13. März 2019, Nr. 04/2019

Presseeinladung: Konferenz zur Freiheit in der Wissenschaft vom 18.-19. März in Berlin

300 Experten und geflohene Forscher diskutieren bei der Auftaktveranstaltung zur Kampagne „Gemeinsam für die Freiheit der Wissenschaft“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen zu 70 Jahren Grundgesetz.

Die Konferenz zum Thema „Unterstützung der Karriereentwicklung von gefährdeten Forschern“ findet vom 18. bis 19. März im Café Moskau in Berlin statt. Die Veranstaltung ist Bestandteil der vom Auswärtigen Amt unterstützten Philipp Schwarz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Am Eröffnungstag werden Anne-Marie Descôtes, Botschafterin Frankreichs in Deutschland, und Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, ein gemeinsames deutsch-französisches Positionspapier zur Freiheit der Wissenschaft vorstellen. Die Konferenz unter Federführung der Humboldt-Stiftung stellt gleichzeitig die Auftaktveranstaltung zur Kampagne „Freiheit ist unser System. Gemeinsam für die Wissenschaft“, einer Initiative der Allianz der Wissenschaftsorganisationen in Deutschland, dar. Der Jenaer Historiker Norbert Frei wird die Eröffnungsrede „On Academic Freedom“ halten.

Zeit und Ort:
18. – 19. März 2019, Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, 10178 Berlin

Zur Konferenzeröffnung am 18. März sprechen ab 14 Uhr:

  • Prof. Dr. Hans-Christian Pape, Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung;
  • Anne-Marie Descôtes, Botschafterin Frankreichs in Deutschland, und Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, mit einem deutsch-französischen Positionspapier zur Freiheit der Wissenschaft
  • Eröffnungsrede: Prof. Dr. Norbert Frei, „On Academic Freedom”

Das Programm zum Kongress finden Sie hier.

Die Konferenz richtet sich vornehmlich an gefährdete Forscher, die ihre Heimatländer aufgrund von Krieg oder Verfolgung verlassen mussten, im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative oder vergleichbaren Programmen vorübergehend in Deutschland aufgenommen wurden, und die nun die weitere Karriere- und Berufsplanung in Angriff nehmen wollen. Neben Workshops für Forscher im Exil stehen am zweiten Tag Vorträge zur Lage der Forschungsfreiheit in unterschiedlichen Regionen der Welt im Mittelpunkt. Die Konferenz bietet den geflüchteten Forschern und Vertretern ihrer gastgebenden Einrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, sich durch das Programm und im persönlichen Kontakt mit Experten der wichtigsten deutschen Wissenschaftsorganisationen einen Überblick über Stipendien und Karrieremöglichkeiten zu verschaffen. Aber auch Unterstützer der gefährdeten Forscher an deutschen Institutionen sowie Partnerorganisationen aus dem Ausland erhalten hier die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen. Akkreditierungen sind bis Freitag, 15. März 2019, mit einer Kopie des Presseausweises möglich unter:
avh-psi(at)con-gressa.de. Gerne vermitteln wir Interviews vor Ort, können aber aufgrund der persönlichen Situation der Forscher nicht garantiert werden. Bitte äußern Sie Interviewwünsche, wenn möglich, vorab. Wenden Sie sich hierfür bitte ebenfalls an avh-psi(at)con-gressa.de oder telefonisch unter (030) 2849-3845.

Die Veranstaltung ist der Auftakt zur Initiative „Freiheit ist unser System. Gemeinsam für die Wissenschaft“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen in Deutschland. Bis zum September dieses Jahres soll in einer Reihe von Veranstaltungen, Reden, Debatten und Meinungsbeiträgen ein Zeichen für die Freiheit in Forschung und Lehre und gegen Einschränkungen und Einflussnahme gesetzt werden. Dabei soll die Bedeutung von Bildung und Wissenschaft für eine offene, sich im Wandel befindende Gesellschaft thematisiert werden. Die Allianz ist ein Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland. Mitglieder der Allianz sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft  und der Wissenschaftsrat.

Die Philipp Schwartz-Initiative der Alexander Humboldt-Stiftung ermöglicht es geflohenen Forscherinnen und Forschern, an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen Fuß zu fassen. Die Wissenschaftler waren gezwungen aufgrund von Krieg, Repression oder Verfolgung ihre Heimatländer zu verlassen.  Insgesamt wurden im Zuge der Initiative bis dato 162 gefährdeten Forscherinnen und Forschern Philipp Schwartz-Stipendien zugesprochen. Bislang haben davon 134 Wissenschaftler (Stand März 2019) ihre Förderung in Deutschland angetreten. Die Initiative vergibt Fördermittel an deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen, mit denen diese ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwei Jahre lang finanzieren können. Die Humboldt-Stiftung hat das Programm gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und mit Unterstützung privater Stiftungen ins Leben gerufen. Nähere Informationen: http://www.humboldt-foundation.de/web/philipp-schwartz-initiative.html

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 29.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

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