Strategische Ausrichtung

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist einzigartig, weil sie die individuelle Förderung herausragend qualifizierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit deren lebenslanger Einbindung in ein weltweit operierendes Exzellenznetzwerk vereint. Diese "Humboldt-Familie" verbindet Leistungseliten weltweit mit Deutschland.

 Die Prinzipien

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

  • fördert Spitzenleistungen in der Forschung: Wichtigstes Auswahlkriterium ist der Nachweis hoher individueller Qualifikation. Die Stiftung fördert die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bzw. Nachwuchsführungskräfte unabhängig von regionaler Herkunft oder fachlicher Ausrichtung.
  • fördert Personen: Fortschritte in der Wissenschaft hängen auch heute von der Qualifikation und vor allem dem Pioniergeist einzelner Persönlichkeiten ab. Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert deshalb Personen und keine Projekte. Sie unterstützt sie gleichwohl auch darin, sich in Teams und Forschungsverbünde einzubringen, wie sie zur Erreichung vieler Ziele wichtig sind.
  • fördert Kreativität durch Eigenständigkeit und Freizügigkeit: Die von der Humboldt-Stiftung Geförderten sind in der Wahl ihrer Forschungsthemen, ihrer wissenschaftlichen Gastgeber sowie ihrer wissenschaftlichen Vorgehensweise frei.
  • fördert ein (wissenschaftliches) Leben lang: Mit vielfältigen Förderinstrumenten ermöglicht sie es den Humboldtianern, nach der Rückkehr in ihr Heimatland den Kontakt zu Deutschland und die Zusammenarbeit mit ihren Fachkollegen aufrecht zu erhalten.
  • ist unabhängig: Die Auswahl folgt dem Prinzip der Selbstverwaltung der Wissenschaft: Gremien, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller akademischen Disziplinen vertreten sind, entscheiden unabhängig und ausschließlich nach den Maßstäben wissenschaftlicher Qualität darüber, wer gefördert wird.
  • ist neutral: Die Auswahl der Geförderten erfolgt unabhängig von Religion, ethnischer und sozialer Herkunft, nationaler Zugehörigkeit oder Geschlecht. Die Stiftung ist frei von weltanschaulichen oder kommerziell definierten Vorgaben.
  • ist flexibel und persönlich: Die Stiftung reagiert flexibel auf individuelle Bedürfnisse. Der persönliche Kontakt zu den ausländischen Gästen und ihren Familien ist für die Arbeit der Stiftung konstitutiv.
  • ist innovativ: Im beständigen Dialog mit ihren Partnern im In- und Ausland identifiziert sie neue Herausforderungen an die wissenschaftliche und kulturpolitische Zusammenarbeit, sie entwickelt Lösungsvorschläge, die sie mit Unterstützung verschiedener Zuwendungsgeber umsetzt.
  • arbeitet professionell: Das Vertrauen, das die staatlichen Zuwendungsgeber und private Förderer der Stiftung entgegenbringen, resultiert aus einem professionellen Management. Die Geschäftsstelle folgt dem Gebot, die ihr anvertrauten Fördermittel sparsam, wirtschaftlich, rechtskonform sowie wirkungsorientiert einzusetzen, ohne deshalb auf eine wissenschaftsadäquate Flexibilität zu verzichten.
 Die Wirkung

Von der Förderung durch die Alexander von Humboldt-Stiftung profitieren sowohl die Humboldtianer individuell als auch Wissenschaft und Gesellschaft in Deutschland und weltweit:

  • Internationalisierung stärkt den Wissenschaftsstandort Deutschland
    Durch ihre Reputation und ihre auf ein enges Exzellenzsegment zugeschnittenen Förderinstrumente macht die Stiftung Deutschland für die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland attraktiv – sei es für einen zeitlich begrenzten Aufenthalt oder als einen dauerhaften Lebensmittelpunkt. In beiden Fällen wird die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Forschung gestärkt wie auch ihre internationale Sichtbarkeit erhöht. Durch das Netzwerk der Alexander von Humboldt-Stiftung werden deutsche Forschungsinstitute mit den Leistungszentren der Wissenschaft im Ausland verbunden.
  • Lebenslange Verbindungen vernetzen Deutschland in der globalisierten Welt
    Von ihrem Gastaufenthalt nehmen die Geförderten fast immer ein positives Deutschlandbild mit, das weit über die Wissenschaft hinaus wirkt: von wirtschaftlichen Kooperationen bis hin zum Rechtsstaatsdialog. In Deutschland dauerhaft bleibende Humboldtianer bringen ihr eigenes internationales Netzwerk in ihre Kooperationen ein.
  • Das Verständnis zwischen Kulturen und Ländern wächst
    In der Arbeit der Stiftung geht es nie nur um Wissenschaft. Die Lerngemeinschaften von deutschen und ausländischen Wissenseliten wirken fort, auch weil Humboldtianer oft zentrale Positionen in anderen gesellschaftlichen Bereichen als denen der Wissenschaft einnehmen.
  • Nachhaltige Entwicklung in wirtschaftlich schwächeren Staaten fördert eine friedlichere Welt
    Durch eine entwicklungsrelevante Forschungserfahrung nehmen Humboldtianerinnen und Humboldtianer aus Entwicklungs- und Schwellenländern wichtige Impulse in ihre Heimatländer mit. Als Lehrende geben sie diese Impulse an viele weiter, die dann auf wissenschaftlicher Basis am Ausbau einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft, einer ressourcenschonenden Politik und einer freiheitlichen Gesellschaft mitwirken können.
 Die zentralen Herausforderungen
  • Dauerhafter Erhalt der Attraktivität der Stipendien- und Preisprogramme
  • Konsequente Weiterentwicklung des Humboldt-Netzwerks und stärkere Nutzung seines Potenzials
  • Stärkung von Deutschland und Europa im Wettbewerb der Forschungsmärkte durch Sichtbarkeit und Willkommenskultur
Die angemessene Einbeziehung von Wissenschaftlerinnen in die Programme und Initiativen ist Teil aller Zielvorstellungen.