15. Dezember 2017

Humboldtianer erhält Leibniz-Preis

Einer der mit je 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise für 2018 geht an den Humboldtianer Bernhard Schölkopf.

Bernhard Schölkopf
Bernhard Schölkopf

Die Alexander von Humboldt-Stiftung gratuliert den neu ausgewählten Trägerinnen und Trägern des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises. Mit dem Informatiker Bernhard Schölkopf ist ein Humboldtianer unter den insgesamt elf Wissenschaftlern, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit ihren Leibniz-Preisen auszeichnet.

Bernhard Schölkopf (49) erhält den Preis für die entscheidenden Beiträge, die er zur Theorie und zum Erfolg des „Maschinellen Lernens“ geleistet hat. Schölkopf, der viele Jahre in den USA forschte, ist seit 2011 Direktor des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Tübingen. Dort leitete er zuvor schon das Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik als Direktor. Die Humboldt-Stiftung zeichnete Bernhard Schölkopf 2011 mit dem Max-Planck-Forschung aus, den sie gemeinsam mit der Max Planck-Gesellschaft verleiht. Schölkopf forscht zu Algorithmen für maschinelles Lernen, mit denen Computerprogramme so programmiert werden können, dass sie flexibel auf neue Situationen reagieren können. Zuletzt hat Schölkopf sich zudem mit dem noch wenig erforschten Gebiet der kausalen Inferenz, der Nutzung von Kausalität in statistischen Lernverfahren, befasst. Diese Verfahren könnten in Zukunft eine Basis für zuverlässige intelligente Systeme, wie Roboter oder autonome Fahrzeuge, liefern.

Und auch die neuen Leibniz-Preisträger Jens Beckert, Alessandra Buonanno, Eicke Latz, Heike Paul, Erika L. Pearce, Oliver G. Schmidt und László Székelyhidi gehören zum Humboldt-Netzwerk: Sie alle engagieren sich als Gastgeber von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Humboldt-Stiftung, die für Forschungsaufenthalte aus dem Ausland nach Deutschland kommen, als Gutachter oder Sprecher bei Tagungen wie den Frontiers of Research-Symposien.

Die mit je 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preise 2018 werden den insgesamt acht Preisträgern im kommenden März in Berlin übergeben.

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