jederzeit direkt bei der Alexander von Humboldt-Stiftung bewerben. Die Humboldt-Stiftung vergibt jährlich bis zu 100 Feodor Lynen-Forschungsstipendien für Postdoktoranden und erfahrene Wissenschaftler.

Kurzfristige Studien- oder Kongressreisen sowie Ausbildungsaufenthalte werden nicht gefördert.

Weitere wichtige Hinweise

Weitere Informationen

  1. Promotion, wobei der Abschluss bei der Bewerbung nicht länger als vier Jahre zurückliegt. Sollte die Promotion unmittelbar vor dem Abschluss stehen, ist eine Bewerbung bereits mit Vorlage des Dissertationsmanuskripts oder von Publikationen, die die Ergebnisse der Dissertation enthalten, möglich;
  2. Wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen;
  3. Forschungsplatz- und Betreuungszusage sowie ausführliche gutachterliche Stellungnahme eines ausländischen wissenschaftlichen Gastgebers (Humboldt-Gastwissenschaftlers) an einer Forschungseinrichtung im Ausland. Die Stiftung teilt auf Anfrage mit, ob ein vorgesehener Gastgeber ein von der Humboldt-Stiftung geförderter Gastwissenschaftler ist bzw. ob im Umfeld des vorgesehenen Instituts ein ehemaliger Humboldt-Gastwissenschaftler tätig ist (Gastgebersuche). Einzelheiten des Forschungsvorhabens und die zeitliche Planung müssen vor der Antragstellung mit dem vorgesehenen Gastgeber abgesprochen werden;
  4. Referenzgutachten des Betreuers der Doktorarbeit und zwei weiterer Wissenschaftler, die zur Qualifikation des Bewerbers fundiert Auskunft geben können, nach Möglichkeit auch außerhalb des eigenen Instituts;
  5. Sprachkenntnisse: gute Kenntnisse der Sprache des Gastlandes bzw. mindestens sehr gute englische Sprachkenntnisse sind erforderlich;
  6. Bewerbungen zur Fortsetzung eines bereits begonnenen Forschungsaufenthalts können nur in Ausnahmefällen berücksichtigt werden. Vor der Bewerbung darf kein längerer Aufenthalt im Gastland liegen. Wer sich zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits seit mehr als sechs Monaten im Gastland aufhält, ist nicht antragsberechtigt;
  7. Die Humboldt-Stiftung setzt voraus, dass bei Bewerbung und Förderung die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis eingehalten werden.
 

Bewerbungen können jederzeit unter folgender Adresse eingereicht werden:

Alexander von Humboldt-Stiftung, Auswahlabteilung,
Jean-Paul-Str. 12, 53173 Bonn, Deutschland

Bitte schicken Sie Ihre vollständige Bewerbung mindestens vier bis sieben Monate vor dem gewünschten Auswahltermin an die Humboldt-Stiftung.

Diagramm Auswahlverfahren
Darstellung des Auswahl-
verfahrens im Diagramm

Der Antragseingang wird von der Humboldt-Stiftung per E-Mail bestätigt. Für die Vollständigkeit der Unterlagen ist der Bewerber verantwortlich. Falls Anträge nicht komplett übersandt werden, muss mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden. Weitgehend unvollständige Bewerbungen werden ohne Bearbeitung an den Bewerber zurückgesandt.

Nach Vorlage aller Unterlagen und Eingang der Stellungnahme des Gastgebers wird den Bewerbern das voraussichtliche Auswahldatum mitgeteilt. Anschließend werden die Antragsunterlagen in der Regel an zwei unabhängige Fachgutachter geleitet, die schriftliche Gutachten erstellen. Auf der Basis dieser unabhängigen Fachgutachten entscheidet ein mit ca. 20 Wissenschaftlern aller Fachgebiete besetztes Auswahlgremium über die Vergabe der Forschungsstipendien. Das Auswahlgremium tagt dreimal jährlich im Februar, Juni und Oktober eines Jahres. Im Falle einer positiven Entscheidung kann das Stipendium bei Anreise aus dem Ausland frühestens zwei Monate nach der Auswahlentscheidung angetreten werden. Spätestens zwölf Monate nach der Auswahlentscheidung muss das Stipendium angetreten worden sein, ansonsten verfällt das Stipendium.

