20. September 2018, Nr. 25/2018, aktualisiert am 22.Oktober 2018

Studie: Forscher-Alumni werden für deutsche Hochschulen immer wichtiger

Umfrage unter 88 Hochschulen in Deutschland zeigt steigende strategische Bedeutung der Beziehungspflege zu internationalen Gastforschern

Wie können deutsche Universitäten Verbindung halten zu internationalen Forscherinnen und Forschern, die an eine andere Hochschule gewechselt sind? Und wie können sie die Beziehung zu solchen Forscher-Alumni nutzen, etwa für ihr Renommee oder ihre Netzwerkpflege? Um solche Fragen geht es bei der Forscher-Alumni-Arbeit. Als Teil von Internationalisierungsstrategien ist sie für viele Einrichtungen nicht mehr wegzudenken. Das belegt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Alexander von Humboldt-Stiftung unter 88 forschungsstarken Hochschulen in Deutschland.

Etwa ein Drittel der befragten Hochschulen gibt an, dass der gezielte Einsatz von Forscher-Alumni bei strategischen Aufgaben der Hochschule für ihre Internationalisierung von großer Bedeutung sei. 60 Prozent der befragten Einrichtungen stellen fest, dass die Forscher-Alumni-Arbeit in den letzten fünf Jahren bei ihnen an Bedeutung gewonnen habe. Unter diesen 60 Prozent sind besonders viele große Hochschulen mit jeweils mehr als 25.000 Studierenden. 84 Prozent dieser großen Hochschulen finden, dass Forscher-Alumni-Arbeit wichtiger geworden ist. Bei der letzten Umfrage im Jahr 2015 waren es noch 73 Prozent.

Auch die Forscher-Alumni selbst erkennen zunehmend, welche Vorteile es für sie hat, wenn sie die Verbindung zu ihrer ehemaligen Gasthochschule aufrechterhalten. 67 Prozent der Hochschulen mit zentralisierter Forscher-Alumni-Arbeit bewerten die Bereitschaft der Forscher-Alumni, sich an strategischen Aufgaben ihrer Hochschule zu beteiligen, als „sehr hoch“ beziehungsweise „eher hoch“.

Die Ergebnisse der Studie sowie eine Bilanz ihrer Arbeit in diesem Bereich hat die Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Universitätszeitung duz veröffentlicht. Das aktuelle duz SPECIAL Die Zukunft der Forscher-Alumni – Das Potenzial internationaler Gastforscher strategisch einsetzen fasst zentrale Ergebnisse und Erkenntnisse aus zehn Jahren Förderung durch die Humboldt-Stiftung zusammen und bietet Orientierung für das professionelle Aufbauen und Weiterentwickeln der Forscher-Alumni-Arbeit.

Der große Schub in der Forscher-Alumni-Arbeit wurde möglich im Rahmen des Projekts „Internationales Forschungsmarketing“, das die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinschaftlich durchführen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Es ist Teil der Initiative „Research in Germany“.

Das über ein Jahrzehnt aufgebaute Netzwerk der Forscher-Alumni-Beauftragten wird sich künftig bei alumni-clubs.net treffen, dem Verband der Alumni-Organisationen im deutschsprachigen Raum.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 29.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

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