26. Juli 2012, Nr. 20/2012
Neue Amtszeit für Helmut Schwarz
Wichtige Impulse für die Arbeit der Humboldt-Stiftung und die Wissenschaftslandschaft
Helmut Schwarz wird für weitere fünf Jahre sein Amt als Präsident der Humboldt-Stiftung ausüben. Der Bundesminister des Auswärtigen Guido Westerwelle folgt mit der Wiederberufung einem einstimmigen Vorschlag des Stiftungsrats vom Mai dieses Jahres. Die neue Amtszeit wird am 1. Januar 2013 beginnen und läuft bis zum 31. Dezember 2017. Schwarz ist der sechste Präsident seit Errichtung der Stiftung im Jahr 1953.
"Wir freuen uns sehr, dass Helmut Schwarz in einer zweiten Amtszeit Präsident der Humboldt-Stiftung sein wird. Er hat in den vergangenen Jahren wichtige Impulse für das weltumspannende Netzwerk der Stiftung und auch die deutsche Wissenschaftslandschaft gegeben. Seine Erfahrungen als international ausgezeichneter Wissenschaftler und seine zahlreichen Kontakte im Hochschul- und Wissenschaftsbereich sind von unschätzbarem Wert für uns", so Enno Aufderheide, Generalsekretär der Stiftung.
Schwarz, einer der international führenden Forscher auf dem Gebiet der Molekularchemie, ist seit Januar 2008 Präsident der Humboldt-Stiftung. Nach seinem Studium der Chemie wurde er 1972 an der Technischen Universität Berlin promoviert, wo er sich 1974 habilitierte und vier Jahre später eine Professur für Theorie und Praxis der Massenspektrometrie erhielt. Seit 1983 ist er Professor für Chemie an der TU Berlin. Als Gastprofessor arbeitete Helmut Schwarz an mehreren Forschungseinrichtungen im Ausland, unter anderem in den USA, in Großbritannien, Israel, in der Schweiz, in Australien, Österreich und in Frankreich. Für seine grundlegenden Forschungsarbeiten hat er zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten. Dazu gehören das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie unter anderem Mitgliedschaften in vielen Akademien, die Verleihung von sechs Ehrendoktoraten oder der Otto-Bayer-Preis für Chemie, der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Max-Planck-Forschungspreis, die Liebig-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker, die Prelog-Medaille der ETH Zürich, der Field and Franklin-Award der American Chemical Society, der Otto-Hahn-Preis für Chemie und Physik, die Blaise Pascal Medal in Chemistry der European Academy of Sciences und die Lichtenberg-Medaille der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 25.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern – unter ihnen 48 Nobelpreisträger.