Mit der Antragseinreichung können die Bewerber die Mitteilung der Ablehnungsgründe für den Fall einer negativen Auswahlentscheidung beantragen. Falls dies gewünscht wird, erhalten die Bewerber und deren Gastgeber unabhängig von der Mitteilung über das Auswahlergebnis etwa vier bis sechs Wochen nach der Auswahlentscheidung ein entsprechendes Mitteilungsschreiben. Ein Revisionsverfahren ist nicht vorgesehen. Allerdings können abgelehnte Bewerber eine erneute Bewerbung einreichen, sofern wesentliche Aspekte der abgelehnten Bewerbung deutlich verbessert werden konnten.

Weitere Informationen

Eines unserer Markenzeichen ist die möglichst individuelle Betreuung der Gastwissenschaftler. Daher bieten wir Ihnen neben dem monatlichen Forschungsstipendium zusätzliche Leistungen an, von der Einladung zu Veranstaltungen bis hin zur Familienförderung.

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Einmal Humboldtianer, immer Humboldtianer: Auch nach dem Forschungsaufenthalt halten wir mit Ihnen eine enge Verbindung. Mit unseren Alumni-Fördermaßnahmen unterstützen wir flexibel die individuellen Lebenswege und Entwicklungen aller Humboldtianer und ihre Kooperationen untereinander.

Weitere Informationen

Dieses Programm wird finanziert vom:

Voraussetzungen für eine Bewerbung

Kann ich mich vor Abschluss meiner Promotion bewerben?

Sofern Sie die Promotion in den nächsten sechs Monaten abschließen werden, können Sie sich bewerben. Das Forschungsstipendium kann bei einer erfolgreichen Bewerbung erst nach Abschluss der Promotion angetreten werden.

Wie wird der Zeitpunkt der Promotion bestimmt?

Es gilt das Datum des Abschlusses der letzten für das Promotionsverfahren geforderten wissenschaftlichen Leistung (z.B. Verteidigung der Dissertation, mündliche Abschlussprüfung). In der Regel wird dieses Datum neben dem Ausstellungsdatum auf der Promotionsurkunde genannt. Als Stichtag für die Berechnung des Zeitraums nach der Promotion wird das Eingangsdatum der Bewerbung bei der Humboldt-Stiftung gewertet. Falls Sie eine akademische Position gleich- oder höherwertig einem Associate Professor / Senior Lecturer / Reader bereits vor Abschluss des PhD / C.Sc. innehatten, so gilt der Beginn dieser Tätigkeit als Referenzdatum.

Welches Promotionsdatum gilt, wenn ich mehrfach promoviert wurde?

Im Falle einer Mehrfachpromotion ist die Promotion relevant, die fachlich dem beantragten Forschungsvorhaben am nächsten liegt. Hierzu bitte beide Promotionsdaten mit Fachgebiet im tabellarischen CV im Antragsformular aufführen. Außerdem bitten wir Sie, beide Promotionsurkunden in Kopie einzureichen und beide Dissertationen in der vollständigen Publikationsliste aufzuführen.

Meine Promotion liegt weniger als vier Jahre zurück. Kann ich mich trotzdem um ein Stipendium für erfahrene Wissenschaftler bewerben?

Ja. Sie sollten allerdings bereits ein klar erkennbares eigenständiges wissenschaftliches Profil haben und in der Regel bereits mindestens als Assistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig sein bzw. eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können.

Meine Promotion liegt etwas mehr als vier Jahre zurück. Kann ich mich trotzdem um ein Stipendium als Postdoktorand bewerben?

