11. Juni 2015

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kündigt bei der Jahrestagung der Humboldt-Stiftung Initiative für bedrohte Wissenschaftler an

Außenmister Steinmeier sprach in Berlin zur Eröffnung der Jahrestagung der Humboldt-Stiftung zu über 600 Stipendiaten der Stiftung und würdigte die Rolle von Wissenschaftlern in aktuellen Konflikten. Aus politischen Gründen gefährdete Wissenschaftler aus aller Welt sollen aus Deutschland künftig mehr Unterstützung erhalten, etwa durch Stipendien. Die Humboldt-Stiftung solle bei der hierzu geplanten Initiative eine führende Rolle spielen.

Noch immer gehörten Flucht und Vertreibung zu den größten Problemen unserer Zeit, betonte Steinmeier. Weltweit seien 51 Millionen Menschen auf der Flucht und suchten Schutz vor Krieg und Gewalt, aber auch vor Verfolgung und Repression. „Gerade Wissenschaftler, Studenten und Intellektuelle, die offen und mutig ihre Meinung äußern, stehen dabei in der Schusslinie. Nur zu oft ist es die akademische Arbeit dieser Menschen selbst, ihr Mut und ihre Forschheit, die skrupellosen Machthabern Angst macht. Und sie deshalb zur Zielscheibe staatlicher Gewalt werden lässt“, sagte Steinmeier. Gleichzeitig seien es gerade diese engagierten Menschen, die für den Aufbau und die Entwicklung ihres Landes entscheidend sind.

Die Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung bringt internationale Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Ländern und Fachgebieten zusammen, die derzeit mit einem Stipendium der Humboldt-Stiftung an deutschen Hochschulen zu Gast sind. Im Zentrum stehen die Begegnung und der Austausch der Humboldtianer, die zur Jahrestagung auch ihre Partner und Kinder mitbringen.

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