5. März 2013, Nr. 07/2013

Humboldt-Forschungspreisträger Ernest Moniz ist designierter US-Energieminister

Barack Obama nominiert Physiker mit guten Verbindungen zur deutschen Forschung

US-Präsident Barack Obama hat den Physiker Ernest Moniz als Energieminister für sein Kabinett nominiert. Moniz gilt als ausgewiesener Experte für Energieforschung und energiepolitische Fragen. 1989 hatte er den Humboldt-Forschungspreis bekommen und mit Unterstützung der Alexander von Humboldt-Stiftung in den folgenden fünf Jahren regelmäßig für mehrere Monate gemeinsam mit dem theoretischen Kernphysiker Frieder Lenz an der Universität Erlangen-Nürnberg geforscht. Moniz war auch seinerseits Gastgeber für zwei deutsche Nachwuchswissenschaftler, die als Feodor Lynen-Forschungsstipendiaten der Stiftung an seinem Institut forschten. Moniz soll als Energieminister Steven Chu nachfolgen, der ebenfalls Humboldt-Forschungspreisträger ist. Moniz' Nominierung muss noch vom Senat bestätigt werden.

Ernest Moniz ist Cecil and Ida Green Professor für Physik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA. Er leitet dort außerdem die MIT Energie Initiative und das MIT Labor für Energie und Umwelt, das klimafreundliche Energiequellen erforscht. Für die amerikanische Regierung arbeitete er zuletzt im energiepolitischen Beratungsgremium Barack Obamas und von 1997 bis 2001 als Under Secretary im Energieministerium sowie zuvor als stellvertretender Direktor für Forschung im Stab von Präsident Bill Clinton.

"Wir gratulieren Ernest Moniz und freuen uns, dass mit ihm nach Steven Chu zum zweiten Mal ein Humboldtianer diese wichtige Position übernehmen soll. Moniz ist nicht nur ein herausragender Forscher, sondern er verfügt auch über exzellente Beziehungen zu Deutschland. Er steht für eine Fortsetzung einer forschungsgetriebenen Energiepolitik, die nach Alternativen zu den zur Neige gehenden fossilen Brennstoffen sucht. Ich freue mich besonders, dass mit dieser Nominierung erneut deutlich wird, welche wichtige Rolle Humboldtianer über die Forschung hinaus für unsere Zukunft übernehmen", sagte der Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, Enno Aufderheide.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 26.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern – unter ihnen 49 Nobelpreisträger.

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