Sollte das Datum Ihrer Promotion mehr als vier Jahre zurückliegen, können Sie sich nicht mehr um ein Postdoktorandenstipendium bewerben. Sofern Sie bereits ein klar erkennbares, eigenständiges Profil haben und in der Regel bereits mindestens als Asstistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig sind bzw. eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können, empfehlen wir Ihnen eine Bewerbung im Programm für erfahrene Wissenschaftler. Sofern Sie die vier Jahre nur geringfügig überschritten haben, kann in begründeten Fällen (z.B. bei Anerkennung von Ausfallzeiten wie Kindererziehungszeiten) eine Ausnahme gemacht werden. Bitte senden Sie uns zunächst nur Ihren Lebenslauf und Ihre Publikationsliste, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Inwieweit werden Kindererziehungszeiten bei der Bewertung der wissenschaftlichen Leistung berücksichtigt?

Bitte geben Sie im Antragsformular alle Zeiten an, in denen Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit aus Gründen der Kindererziehung ganz oder teilweise unterbrochen haben, damit diese Zeiten bei der Beurteilung Ihrer wissenschaftlichen Leistungen relativ zum Karrierestand berücksichtigt werden können. Die vom Programm festgelegte Zeitperiode nach der Promotion kann sich pro Kind um maximal 2 Jahre verlängern, sofern Sie Ihre wissenschaftliche Tätigkeit nach Abschluss der Promotion für die entsprechenden von Ihnen angegebenen Zeiten unterbrochen haben und diese Zeiten auch geltend machen. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an info(at)avh.de.

Ich bin deutscher Staatsbürger und bereits im Ausland. Kann ich mich bewerben?

Ein Bewerber sollte seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt klar in Deutschland haben.
Es gibt aber bestimmte Ausnahmen bei Auslandsaufenthalten:
  1. Aufenthalt im vorgesehenen Gastland (aktuell oder bis vor Kurzem):
    Sie können sich bewerben, wenn
    • Sie sich bei Antragseingang in der Humboldt-Stiftung weniger als sechs Monate im Gastland aufhalten oder
    • Sie nach einem mehr als sechsmonatigen Aufenthalt im Gastland bei Antragseingang in der Humboldt-Stiftung schon mehr als zwölf Monate wieder in Deutschland sind.
  2. Aufenthalt im Ausland (außer im Gastland):
    Sie können sich bewerben, wenn
    • Sie sich bei Antragseingang seit weniger als fünf Jahren im Ausland aufhalten oder
    • Sie nach einem mehr als fünfjährigen Auslandaufenthalt bei Antragseingang wieder seit mindestens zwölf Monaten in Deutschland sind.
In allen anderen Fällen kann Ihre Bewerbung leider nicht berücksichtigt werden. Informationen über alternative Fördermöglichkeiten finden Sie auf dem von der Humboldt-Stiftung betreuten Internetportal EURAXESS Deutschland. Eine Bewerbung während oder unmittelbar nach der Promotion im vorgesehenen Gastland ist seit dem 01. Dezember 2011 nicht mehr möglich.

Ich bin kein deutscher Staatsbürger. Kann ich mich bewerben?

Eine Bewerbung ist möglich, sofern Sie zum Zeitpunkt der Bewerbung mindestens fünf Jahre ununterbrochen in Deutschland gelebt haben und Deutschland Ihr Arbeits- und Lebensmittelpunkt ist.

Ich bin Mediziner (MD / Dr. med.). Gibt es spezielle Zulassungsvoraussetzungen?

Eine Bewerbung ist möglich, wenn eine Forschungspromotion oder ein vergleichbarer akademischer Grad vorliegt.

Bitte entnehmen Sie detaillierte Informationen hierzu aus unserem zusätzlichen "Zulassungsfragebogen für Mediziner (MD / Dr. med.)".

Bei Vorliegen mehrerer Forschungspromotionen gilt o.g. FAQ zum Thema „Mehrfachpromotion“.

Gastgeber

Wer kann mein wissenschaftlicher Gastgeber sein?

