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Mehr Unterstützung für gefährdete Wissenschaftler

Die Humboldt-Stiftung hat ihr Programm für verfolgte Forscherinnen und Forscher ausgebaut. In der dritten Runde der Philipp Schwartz-Initiative wurden im Sommer 41 weitere Hochschulen und Forschungseinrichtungen ausgewählt, um mithilfe der Initiative gefährdete ausländische Wissenschaftler bei sich aufzunehmen.

Nachrichten aus der Stiftung 

Vergeben werden Fördermittel für insgesamt 56 Forscher, die Schutz in Deutschland suchen, weil ihnen in ihren Heimatländern Krieg oder Verfolgung drohen. Sie forschen seit August 2017 für zwei Jahre als Philipp Schwartz-Stipendiaten an den ausgewählten Einrichtungen. Damit verdoppelt sich die Zahl der Geförderten nahezu: Bislang unterstützt die Philipp Schwartz-Initiative 68 Stipendiaten. Mit der neuen Auswahlrunde werden es mehr als 120 sein. Ihre Hauptherkunftsländer sind die Türkei, Syrien, Irak und der Jemen.

Möglich ist der Ausbau des Programms dank der Unterstützung der deutschen Politik sowie privater Stiftungen. Die Finanzierung durch das Auswärtige Amt wird durch Zuwendungen der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Fritz Thyssen Stiftung, der Gerda Henkel Stiftung, der Klaus Tschira Stiftung, der Robert Bosch Stiftung,des Stifterverbands und der Stiftung Mercator ergänzt. Zuletzt stellte die amerikanische Andrew W. Mellon Foundation eine Spende in Höhe von 1,05 Millionen US-Dollar zur Verfügung, mit der bereits in der dritten Runde zusätzliche Stipendien an Forscher aus den Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben werden konnten. Die Stiftung strebt an, das Programm auch über die dritte Runde hinaus fortzusetzen.

Weitere Informationen zur Initiative, den Partnern sowie zum Namensgeber: www.philipp-schwartz-initiative.de.

 

aus Humboldt Kosmos 107/2017

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