Humboldt-Alumni-Preise 2015 verliehen – nächste Ausschreibungsrunde läuft

Die Auszeichnung für die besten Netzwerkinitiativen von Humboldtianern geht in diesem Jahr nach Bulgarien, Nigeria, Polen, die Ukraine und die USA. Bewerbungen für den Humboldt-Alumni-Preis 2016 sind noch bis zum 30. November 2015 möglich.

Die Humboldt-Alumni-Preisträger 2015
Foto: Humboldt-Stiftung/David Ausserhofer

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat im Rahmen ihrer Jahrestagung am 10. Juni zum siebten Mal die Humboldt-Alumni-Preise vergeben. Der Preis geht in diesem Jahr an Humboldtianerinnen und Humboldtianer aus Bulgarien, Nigeria, Polen, der Ukraine und den USA. Mit dem Humboldt-Alumni-Preis zeichnet die Stiftung Initiativen aus ihrem Netzwerk aus, die zur Vertiefung der akademischen und kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland und den Heimatländern der ausgezeichneten Alumni sowie zur Stärkung der Alumni-Netzwerke in diesen Ländern beitragen. Die folgenden Initiativen wurden in diesem Jahr prämiert:

  • Mit seiner Netzwerkinitiative „Humboldt Astroinformatics Networking“ möchte Milcho Kirilov Tsvetkov aus Bulgarien Forschende des Fachbereichs Astroinformatik aus seinem Heimatland und den benachbarten Balkanstaaten sowie aus Armenien, Deutschland und der Ukraine zusammenbringen. Innerhalb des Netzwerks sollen fachspezifische Computeranwendungen entwickelt, Daten und Ideen zur innovativen Nutzung der Informationstechnologie ausgetauscht sowie internationale wissenschaftliche Kooperationen initiiert werden.
  • Der Nigerianer Oluyemi Akinloye plant in seinem Heimatland den Aufbau eines Netzwerks für Hochschulmanager. Ziel seiner Initiative „Humboldtians Education Managers‘ Network“ ist es, den Erfahrungsaustausch innerhalb des Netzwerks zu optimieren und die Nutzung der vorhandenen Forschungsinfrastruktur effizienter zu gestalten.
  • Der polnische Gräzist Przemyslaw Marciniak möchte im Rahmen seines Projekts „Byzantine Reception Network” ein Netzwerk zur Rezeption der byzantinischen Kultur aufbauen. Innerhalb des Netzwerks soll vor allem ein wissenschaftlicher Austausch zu der historiografischen Tradition von Byzanz sowie dessen Einfluss auf Literatur, Theater und Populärkultur der Moderne stattfinden.
  • Die Mathematikerin Alexandra V. Antoniouk aus der Ukraine organisiert zusammen mit ihrer französischen Kollegin Sylvie Paycha die Ausstellung „Women-Humboldtians in Mathematics around Europe. A gallery of portraits”. Die Ausstellung wird in zehn europäischen Städten zu sehen sein und zeigt wissenschaftliche Porträts von dreizehn erfolgreichen Mathematikerinnen. Im Rahmen der jeweiligen Ausstellung sind Vorträge, Diskussionen und Workshops geplant. Die Initiative soll die Vernetzung und den Austausch unter allen Teilnehmenden fördern.
  • Judith Giordan aus den USA strebt mit ihrer Netzwerkinitiative „Women in Innovation” die Vernetzung von Wissenschaftlerinnen an. Dabei möchte sie Erfahrungen von Humboldtianerinnen als erfolgreiche Innovatorinnen, Impulsgeberinnen und Forscherinnen mithilfe einer Online-Umfrage analysieren. In einem globalen Online-Netzwerk sollen die Ergebnisse dann zugänglich gemacht und ein Forum zum Austausch und zur Entwicklung und Realisierung neuer innovativer Ideen explizit von Frauen für Frauen geschaffen werden.

Die nächste Ausschreibungsrunde ist bereits eröffnet: Für den Humboldt-Alumni-Preis 2016 können sich Alumni der Stiftung noch bis zum 30. November 2015 bewerben. Das Preisgeld von je bis zu 25.000 Euro zur Unterstützung des Humboldtianer-Engagements vor Ort wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

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