Jeder bereits von der Humboldt-Stiftung geförderte und im Ausland tätige Wissenschaftler kann als Gastgeber im Feodor Lynen-Programm fungieren. Dies gilt gleichermaßen für Forschungsstipendiaten und -preisträger sowie Empfänger von Förderungen im TransCoop-Programm. Ein Feodor Lynen-Stipendiat kann nur als Gastgeber auftreten, wenn er am Gastinstitut im Ausland bereits fest etabliert ist. In Zweifelsfällen beraten wir Sie gern anhand des Lebenslaufs, ob eine Gastgeberschaft möglich ist (info(at)avh.de).

Warum muss im Feodor Lynen-Forschungsstipendienprogramm zumindest ein Gastgeber Humboldtianer sein?

Ein wichtiges Ziel, das die Alexander von Humboldt-Stiftung mit dem Feodor Lynen-Programm verfolgt, ist die nachhaltige Stärkung des Netzwerks der Humboldtianer. Dies soll vor allem durch den weiteren Ausbau bestehender Kooperationen und eine verstärkte Bindung der Humboldt-Stipendiaten und -Preisträger an die Stiftung und die deutsche Forschungslandschaft geschehen. Mit dem Feodor Lynen-Programm öffnet die Humboldt-Stiftung ihr Netzwerk der weltweiten Wissenselite für herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, die im Ausland forschen möchten.

Kann ich meinen Forschungsaufenthalt mit zwei wissenschaftlichen Gastgebern durchführen?

Ja. Sollten die Gastgeber an unterschiedlichen Forschungseinrichtungen tätig sein, sind separate Gastgeberstellungnahmen und Forschungsplatzzusagen erforderlich.

Wie sieht meine Zusammenarbeit mit den beiden Gastgebern im Falle einer doppelten Gastgeberschaft aus?

Eine Förderung im Rahmen des Feodor Lynen-Stipendienprogramms setzt eine Zusammenarbeit mit einem Humboldt-Gastgeber voraus. Sollte dieser Gastgeber nicht fachnah genug für eine gewinnbringende wissenschaftliche Zusammenarbeit sein, kann ein weiterer, fachnaher Gastgeber gewählt werden, der kein Humboldt-Gastgeber sein muss. Mit diesem kann die fachliche Kooperation erfolgen. Der Humboldt-Gastgeber ermöglicht die Einbindung des Stipendiaten in das Humboldt-Netzwerk.

Ich weiß nicht, ob der vorgesehene Gastgeber ein früherer Humboldt-Gastwissenschaftler ist.

Auf Anfrage teilen wir Ihnen gern mit, ob der von Ihnen gewählte Gastgeber bereits mit der Humboldt-Stiftung in Verbindung steht. Sollte dies nicht der Fall sein, prüfen wir gegebenenfalls nach, ob am selben Institut oder in der Nähe ein fachnaher Humboldt-Gastwissenschaftler tätig ist, der eventuell Ihren Forschungsaufenthalt mitbetreuen kann. Bitte füllen Sie dazu die Angaben zur Gastgebersuche aus.

Welcher Gastgeberbeitrag wird erwartet?

Bei der Finanzierung des Forschungsstipendiums strebt die Humboldt-Stiftung eine Beteiligung des Gastgebers an. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den entsprechenden Programminformationen für Postdoktoranden und für erfahrene Wissenschaftler.

Mein Gastgeber kann keinen Gastgeberbeitrag zahlen. Wird meine Bewerbung trotzdem berücksichtigt?

Bei der Finanzierung des Forschungsstipendiums erwartet die Humboldt-Stiftung eine Beteiligung des Gastgebers. Für Gastinstitute in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie weiteren ausgewählten Ländern (Länderliste) wird jedoch auf einen finanziellen Eigenbeitrag des Gastgebers zum Stipendium verzichtet. Mit Gastgebern aus anderen Staaten, die nachvollziehbare Schwierigkeiten bei der Bereitstellung des Gastgeberbeitrages haben, kann eine individuelle Lösung gesucht werden.

Vorbereitung/Planung

Wann und wie oft finden Auswahlsitzungen statt?

