Ein Ständchen für die Kanzlerin 

Junge Führungskräfte aus Brasilien, China, Indien, Russland und den USA trafen zum Abschluss ihres Stipendienjahres in Deutschland Angela Merkel im Kanzleramt in Berlin. 

Ein Treffen mit der Kanzlerin leitet alljährlich den Abschluss des Deutschlandaufenthaltes der Bundeskanzler-Stipendiatinnen und –Stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung ein. Mit diesem Programm unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin fördert die Humboldt-Stiftung Nachwuchsführungskräfte aus Brasilien, China, Indien, Russland und den USA. Der Abschlussbesuch fand in diesem Jahr am Tag nach dem Geburtstag von Angela Merkel statt. Die Stipendiaten ließen sich eine persönliche Gratulation nicht nehmen, und so begrüßte ein internationaler Chor mit Mitgliedern aus fünf Ländern sie mit einem Geburtstagsständchen – auf Deutsch natürlich. „Die Überraschung ist gelungen“, so die Bundeskanzlerin. 

Die Bundeskanzler-Stipendiatinnen und -Stipendiaten zu Gast bei Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. Juli 2017 in Berlin
Die Bundeskanzler-Stipendiatinnen und -Stipendiaten zu Gast bei Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. Juli 2017 in Berlin
Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann

Junge Führungskräfte berichten über Erfahrungen in Deutschland

Nicht nur Singen, auch ernsthafte politische Diskussionen standen auf dem Programm: Im Bundeskanzleramt gab Christoph Heusgen, Außen- und Sicherheitspolitischer Berater der Bundeskanzlerin, Einblicke in die deutsche Außenpolitik. Bei der anschließenden Gesprächsrunde im Auswärtigen Amt zeigten die Beauftragte für Außenwissenschaftspolitik, Deutschlandkommunikation und den Dialog zwischen den Kulturen Heidrun Tempel und Rüdiger Wolfrum, Geschäftsführer der Max-Planck-Stiftung für Internationalen Frieden und Rechtsstaatlichkeit, reges Interesse an den Erfahrungen der Stipendiaten in Deutschland. Diese nutzten die Gelegenheit ihre Erlebnisse zu teilen, aber auch, um ihrerseits Fragen zu stellen. Das Themenspektrum reichte von Medien, Architektur und Integration von Flüchtlingen bis hin zu Deutschland und Europa im aktuellen Wahljahr.

Ein Abendessen im Internationalen Club des Auswärtigen Amtes mit Vertretern aus Botschaften und Ministerien sowie die Verleihung der Stipendienurkunden durch den Präsidenten der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz bildeten den festlichen Abschluss der letzten gemeinsamen Veranstaltung aller aktuellen Stipendiaten.

Neuer Jahrgang begann im Juli mit Deutschkurs

Der neue Jahrgang mit Bundeskanzler-Stipendiatinnen und -Stipendiaten wurde bereits ausgewählt. Im Juli sind die insgesamt 42 angehenden Führungskräfte nach Deutschland gekommen – und lernen erst einmal intensiv Deutsch. Im Oktober startet das neue Stipendienjahr dann offiziell mit einem Einführungsseminar, in dem die Nachwuchstalente einen umfassenden Einblick in die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Verhältnisse Deutschlands bekommen. Zudem beschäftigen sie sich mit interkulturellen Herausforderungen sowie bi- und multilateralen Beziehungen.

Arbeiten am selbst gewählten Projekt

Im Bundeskanzler-Stipendienprogramm werden jedes Jahr jeweils bis zu zehn Stipendien an Nachwuchsführungskräfte aus den USA, Russland, China, Brasilien und Indien vergeben. Finanziert werden die Bundeskanzler-Stipendien aus Mitteln des Auswärtigen Amtes. Im Rahmen eines einjährigen Aufenthaltes in Deutschland führen die Bundeskanzler-Stipendiatinnen und -Stipendiaten in Kooperation mit Fachkollegen an einer deutschen Gastinstitution ein selbst gewähltes Projektvorhaben durch. Bewerbungen für Bundeskanzler-Stipendien 2018/2019 können bis zum 15. September 2017 eingereicht werden.

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