Nachrichten aus der Stiftung

Bundesaußenminister Steinmeier und Bundespräsident Gauck treffen Humboldtianer

Mehr als 600 Humboldtianerinnen und Humboldtianer aus fast 80 Ländern kamen im Juni zur Jahrestagung der Alexander von Humboldt- Stiftung nach Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck empfing die Humboldtianer und ihre Familien im Garten von Schloss Bellevue.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Stiftungspräsident Helmut Schwarz
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Stiftungspräsident Helmut Schwarz (Foto: Humboldt-Stiftung / David Ausserhofer)

Auftakt war eine Eröffnungsrede von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Darin kündigte er mehr Unterstützung aus Deutschland für aus politischen Gründen gefährdete Wissenschaftler aus aller Welt an, etwa durch Stipendien. Die Humboldt- Stiftung sei „prädestiniert dazu, hier eine führende Rolle zu übernehmen“, betonte er. Weltweit seien 51 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Verfolgung und Repression. „Gerade Wissenschaftler, Studenten und Intellektuelle, die offen und mutig ihre Meinung äußern, stehen dabei in der Schusslinie“, sagte Steinmeier, der als erster deutscher Außenminister an einer Jahrestagung der Stiftung teilnahm. Gleichzeitig seien gerade diese engagierten Menschen für den Aufbau und die Entwicklung ihrer Länder entscheidend.

Bundespräsident Joachim Gauck beim Empfang in Schloss Bellevue (Foto: Humboldt-Stiftung / David Ausserhofer)
Bundespräsident Joachim Gauck beim Empfang in Schloss Bellevue (Foto: Humboldt-Stiftung / David Ausserhofer)

Bundespräsident Gauck überreichte dem japanischen Rechtshistoriker Kazuhiro Takii den Philipp Franz von Siebold-Preis für besondere Verdienste um den deutschjapanischen Austausch. Der Humboldt-Alumni-Preis wurde an die Humboldtianer Oluyemi Akinloye, Nigeria, Alexandra Antoniouk, Ukraine, Judith Giordan, USA, Przemyslaw Marciniak, Polen, und Milcho Kirilov Tsvetkov, Bulgarien, für ihre Initiativen zur Förderung der akademisch-kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland und ihren Heimatländern verliehen.

aus Humboldt Kosmos 104/2015