Es gibt drei Auswahlsitzungen pro Jahr, jeweils im Februar, Juni und Oktober.

Kann ich mich gleichzeitig in verschiedenen Stipendienprogrammen der Humboldt-Stiftung oder gleichzeitig um ein Stipendium der Humboldt-Stiftung und den Sofja Kovalevskaja-Preis bewerben, wenn ich die jeweiligen formalen Voraussetzungen erfülle?

Nein, eine gleichzeitige Bewerbung in mehreren Stipendienprogrammen bzw. im Sofja Kovalevskaja-Preisprogramm ist ausgeschlossen. Nach einer Ablehnung ist die Bewerbung in einem anderen Programm jedoch möglich, sofern die formalen Voraussetzungen erfüllt werden.

Kann ich ein Forschungsstipendium für weniger als sechs Monate beantragen?

Für ein Postdoktorandenstipendium muss der erste Stipendienaufenthalt mindestens sechs Monate dauern. Auch erfahrene Wissenschaftler müssen einen Aufenthalt von mindestens sechs Monaten beantragen, der aber in zweimal drei Monate aufteilbar ist.

Kann ich als Postdoktorand meinen Forschungsaufenthalt aufteilen?

Eine Aufteilung des Forschungsaufenthalts ist nicht möglich.

Wann kann ich das Stipendium frühestens antreten?

Sie können ca. 2 Monate nach Entscheidung des Auswahlausschusses Ihr Stipendium antreten.

Wann muss ich das Stipendium spätestens antreten?

Das Stipendium muss spätestens zwölf Monate nach der positiven Auswahlentscheidung angetreten werden. Ansonsten muss eine neue Bewerbung eingereicht werden.

Wie hoch ist mein Stipendium?

Angaben zur Stipendienhöhe entnehmen Sie bitte den aktuellen Programminformationen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir im Vorfeld der Bewerbung keine konkreten Einzelfallberechnungen vornehmen können.

Wird das Stipendium rückwirkend gezahlt, wenn ich bei der Auswahlentscheidung bereits am Gastinstitut bin?

Nein, das Stipendium kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

Kann ich mich gleichzeitig um ein Stipendium bei einer anderen Institution bewerben?

Eine Parallelbewerbung bei einer anderen Institution ist grundsätzlich möglich. Dies müssen Sie jedoch im Bewerbungsformular angeben und uns auch während des Auswahlverfahrens umgehend über eventuelle Parallelbewerbungen und -entscheidungen informieren. Eine Bewerbung um ein Feodor Lynen-Stipendium ist nicht möglich bzw. kann nicht aufrechterhalten werden, wenn für denselben Zeitraum ein Stipendium des DAAD oder der DFG angenommen wurde.

Gibt es Stichtage (Deadlines) für die Einreichung von Anträgen?

Es gibt keine Stichtage für die Einreichung von Bewerbungen. Alle Bewerbungen werden in einem kontinuierlichen Verfahren bearbeitet. Sobald uns Ihre Bewerbung vollständig vorliegt, wird sie an unabhängige Fachgutachter weitergeleitet und nach Vorlage der schriftlichen Fachgutachten in der nächstmöglichen Auswahlsitzung dem Auswahlgremium zur Entscheidung vorgelegt.
Auswahlsitzungen finden dreimal im Jahr statt, jeweils im Februar, Juni und Oktober. Anträge sollten mindestens vier bis sieben Monate vor der gewünschten Auswahlsitzung eingereicht werden. Falls Ihr Antrag nicht komplett übersandt wird, muss mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden.
Eine graphische Darstellung des gesamten Auswahlprozesses finden Sie unter "Auswahlverfahren".

Bewerbungsunterlagen

Wohin soll ich meine Bewerbung schicken?

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung direkt an die Auswahlabteilung der Alexander von Humboldt-Stiftung, Jean-Paul-Str. 12, 53173 Bonn. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie Ihre Bewerbung bei den Auslandsvertretungen des DAAD oder den deutschen Botschaften oder Konsulaten im Ausland einreichen, die diese dann an die Humboldt-Stiftung weiterleiten.

