6. Oktober 2017

Ehrendoktorwürde für Helmut Schwarz in Argentinien

Der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung erhielt die Ehrendoktorwürde der Universidad Nacional de Córdoba und würdigte das Humboldt-Netzwerk bei seiner Reise nach Argentinien.

Am 27. September 2017 zeichnete die Universidad Nacional de Córdoba (UNC) in Argentinien den Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung und Professor an der TU Berlin, Helmut Schwarz, mit der Ehrendoktorwürde aus. Die älteste Universität Argentiniens, von der 1918 die „Reforma Universitaria“, eine wichtige demokratische Reformbewegung in Südamerika, ausging, folgte damit einem Vorschlag ihrer Fakultät für Chemiewissenschaften. Helmut Schwarz wurde in Anerkennung seiner grundlegenden wissenschaftlichen Leistungen und Beiträge auf dem Gebiet der Chemie geehrt.

Helmut Schwarz (links) und Ramón Pedro Yanzi Ferreira, Vizerektor der Universidad Nacional de Córdoba
Helmut Schwarz (links) und Ramón Pedro Yanzi Ferreira, Vizerektor der Universidad Nacional de Córdoba (Foto: Universidad Nacional de Córdoba)

In der Laudatio hob die Universität sein vehementes Eintreten für eine unvoreingenommene, von Neugier getriebene Grundlagenforschung sowie für die Förderung von Personen statt Projekten hervor: „Professor Schwarz verkörpert die wesentlichen Prinzipien der Universität: Freiheit um etwas zu erschaffen; Unabhängigkeit, um Träume oder Ideen zu verfolgen, uneingeschränkte Unterstützung von Personen, ohne kurzsichtige Resultate zu erwarten; und die Sicherheit, dass alles, was in einem solchen Rahmen erforscht und erlernt worden ist, an junge Studierende in ihrer Ausbildung weitergegeben werden muss.“ Auch die Philipp Schwarz-Initiative, das unter der Präsidentschaft von Helmut Schwarz aufgelegte Hilfsprogramm der Humboldt-Stiftung für verfolgte Wissenschaftler, fand eine positive Erwähnung.

Die Verleihung der Ehrendoktorwürde fand im historischen Festsaal der Universität statt und stand im Kontext des ersten Besuchs des Präsidenten der Humboldt-Stiftung in Argentinien und in Córdoba, wo das Humboldt-Netzwerk über 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler umfasst. Helmut Schwarz nahm außerdem am Humboldt-Kolleg „Current Advances on Neurodegeneration: from Molecular Biology to Translational Medicine“ teil (28.9.-1.10.2017), bei dem das 50-jährige Bestehen der Humboldt-Alumni-Vereinigung in Argentinien gefeiert wurde. Mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, vornehmlich aus Argentinien und Deutschland, nutzten die Veranstaltung zu einem intensiven Austausch über neurodegenerative Erkrankungen unter Einbindung der Fachgebiete Medizin, Neurowissenschaften, Zellbiologie, Molekularbiologie, Stammzellforschung und Bioinformatik. Die Humboldt-Stiftung hat seit 1953 mehr als 400 Forschungsstipendien und -preise an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Argentinien vergeben.

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