12. Oktober 2011, Nr. 31/2011

Neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt

Vier Forscher aus dem Ausland erhalten höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands.

Ein Biophysiker, ein Nachrichtentechniker, ein Mediziner und ein Mathematiker sind die neuen Alexander von Humboldt-Professoren. Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen.

Die ausgewählten Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominierten:

Der an der University of Cambridge in Großbritannien forschende Biophysiker Jochen Guck (38) soll an der Technischen Universität Dresden arbeiten.

Robert Schober (40) ist Nachrichtentechniker an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada, und soll künftig an der Universität Erlangen-Nürnberg forschen.

Der an der University of Cincinnati in den USA arbeitende Mediziner Matthias Tschöp (44) soll an der Technischen Universität München und am Helmholtz Zentrum München arbeiten.

Der Mathematiker Michael Weiss (55) von der University of Aberdeen, Großbritannien, wurde von der Universität Münster nominiert.

Der Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung hatte über zehn Anträge zu entscheiden. Von den Kandidaten arbeiten derzeit fünf in Großbritannien, zwei in den USA und je einer in Kanada, Schweden und Ungarn. Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre in Deutschland bestimmt. Den Hochschulen eröffnet der Preis die Chance, internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten sowie ihr Profil zu schärfen. Die Verleihung der Preise an die Humboldt-Professoren wird im Mai 2012 in Berlin stattfinden.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 25.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern – unter ihnen 47 Nobelpreisträger.

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