12. Mai 2015, Nr. 10/2015

Humboldt-Professur holt internationale Forscherstars nach Deutschland

Bundesforschungsministerin Wanka und der Präsident der Humboldt-Stiftung Schwarz verleihen die Alexander von Humboldt-Professuren.

Vier Spitzenwissenschaftlerinnen und ein Spitzenwissenschaftler aus dem Ausland sind am Dienstagabend in Berlin mit dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands ausgezeichnet worden, der Alexander von Humboldt-Professur. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und der Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz überreichten die Preise an Elisabeth Décultot, Harald Helfgott, Sharon Macdonald, Karen Radner und Marja Timmermans während einer Festveranstaltung in Berlin. Die Preisträger wurden von deutschen Universitäten nominiert und werden nun in Halle, Göttingen, Berlin, München und Tübingen forschen. Die Auszeichnung ist mit je fünf Millionen Euro für experimentell und je dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler dotiert.

Hochschulen in ganz Deutschland können offensichtlich mit den weltweit besten Adressen für Forscher mithalten – nicht nur in den Metropolen München und Berlin“, sagte der Präsident der Stiftung, Helmut Schwarz. „Dabei gelingt es immer besser, auch exzellente Forscherinnen für die Humboldt-Professur zu gewinnen“, betonte er. Dies sei vor allem ein Verdienst der Universitäten: „Die Hochschulen nehmen bei ihren Nominierungen für den Preis erfreulicherweise zunehmend auch die Spitzenwissenschaftlerinnen in den Blick, mit Erfolg, wie die heutige Verleihung zeigt“, sagte Schwarz. „Wir können die Universitäten nur ermutigen, dies fortzusetzen.

Mit der Vergabe der Humboldt-Professuren geben wir Freiräume für wissenschaftliche Höchstleistungen und weithin sichtbare Impulse für innovative Hochschulkonzepte“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „In diesem Jahr demonstrieren die Preisträgerinnen und der Preisträger eindrücklich, wie vielfältig die Spitzenforschung von der Altorientalistik bis zur molekularen Genetik ist. Sie werden unsere Wissenschaftslandschaft bereichern. Deutschland ist für internationale Spitzenforscher ein exzellenter Ort zum Forschen.

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung jährlich bis zu zehn weltweit führende, im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidaten sind die Konzepte der Hochschulen entscheidend, die den Forschern und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen. Die Auszeichnung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Die Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick:
  • Elisabeth Décultot, Literaturwissenschaft, wechselt vom Centre National de la Recherche Scientifique Paris an die Universität Halle-Wittenberg
  • Harald Helfgott, Reine Mathematik, kommt vom Centre National de la Recherche Scientifique Paris an die Universität Göttingen
  • Sharon Macdonald, Ethnologie / Museumswissenschaft, wechselt von der University of York, Großbritannien, an die Humboldt-Universität zu Berlin, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und das Berliner Museum für Naturkunde
  • Karen Radner, Altorientalistik, kommt vom University College London an die Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Marja Timmermans, Molekulare Genetik, kommt vom Cold Spring Harbor Laboratory, USA, an die Universität Tübingen

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 26.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 51 Nobelpreisträger.

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