10. Juni 2009, Nr. 23/2009

Zwei weitere Humboldt-Professoren ausgewählt

Psychologe und Membranforscher erhalten mit 5 Millionen Euro dotierten Forschungspreis

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat die nächsten Alexander von Humboldt-Professoren des Jahres 2009 ausgewählt. Der Psychologe Jürgen Margraf und der Membranforscher Matthias Wessling erhalten den mit bis zu fünf Millionen Euro dotierten internationalen Preis für Forschung in Deutschland, der aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert wird.

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre in Deutschland bestimmt. Den Hochschulen eröffnet der Preis die Chance, internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten sowie ihr Profil zu schärfen.

Die beiden ausgewählten Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominierten:

  • Der Psychologe Jürgen Margraf (52) von der Universität Basel soll künftig an der Universität Bochum forschen. Er ist ein Experte auf dem Gebiet der Panik- und Angststörungen.
  • Der Membranforscher Matthias Wessling (46), der zurzeit an der Universität Twente in den Niederlanden im Fach Chemische Verfahrenstechnik forscht, soll künftig an der Technischen Hochschule Aachen arbeiten.

„Mit Jürgen Margraf und Matthias Wessling wurden zwei Forscher ausgewählt, die innovative Theorie mit zukunftsträchtiger Anwendung verbinden. Der eine auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit, der andere im Bereich Umwelt und Energie. In Bochum und Aachen finden sie jeweils ein ideales Umfeld für weiterhin hochproduktive Forschung“, sagte Professor Helmut Schwarz, der Präsident der Humboldt-Stiftung.

„Die Alexander von Humboldt-Professur macht deutlich: In Deutschland gibt es ein gutes Klima für Forschung. Wir sind daran interessiert, uns mit den Besten weltweit zu messen. Ich freue mich sehr, dass wir zwei weitere herausragende Forscher aus so unterschiedlichen Disziplinen gewinnen konnten. Dank des strategischen Gesamtkonzeptes der Humboldt-Professur können wir ihnen eine langfristige Perspektive bieten“, sagte Bundesforschungsministerin Professor Annette Schavan am Mittwoch in Berlin.

Der Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung hatte über zwölf Anträge zu entscheiden. Nominiert waren eine Frau und elf Männer, darunter sechs Deutsche. Von den zwölf Kandidaten arbeiten derzeit sieben in den USA, zwei in den Niederlanden und je einer in Frankreich, Großbritannien sowie in der Schweiz. Sieben Nominierungen kamen aus den Naturwissenschaften, drei aus den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie zwei aus den Ingenieurwissenschaften.

Anfang des Jahres waren bereits die ersten vier Preisträger für das Jahr 2009 ausgewählt worden. Im Oktober wird die Stiftung die letzten der insgesamt bis zu zehn Preisträger des Jahres 2009 auswählen.

Aus dem Auswahljahr 2008 hatten insgesamt acht Forscher ihre Berufungsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.900 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit rund 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern - unter ihnen 41 Nobelpreisträger.

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