9. Oktober 2018, Nr. 26/2018

Wo stehen die Rechtswissenschaften? Internationale Konferenz zu aktuellen Herausforderungen des Fachs

Vom 17. bis 19. Oktober diskutieren in Bonn Rechtswissenschaftler aus mehr als 45 Ländern über das Selbstverständnis ihrer Disziplin.

Die heutige Rechtswissenschaft steht im Spannungsfeld verschiedenster Erwartungen und Forschungsrichtungen: Ihre zentrale Aufgabe ist es, juristische Texte auszulegen und zu deuten. Dabei soll sie Maßstäbe für gesellschaftliche und internationale Gerechtigkeit ausarbeiten und einfordern – und ihre methodische und begriffliche Strenge nicht aufgeben. Zugleich geht es auch darum, rechtliche Regelungen an Tatsachen rückzubinden und nicht theoretische Gedankenspiele anzustellen. Beim 8. Bonner Humboldt-Preisträger-Forum diskutieren Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschaftler aus aller Welt, wie sie sich diesen Herausforderungen stellen können.

Mehr als 220 Wissenschaftler und Nachwuchsforschende aus über 45 Ländern mit verschiedensten Rechtsordnungen werden bei der Konferenz ihre ganz persönlichen Perspektiven einbringen. Unter dem Titel „Zwischen Handwerk und Bekenntnis, Empirie und Normativität: Selbstbestimmung der internationalen Rechtswissenschaft“ geht es darum, gemeinsam über das methodische Selbstverständnis des Fachs nachzudenken. Zugleich soll die Rechtswissenschaft in die Wissenschaftslandschaft, aber auch in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingeordnet werden.

Ort und Zeit:
Eröffnung in der Alexander von Humboldt-Stiftung, Bonn Bad Godesberg: 17. Oktober, 17:00 Uhr
Konferenz im Hotel Bristol, Bonn: 18. und 19. Oktober jeweils ab 9:00 Uhr

Hinweis für die Presse:
Journalisten sind herzlich willkommen, gerne vermitteln wir Gespräche und Interviews. Anmeldungen bitte an presse(at)avh.de.

Das Humboldt-Preisträger-Forum wird eröffnet vom Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan und dem Präsidenten der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape. Den Festvortrag hält die renommierte Rechtswissenschaftlerin Katharina Boele-Woelki, Präsidentin der Bucerius Law School in Hamburg und Anneliese Maier-Forschungspreisträgerin der Humboldt-Stiftung.

Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Peter Oestmann, Professor für Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, und Ulrich Becker, Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München.

Mit dem jährlich stattfindenden Bonner Humboldt-Preisträger-Forum fördert die Alexander von Humboldt-Stiftung die Vernetzung ihrer Forschungspreisträger mit Nachwuchswissenschaftlern und deutschen Gastinstitutionen. Darüber hinaus soll die Konferenz dazu beitragen, das Profil der Wissenschaftsstadt Bonn zu schärfen.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 29.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

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