Kann ich meine Bewerbung per E-Mail einreichen?

Nein. Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per Post.

In welcher Form soll ich die Unterlagen einreichen?

Die Kopien der Publikationen sollten in dreifacher Ausfertigung jeweils geheftet oder gebunden sein. Bitte reichen Sie alle weiteren Unterlagen in einfacher Ausfertigung als lose Blätter ein. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in unseren Hinweisen für eine vollständige Bewerbung für Wissenschaftler die nach Deutschland kommen und Wissenschaftler die ins Ausland gehen.

Sollen Gutachten direkt an die Humboldt-Stiftung oder mit der Bewerbung geschickt werden?

Referenzgutachten können entweder mit der Bewerbung eingereicht oder von den Gutachtern direkt an die Auswahlabteilung der Humboldt-Stiftung geschickt werden. Bitte weisen Sie Ihre Referenzgutachter auf unseren Fragenkatalog für Referenzgutachten hin. Referenzgutachten sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 24 Monate sein.

Was geschieht, wenn Gutachten vor der Bewerbung eingereicht werden?

Gutachten, die nicht unmittelbar einer Bewerbung zugeordnet werden können, werden bis zu einem halben Jahr aufbewahrt.

Wer soll zu meinem Antrag ein Referenzgutachten abgeben und wie viele Gutachten sind erforderlich?

Referenzgutachter sollen eine Begutachtung Ihres wissenschaftlichen Werdegangs und Potenzials sowie Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Leistungen vornehmen. Daher ist es wichtig, dass Referenzgutachter mit Ihrer bisherigen wissenschaftlichen Tätigkeit gut vertraut sind. Insgesamt sollten drei Referenzgutachten vorliegen. Bitte beachten Sie: Die Stellungnahme des Gastgebers zählt nicht als Referenzgutachten! Weitere wichtige Details zur sinnvollen Auswahl der Gutachter entnehmen Sie bitte unseren Hinweisen für eine vollständige Bewerbung für Wissenschaftler die nach Deutschland kommen und Wissenschaftler die ins Ausland gehen.

Welche Publikationen soll ich meiner Bewerbung beilegen?

Ihre Bewerbung soll jeweils drei Exemplare der von Ihnen ausgewählten Schlüsselpublikationen enthalten (geheftete Kopien/Bücher). Weitere Publikationen werden nicht angenommen (Ausnahme: Rezensionen anderer Autoren zu Ihren Schlüsselpublikationen).
Falls Sie Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation benennen und diese noch nicht zum Druck eingereicht ist, fügen Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren bei (auf CD-ROM (dreifach)).
Weitere detaillierte Informationen hierzu finden Sie in unseren Hinweisen für eine vollständige Bewerbung für Wissenschaftler die nach Deutschland kommen und Wissenschaftler die ins Ausland gehen.

Darf ich noch nicht eingereichte Publikationen in der Liste der Schlüsselpublikationen und in der vollständigen Publikationsliste auflisten?

Nein. Bitte listen Sie nur Publikationen auf, die bereits veröffentlicht, zur Veröffentlichung angenommen oder mindestens zur Veröffentlichung bei einem Verlag eingereicht sind. Zu eingereichten Publikationen muss eine Eingangsbestätigung des Verlages beigelegt werden; zu angenommenen Publikationen muss eine Annahmebestätigung des Verlages beigelegt werden. Alle anderen Arbeiten werden von uns in der Liste gestrichen.
Ausnahme: Ihre Dissertation darf als Schlüsselpublikation aufgelistet werden, auch wenn Sie nicht bei einem Verlag eingereicht ist. Falls Sie Ihre Dissertation als Schlüsselpublikation benennen und diese nicht zum Druck eingereicht ist, fügen Sie bitte das Originalmanuskript aus Ihrem Promotionsverfahren auf CD-ROM bei.

Ich habe meine Promotion noch nicht abgeschlossen. Muss ich die Doktorurkunde nachreichen?

