Zehn Jahre deutsch-chinesische Frontiers of Research-Symposien 

Was haben Darmbakterien mit unserem Verhalten zu tun? Oder wie wichtig sind Präzisionsmessungen in der Astrophysik? Diese und viele weitere Fragen diskutierten Forscherinnen und Forscher bei der Jubiläumsveranstaltung.

Das diesjährige Treffen markierte das zehnjährige Jubiläum der Sino-German Frontiers of Science Symposien. Die Alexander von Humboldt-Stiftung organisiert die Symposien gemeinsam mit der Chinese Academy of Sciences für herausragende Nachwuchswissenschaftler beider Länder. Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung des Humboldtianers und damaligen Präsidenten der Chinese Academy of Sciences Lu Yong-Xiang sowie des damaligen Generalsekretärs der Humboldt-Stiftung Georg Schütte wurde im Jahr 2006 der Grundstein für die erfolgreiche, langjährige Zusammenarbeit gelegt. Im Jahr 2008 fand das erste Symposium in Peking statt; seither wird die Veranstaltung im jährlichen Wechsel an verschiedenen Orten in Deutschland und China abgehalten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 10. Sino-German Frontiers of Science Symposium 2017 in Potsdam
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 10. Sino-German Frontiers of Science Symposiums 2017 in Potsdam
Foto: Alexander von Humboldt-Stiftung

Von Astrophysik bis Medizin

Insgesamt 60 hochaktuelle und zukunftsweisende Forschungsthemen aus der großen Bandbreite der naturwissenschaftlichen Disziplinen – von Biologie, Chemie, (Astro-)Physik über die Geowissenschaften und angewandte Mathematik bis zur Medizin und den Neurowissenschaften – standen in den vergangenen Jahren auf dem Konferenzprogramm. Fast 550 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben gemeinsam über spannende und hochaktuelle Forschungsfragen diskutiert, konstruktiv gestritten und Lösungen gefunden.

Nachhaltige Vernetzung

Die Symposien zielen auf Nachhaltigkeit in der Vernetzung von chinesischer und deutscher Wissenschaftslandschaft ab: Für das Frontiers of Research-Portfolio wurde eigens das Programm CONNECT entwickelt, das weitere Kontakte nach den Konferenzen unterstützt. So konnte die Humboldt-Stiftung bereits einige deutsch-chinesische Kooperationen fördern.

Botschaft betont Wert des Wissenschaftsaustauschs

Zum zehnjährigen Jubiläum war der Erste Botschaftssekretär der Bildungsabteilung der chinesischen Botschaft, Fang Qiang, gekommen, um den Stellenwert der Sino-German Frontiers of Science Symposien für den chinesisch-deutschen Wissenschaftsaustausch zu würdigen und die Konferenz gemeinsam mit der der Leiterin der Abteilung Strategie und Außenbeziehungen der Humboldt-Stiftung, Ulrike Albrecht, am Donnerstagabend mit einem feierlichen Welcome Dinner zu eröffnen. Neben dem wissenschaftlichen Programm bot die Stadt Potsdam der Gruppe einen eindrucksvollen Rahmen, um nicht nur in die Welt der Naturwissenschaften, sondern auch in historische und gegenwärtige Stadtwelten einzutauchen. 

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