Gesichter aus der Stiftung

Post für Sie!

Von Klaus Heinen, aufgezeichnet von Georg Scholl

Wer macht eigentlich was in der Stiftung und sorgt hinter den Kulissen dafür, dass alles läuft? Auf dieser Seite stellen wir einmal nicht Humboldtianer, sondern Kolleginnen und Kollegen vor, ihre Aufgaben und ihre Erfahrungen und was sie tun, wenn sie gerade nicht arbeiten. Diesmal: Klaus Heinen.

Klaus Heinen
Klaus Heinen (Foto: Humboldt-Stiftung / Michael Jordan)

Wer immer einen Brief oder ein Paket von der Humboldt-Stiftung bekommt, kann davon ausgehen: Das ging über meinen Tisch. Das gilt zumindest für die letzten 25 Jahre, denn so lange arbeite ich nun schon in unserer Poststelle. Dort packe ich unter anderem die Begrüßungspäckchen für die neuen Stipendiaten. Jeder bekommt beispielsweise ein deutsches Wörterbuch, eine Humboldt-Krawatte oder einen Humboldt- Schal und einen Stipendiatenausweis. Auch um unsere interne Hauspost kümmere ich mich. Anders als beim Versand nach draußen ist es hier in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden. Die Kolleginnen und Kollegen schickensich heute natürlich das meiste per E-Mail und nicht mehr per Umlaufmappe. Trotzdem ziehe ich jeden Tag mehr als eine Stunde lang mit meiner Postkarre durch die vier Gebäude, auf die wir mittlerweile verteilt sind. Da muss man beweglich bleiben. Früher habe ich jahrelang Fußball gespielt. Anfangs im Sturm, da war ich noch schnell. Später bin ich in die Verteidigung gerutscht. Einmal wurde ich sogar zum Betriebssportler des Jahres gewählt und als ich mit dem Fußball aufhörte, schenkte man mir ein richtiges Abschiedsspiel. Heute zwicken leider die Knie. Aber ich gehe einmal die Woche zur Gymnastik, damit meine Gelenke nicht ganz einrosten.

Neben dem Sport bin ich leidenschaftlicher Musiker, spiele Querflöte und Fanfare und marschiere seit 50 Jahren mit den Bonner Stadtsoldaten beim Karnevalsumzug mit. Für das Foto zu diesem Text habe ich einmal meine Uniform der Regimentskapelle der Alten Kameraden angezogen. So komme ich natürlich normalerweise nicht zur Arbeit. Mit unserer Gruppe sind wir auch schon beim Trachtenumzug des Münchner Oktoberfests und bei der Steubenparade in New York mitmarschiert. Als Humboldt-Mitarbeiter ist man schließlich international mobil.

aus Humboldt Kosmos 105/2016