Neuer Forschungslehrstuhl in Afrika besetzt 

Am African Institute for Mathematical Sciences (AIMS)-Zentrum in Tansania tritt im Januar 2018 der Togolese Marc Sedjro den neu eingerichteten Deutschen Forschungslehrstuhl für anwendungsbezogene Mathematik an. 

Mit der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Programminitiative „Deutsche Forschungslehrstühle“ für anwendungsbezogene Mathematik stärkt die Alexander von Humboldt-Stiftung die mathematische Hochschulbildung in Afrika. Die nunmehr fünf Forschungslehrstühle an AIMS-Zentren im Senegal, in Südafrika, Ghana, Kamerun und Tansania versprechen neue überregionale Impulse für die angewandte mathematische Forschung in Subsahara-Afrika. 

Marc Sedjro, Lehrstuhlinhaber am AIMS-Tansania
Marc Sedjro
Foto: Photo studio Nawaf/Noufal

Das African Institute for Mathematical Sciences (AIMS) ist ein panafrikanisches Netzwerk von Exzellenzzentren für die Postgraduierten-Ausbildung, Forschung und Beratung im Bereich der Mathematik und verwandter Wissenschaften. 2003 wurde ein erstes AIMS-Zentrum in Südafrika gegründet. 

Togolese Marc Sedjro ab 2018 am AIMS-Zentrum Tansania 

Marc Sedjro, der ab 2018 an den neuen Lehrstuhl ans AIMS-Zentrum Tansania wechselt, forschte zuletzt an der King Abdullah University of Science and Technology in Saudi Arabien. Zuvor wurde er am Georgia Institute of Technology in den USA promoviert und forschte und lehrte an der RWTH Aachen in Deutschland. Sedjros Hauptinteresse gilt beispielsweise Problemen der Strömungsdynamik (Fluid Dynamics) oder der Spieltheorie (Mean-Field Games).

Das Programm „Deutsche Forschungslehrstühle“ richtet sich weltweit an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fachgebiet Mathematik, die anwendungsrelevant forschen. Die zunächst auf vier Jahre befristete Förderung der einzelnen Lehrstühle beträgt in der Regel bis zu 560.000 Euro. Es wird angestrebt, die Forschungslehrstühle unabhängig von Fördermitteln des Forschungsministeriums langfristig zu etablieren.

Lehrstühle im Senegal, in Südafrika, Ghana, Kamerun und Tansania

Bereits in den letzten Jahren hat die Alexander von Humboldt-Stiftung die vier Lehrstühle an den AIMS Standorten im Senegal (Moustapha Fall), Südafrika (Bubacarr Bah), Ghana (Olivier Pamen) und Kamerun (Giselle Mophou) erfolgreich besetzt. Mit der Besetzung der Lehrstühle soll die Vernetzung der verschiedenen AIMS-Zentren innerhalb Afrikas, aber auch die Vernetzung der Institute mit deutschen Hochschulen nachhaltig gefördert werden.

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