13. Juni 2018

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an die Humboldtianer Aleida und Jan Assmann

Die Alexander von Humboldt-Stiftung gratuliert ihren Max-Planck-Forschungspreisträgern Aleida und Jan Assmann, die gemeinsam mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018 ausgezeichnet werden

Aus der jahrzehntelangen Zusammenarbeit der beiden Kulturwissenschaftler sei „ein zweistimmiges Werk entstanden, das für die zeitgenössischen Debatten und im Besonderen für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt von großer Bedeutung ist“, heißt es in der Begründung. Der mit 25.000 Euro dotierte Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels verliehen.

Aleida und Jan Assmann
Aleida und Jan Assmann
(Foto: Corinna Assmann/Universität Konstanz)

Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann forscht zu Themen wie Erinnerungskultur, Geschichtsvergessenheit und Fragen eines kulturellen Gedächtnisses von Nationen. Auch angesichts einer wachsenden politischen Instrumentalisierung der jüngeren deutschen Geschichte weise ihr Werk darauf hin, „dass ein offener und ehrlicher Umgang mit der Vergangenheit grundlegende Bedingung für ein friedliches Miteinander ist“, heißt es in der Würdigung zum Friedenspreis. Ihr Ehemann, der Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann, habe durch seine Forschungen internationale Debatten um Grundfragen zu den kulturellen und religiösen Konflikten unserer Zeit angestoßen. Er leiste „einen unverzichtbaren Beitrag zum Verständnis der Friedensbereitschaft und Friedensfähigkeit der Religionen in der Weltgesellschaft von heute“. Gemeinsam habe sich das Ehepaar Assmann in seiner Arbeit „seit Jahrzehnten wechselseitig inspiriert und ergänzt".

Aleida Assmann ist emeritierte Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz, Jan Assmann ist Honorarprofessor der Universität Konstanz und Emeritus am Institut für Ägyptologie der Universität Heidelberg. Beide erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Max-Planck-Forschungspreis, den die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft gemeinsam vergeben: Aleida Assmann wurde 2009 ausgezeichnet, Jan Assmann 1996.

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