Ja. Sobald Sie Ihre Promotion abgeschlossen haben, brauchen wir zumindest eine offizielle Bestätigung der Hochschule. Ohne dieses Dokument kann das Stipendium nicht angetreten werden.

Was sind Schlüsselpublikationen?

Sie selbst wählen aus Ihren Publikationen die Schlüsselpublikationen aus. Hierbei sollten Sie Arbeiten auswählen, in denen Ihre wichtigsten wissenschaftlichen Ergebnisse beschrieben werden und an denen Sie im Falle von Mehrautorenpublikationen einen möglichst hohen Eigenanteil haben. Wir empfehlen Ihnen, bei der Auswahl der Schlüsselpublikationen darauf zu achten, dass sich auch Ihre aktuellere Publikationstätigkeit darin widerspiegelt.
Bitte beachten Sie, dass die Auswahl der Schlüsselpublikationen im Laufe des Verfahrens nicht geändert werden kann.

Wie viele Schlüsselpublikationen muss ich auflisten?

Für Bewerber um ein Postdoktorandenstipendium reicht es, eine Schlüsselpublikation auszuwählen. Maximal dürfen drei Schlüsselpublikationen aufgelistet werden.
Bewerber um ein Stipendium für erfahrene Wissenschaftler müssen mindestens drei Schlüsselpublikationen auswählen. Maximal dürfen fünf Schlüsselpublikationen aufgelistet werden. Überzählige Schlüsselpublikationen werden ohne Rücksprache von der Geschäftsstelle unkenntlich gemacht.

Wie soll die Begründung zu einer Schlüsselpublikation aussehen?

Bitte erläutern Sie die besondere wissenschaftliche Relevanz der in der Schlüsselpublikation beschriebenen Ergebnisse und stellen Sie kurz die Bedeutung der Publikation für Ihren Werdegang dar (vgl. Muster-Schlüsselpublikationsliste). Bei Mehrautorenpublikationen geben Sie bitte zusätzlich an, welchen Anteil Sie selbst an der Publikation haben.

Sollen meine Schlüsselpublikationen zusätzlich in der vollständigen Publikationsliste aufgeführt werden?

Ja, bitte führen Sie in der vollständigen Publikationsliste alle Publikationen einschließlich der Schlüsselpublikationen auf. Bitte listen Sie die Schlüsselpublikationen in dieser Liste ohne Begründung auf (vgl. Muster-Vollständige Publikationsliste).
Die bei der Humboldt-Stiftung eingereichte Publikationsliste kann im Laufe des Begutachtungsverfahrens nicht mehr ergänzt werden.

Muss ich ein Sprachzeugnis einreichen?

Nein, ein Sprachzeugnis ist nicht erforderlich.

Ablauf des Auswahlverfahrens

Bestätigen Sie den Eingang meines Antrags und den Eingang von weiteren Unterlagen und Gutachten?

Sobald Ihr Antrag bei uns eingegangen ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung (normalerweise per E-Mail). Der Eingang weiterer Unterlagen und Gutachten kann aufgrund der hohen Antragszahlen nicht separat bestätigt werden. Wir melden uns jedoch bei Ihnen, sofern aus unserer Sicht wichtige Unterlagen oder Informationen zu Ihrer Bewerbung fehlen.

Wie lange kann ich weitere Unterlagen einreichen bzw. die eingereichten Unterlagen aktualisieren?

Bitte reichen Sie nur vollständige Bewerbungen ein. Ihre Referenzgutachten sowie die Stellungnahme des wissenschaftlichen Gastgebers sollten möglichst zeitnah zur Bewerbung bei uns eingehen. Erst wenn uns alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, können wir Ihnen einen voraussichtlichen Entscheidungstermin mitteilen. Nach Einleitung des Begutachtungsverfahrens durch unabhängige Fachgutachter können keinerlei Unterlagen mehr nachgereicht oder ausgetauscht werden. Sollten Publikationen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung nur eingereicht waren, zwischenzeitlich zur Veröffentlichung angenommen worden sein, sollten Sie uns umgehend eine Kopie der Annahmeerklärung zuschicken. Diese kann bis zum Termin der Auswahlsitzung berücksichtigt werden. Die bei der Humboldt-Stiftung eingereichte Publikationsliste kann im Laufe des Verfahrens nicht mehr ergänzt werden.

