19. Dezember 2018

Forum zur Internationalisierung der Wissenschaft in Berlin

Das International Advisory Board der Humboldt-Stiftung traf sich am 11. und 12. November mit weiteren Experten, um Fragen der Wissenschaftsfreiheit zu diskutieren.

Unter der Überschrift „Academic Freedom and Responsibility Toward Society – Who Decides What Science We Do?“ debattierten die Mitglieder des Advisory Boards mit hochrangigen internationalen Gästen aus Wissenschaft und Gesellschaft über politische Entwicklungen, die die Freiheit der Wissenschaft und die pluralistische Meinungsbildung in vielen Ländern bedrohen.

12. Forum zur Internationalisierung der Wissenschaft in Berlin (Foto: Humboldt-Stiftung/David Ausserhofer

Wissenschaft muss offen für Dialog und Kritik sein

Der Präsident der Humboldt-Stiftung, Hans-Christian Pape, betonte die Wichtigkeit eines Austauschs über die Wissenschaft hinaus: „Wir können unsere akademische Freiheit nur dann langfristig sichern, wenn wir in einen Dialog mit der Gesellschaft treten, offen für berechtigte Kritik und Fragen, auch von Laien, bleiben und weiter darüber diskutieren, welche Rolle Wissenschaft und Forschung in der Gesellschaft spielen sollen.“

Medienfreiheit und Wissenschaftsfreiheit gehören zusammen

Zu den Gästen der Konferenz gehörten Catharine Stimpson, die Vorsitzende des Scholars At Risk Network Boards und Pierre Haski, Präsident der Organisation „Reporters sans frontières“, die den Zusammenhang von Medienfreiheit und Wissenschaftsfreiheit betonten. Haski zeigte auf, warum die größte Bedrohung der Pressefreiheit weniger in direkter Zensur durch autokratische Regime liege, sondern mehr in der stetigen und gezielten Aushöhlung des gesellschaftlichen Vertrauens in die Berichterstattung seriös arbeitender Journalisten. Ähnliches gelte auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Eine ausführliche Dokumentation mit zentralen Inhalten des 12. Forums zur Internationalisierung der Wissenschaft wird im April 2019 in einer Sonderbeilage zur Zeitschrift „duz – Deutsche Universitätszeitung“ erscheinen.

Kontakt

Alexander von Humboldt-Stiftung
Referat Presse, Kommunikation und Marketing
Jean-Paul-Str. 12
53173 Bonn

Tel: +49 228 833-144
Fax:+49 228 833-441
presse(at)avh.de

 

Weitere Informationen