Große Denker für deutsche Universitäten: Anneliese Maier-Forschungspreise verliehen

Acht internationale Spitzenforscherinnen und -forscher erhielten die mit je 250.000 Euro dotierten Forschungspreise zur Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland.

Die Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren deutschen Gastgebern sowie Enno Aufderheide, Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, und Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
Enno Aufderheide, Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, begrüßt die Gäste. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, hält die Festansprache. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
Douglas Cairns (2. von rechts) wird mit der Technischen Universität Dresden kooperieren und die historische Emotionsforschung in Deutschland stärken. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
José Maurício Domingues (2. von rechts) wird im Rahmen seiner Kooperation mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung und dem Lateinamerika‐Institut der Freien Universität Berlin die politische Moderne aus historischer und vergleichender Perspektive analysieren. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
Pascal Mamassian (2. von rechts) wird mit der Universität Gießen zusammenarbeiten und die experimentelle Forschung zu Mechanismen der Wahrnehmung stärken und internationalisieren. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
Alan Mikhail (2. von rechts) wird mit der Universität Bamberg kooperieren und der Forschung zu Umwelt- und Osmanischer Geschichte Aufschwung verleihen. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
Ingrid Piller (2. von rechts) wird mit der Universität Hamburg zusammenarbeiten und dort die Forschungen zu Mehrsprachigkeit, Spracherwerb und Spracherziehung mit ihrer internationalen Expertise erweitern. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
Annelise Riles (2. von rechts) wird mit dem Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle (Saale) kooperieren und die in Deutschland noch recht junge Rechtsanthropologie stärken. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
Sylvia Walby (2. von rechts) wird im Rahmen ihrer Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen zur weiteren Internationalisierung der hiesigen sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung beitragen. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)
Wang Hui (2. von rechts) wird mit der Universität Göttingen kooperieren und die Sinologieforschung zu Themen wie der Globalisierung oder dem Aufstieg Chinas um eine chinesische Perspektive erweitern. (Foto: Humboldt-Stiftung/Jens Jeske)

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Thomas Rachel und Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, haben am 12. September in Berlin die Anneliese Maier-Forschungspreise 2018 an acht herausragende Forscherpersönlichkeiten aus dem Ausland überreicht.

Die Preisverleihung war eingebettet in ein Fachkolloquium, an dem neben den Preisträgerinnen und Preisträgern und deren deutschen Kooperationspartnern rund einhundert weitere deutsche und internationale Geistes- und Sozialwissenschaftler teilnahmen. Die Ausgezeichneten stellten in diesem Rahmen vor, woran sie aktuell forschen und wie sie das Preisgeld in den nächsten fünf Jahren einsetzen werden.

3 Fragen an Preisträgerin Ingrid Piller

Im Fokus der Vorträge standen Themen, die Menschen bewegen und relevant für unsere Gesellschaften sind: zum Beispiel die geschlechterspezifische Dimension der globalen Finanzkrise in 2007 und wie diese sich in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erstreckt hat, die Bedeutung der sprachlichen Integration von Migranten oder dass tratschen uns dabei hilft, unsere Gefühle und Gedanken zu erforschen.

Der Preis wird aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums finanziert und ist nach der deutschen Philosophin und Wissenschaftshistorikerin Anneliese Maier (geb. 1905 in Tübingen, gest. 1971 in Rom) benannt.

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