6. Juni 2019, Nr. 11/2019

Neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt

Drei Wissenschaftler aus dem Ausland sollen 2020 den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erhalten und nach Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wechseln.

Ein Neurowissenschaftler, ein Mathematiker und ein Sprachwissenschaftler wurden für Deutschlands höchstdotierten internationalen Forschungspreis ausgewählt. Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Mit ihr werden weltweit führende und bislang im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen ausgezeichnet. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Die neu Ausgewählten forschen derzeit in Österreich, den USA und im Vereinigten Königreich. Das Preisgeld ist für ihre ersten fünf Jahre Forschung in Deutschland bestimmt. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Die neuen Preisträger wurden aus insgesamt neun nominierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Australien, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, den USA und dem Vereinigten Königreich ausgewählt. Sie treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis vorgeschlagen haben. Nehmen die Wissenschaftler die Humboldt-Professur an, wird ihnen der Preis im Mai 2020 verliehen.

  • Der Neurowissenschaftler Peter Dayan wurde von der Eberhard Karls Universität Tübingen und dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik vorgeschlagen. Zum Zeitpunkt der Nominierung forschte er am University College London im Vereinigten Königreich.
  • Der Mathematiker Philipp Grohs von der Universität Wien wurde von der RWTH Aachen nominiert.
  • Der Linguist Francisco Moreno-Fernández, derzeit an der Harvard University, USA, wurde von der Universität Heidelberg nominiert.

Außerdem wurde die Immunologin Galit Alter für eine Humboldt-Professur ausgewählt, wird sie aber nicht antreten.

Die Humboldt-Professur eröffnet deutschen Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Der Preis beinhaltet zugleich die Verpflichtung, den neuen Humboldt-Professoren eine langfristige Perspektive für ihre Forschungen in Deutschland zu bieten. Bislang wurden insgesamt 77 Wissenschaftler, darunter 15 Frauen, auf eine Humboldt-Professur berufen, um mit dem Preis aus dem Ausland nach Deutschland zu wechseln.

Weitere Informationen, Bilder und Video-Porträts über die aktuellen und künftigen Preisträger finden Sie unter www.humboldt-professur.de.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 29.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

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