Werde ich über den Entscheidungstermin meiner Bewerbung unterrichtet?

Nach Vorlage aller Unterlagen und Eingang der Stellungnahme des Gastgebers wird Ihnen das voraussichtliche Auswahldatum mitgeteilt. Sollte die fachliche Begutachtung Ihrer Bewerbung länger als erwartet dauern, werden Sie auch über eine gegebenenfalls notwendige Verschiebung des Entscheidungstermins unterrichtet.

Wer begutachtet meinen Antrag?

Die Begutachtung Ihres Antrags erfolgt durch unabhängige Fachgutachter.

Wer entscheidet über meinen Antrag?

Die abschließende Entscheidung über alle Bewerbungen wird im Auswahlausschuss getroffen. Der Auswahlausschuss setzt sich aus Wissenschaftlern aller Fachrichtungen zusammen und entscheidet mit Stimmenmehrheit über alle Anträge. Die Geschäftsstelle der Humboldt-Stiftung hat keine Stimme im Auswahlausschuss.

Werde ich im Falle einer Ablehnung über die Gründe der Ablehnung informiert?

Mit Erhalt der Information über die Auswahlentscheidung können Sie die Mitteilung der Ablehnungsgründe für den Fall einer negativen Auswahlentscheidung beantragen (formlos per E-Mail). Falls dies gewünscht wird, erhalten Sie und Ihr Gastgeber etwa vier bis sechs Wochen nach der Auswahlentscheidung eine entsprechende E-Mail. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir vor dieser Nachricht keinerlei Einzelauskünfte geben, um die Erstellung der Mitteilungsschreiben nicht unnötig zu verzögern.

Erhalte ich meine Unterlagen nach Abschluss des Auswahlverfahrens zurück?

Nein. Die von Ihnen eingereichten Unterlagen werden archiviert und drei Jahre nach der Auswahlentscheidung vernichtet. Reichen Sie daher bitte keine Originale, sondern nur Kopien ein. Bücher, die Sie als Publikationen einreichen, werden wir Ihnen nach Abschluss des Auswahlverfahrens zurückschicken. Die Humboldt-Stiftung übernimmt jedoch keinerlei Haftung für eventuelle Beschädigung oder Verlust der uns übersandten Bücher.

Wann werde ich über die Entscheidung informiert?

Wir werden Sie und Ihren wissenschaftlichen Gastgeber in den Tagen nach der Auswahlsitzung per E-Mail über die Entscheidung des Auswahlausschusses informieren. Bei größeren Sitzungen kann die Benachrichtigung aller Bewerber und Gastgeber einige Tage länger beanspruchen.

Auswahl

Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Derzeit ist etwa ein Drittel der Bewerbungen erfolgreich.

Was sind die wichtigsten Auswahlkriterien?

Die individuelle wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber steht im Mittelpunkt der Bewertung. Detaillierte Hinweise zu den Auswahlkriterien der einzelnen Programme finden Sie in den entsprechenden Programminformationen.

Kann ich mich nach einer Ablehnung erneut bewerben?

Eine erneute Bewerbung ist möglich. Die Bewerbung sollte sich allerdings in wesentlichen Teilen von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheiden. Im Allgemeinen ist eine erneute Bewerbung erst nach einer wissenschaftlichen Weiterentwicklung sinnvoll, wenn z.B. neue wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen erschienen sind. Nach unserer Erfahrung sollte daher mit einer erneuten Bewerbung etwa zwei Jahre gewartet werden. Sofern sich Ihre erneute Bewerbung nicht oder nur unwesentlich von der abgelehnten Erstbewerbung unterscheidet, kann dies ein Grund für eine formale Ablehnung Ihrer erneuten Bewerbung sein.