10. Februar 2017

UN-Tag: Wissenschaft braucht Frauen!

Der 11. Februar ist UN-Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft – Humboldt Stiftung setzt sich für Chancengleichheit ein

Der Frauenanteil in der Wissenschaft liegt weltweit bei weniger als einem Drittel. Mit dem „Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ wollen die Vereinten Nationen darauf aufmerksam machen, wie wichtig ist es ist, Forscherinnen auf allen Karrierestufen zu fördern. „Die Welt braucht Wissenschaft und Wissenschaft braucht Frauen“, sagt Irina Bokova, Generaldirektorin der UNESCO: „Die Menschheit kann sich nicht leisten, die Hälfte ihres kreativen Potentials nicht zu nutzen.“

Humboldt Stiftung begrüßt Bewerbungen und Nominierungen von Wissenschaftlerinnen

Die Alexander von Humboldt- Stiftung setzt sich mit Nachdruck für die Chancengleichheit in der Wissenschaft ein und begrüßt die Bewerbungen und Nominierungen von hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen für ihre Programme ausdrücklich: „Wir wollen die vielversprechendsten Talente weltweit gewinnen – unabhängig von ihrem Geschlecht. Bereits heute sind viele Forscherinnen Teil unseres Netzwerks, deren Leistungen beispielhaft für die exzellente wissenschaftliche Arbeit von Frauen sind“, betont Ulrike Albrecht, Leiterin der Abteilung Strategie und Außenbeziehungen der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Forscherinnen im Humboldt-Netzwerk (von oben links nach rechts unten): Francine Ntoumi, Georg Forster-Forschungspreisträgerin, Nowsheen Goonoo, Georg Forster-Forschungsstipendiatin, Judith Pfeiffer, Alexander von Humboldt-Professorin, Tiffany Knight, Alexander von Humboldt-Professorin

Exzellente Forscherinnen im Humboldt-Netzwerk

So wurden im Jahr 2016 mit der Ökologin Tiffany Knight, der Judaistin Katrin Kogman-Appel und der Islamwissenschaftlerin Judith Pfeiffer drei herausragende Forscherinnen mit einer mit fünf Millionen Euro dotierten Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet. In den Jahren 2015 und 2016 lag der Frauenanteil bei den verliehenen Alexander von Humboldt-Professuren bei 58 Prozent. Auch in den anderen Preisprogrammen der Humboldt-Stiftung werden hervorragende Wissenschaftlerinnen geehrt und Nachwuchsforscherinnen in den Stipendienprogrammen gefördert.

Gastgeberinnen für internationale Forschungsteams

„Auch wir beobachten aber, dass Frauen besonders auf den anspruchsvollen Ebenen des Wissenschaftssystems nach wie vor unterrepräsentiert sind“, sagt Ulrike Albrecht. Der Frauenanteil in den wissenschaftlichen Förder- und Preisprogrammen der Humboldt-Stiftung liegt insgesamt bei rund 30 Prozent und damit etwa im Durchschnitt der deutschen Forschungslandschaft. „Die aktuellen Entwicklungen auf diesem Gebiet beobachten wir sehr sorgfältig, um unser eigenes Förderangebot fortlaufend zu optimieren und den Anteil der von uns geförderten Frauen weiter zu erhöhen“, so Albrecht. Die Humboldt-Stiftung ermutigt zudem Wissenschaftlerinnen in Deutschland, als Gastgeberinnen ihre Forschungsteams zu internationalisieren.

28 Prozent der Wissenschaftler in Deutschland sind Frauen

Den diesjährigen „Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ begehen die Vereinten Nationen unter anderem mit einer Ausstellung, Workshops und Tagungen in Paris und New York. Um genauer über den Anteil von Frauen in der Wissenschaft zu informieren, haben die UN zudem die interaktive Webplattform „Women in Science“ geschaffen, in der man Frauenanteile in der Wissenschaft für verschiedene Länder, Fachrichtungen und Karrierestufen abrufen kann. Bei den Bachelor Studenten zeigt sie für Deutschland einen Frauenanteil von 45 Prozent, der auf 28 Prozent bei den Wissenschaftlern sinkt. Mit diesem Wert liegt Deutschland weltweit im Durchschnitt.

Fotos (von oben links nach rechts unten):
David Matthiessen, Martin Steffen, Wolfgang Hemmann, Wolfgang Hemmann

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