16. Dezember 2008, Nr. 35/2008

Humboldt-Forschungspreisträger Steven Chu ist designierter US-Energieminister

Barack Obama beruft den Physiker und Fachmann für erneuerbare Energien in sein Kabinett

Der künftige US-Präsident Barack Obama hat den Physiker Steven Chu als designierten Energieminister in sein Kabinett berufen. Chu gilt als Experte und Antreiber für die Nutzung erneuerbarer Energien. 1994 hatte er den Humboldt-Forschungspreis bekommen und mit Unterstützung der Alexander von Humboldt-Stiftung 1996 für mehrere Monate am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching geforscht. Sein Gastgeber dort war der deutsche Physiknobelpreisträger Theodor Hänsch, dessen Nachfolge Chu 1987 an der Stanford University in Kalifornien angetreten hatte und der ebenfalls Forschungspreisträger der Humboldt-Stiftung ist. Chu war seinerseits Gastgeber für deutsche Nachwuchswissenschaftler, die als Feodor Lynen-Forschungsstipendiaten der Stiftung an seinem Institut forschten.

Chu erhielt drei Jahre nach dem Humboldt-Forschungspreis den Nobelpreis für Physik. Seit 2004 leitet er das Lawrence Berkeley National Laboratory in Berkeley, Kalifornien. Der 60-Jährige ist führend auf dem Gebiet der Energieforschung und treibende Kraft hinter viel beachteten Studien und Forderungen nach einem Strategiewechsel in der amerikanischen Energiepolitik und dem vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien.

"Wir freuen uns sehr und gratulieren Steven Chu zu diesem einflussreichen Amt. Seine Berufung ist ein Signal für den Willen der neuen US-Regierung, erneuerbare Energien zu fördern und hierbei auf die Expertise der Forschung zu setzen", sagte der Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, Dr. Georg Schütte.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.800 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit rund 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern - unter ihnen 40 Nobelpreisträger.

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