11. April 2019, aktualisiert am 24. Juni 2019

Das geistige Erbe Alexander von Humboldts – Kolloquium in Madrid

Die Bedeutung Humboldts für die Gegenwart haben europäische Forscherinnen und Forscher bei einem Humboldt-Kolloquium im April diskutiert. Staatsministerin Müntefering eröffnete die Konferenz.

(Fotos: Humboldt-Stiftung/Ariadna Gonzalez)

 

„Humboldt ist Weltwissenschaftler und Weltbürger, dessen Wirken für unseren heutigen Umgang der Menschen miteinander und mit der Natur immer noch Leitbild ist. Seine Ansichten bestimmten Wissen, nicht Vorurteile“, betonte Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, in ihrem Grußwort vor knapp 300 Alumni und Nachwuchswissenschaftlern. Die Wissenschaft sei in Europa eine zentrale Kraft der Einigung, weil sie um den besten Weg ringe und auch auf die Kraft der Argumente und nicht auf das Recht des Stärkeren setze, so Müntefering, als sie am Abend des 11. April gemeinsam mit Hans-Christian Pape, dem Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung, die Konferenz in Madrid eröffnete. Hans-Christian Pape betonte die Rolle von internationalen Netzwerken wie das der Humboldtianer, um in Humboldts Geist eine grenzenlose Forschung zu gewährleisten. „Denn gute und erfolgreiche Wissenschaft entsteht in der transnationalen Zusammenarbeit“, sagte der Präsident der Humboldt-Stiftung zur Eröffnung des Kolloquiums.

Im Humboldt-Jubiläumsjahr 2019 stand das Kolloquium unter dem Motto „Forschung ohne Grenzen – Das Erbe Alexander von Humboldts heute“. Der Naturforscher, Netzwerker und Wissenschaftskommunikator setzte zu Lebzeiten Maßstäbe für die Wissenschaft. Welche Relevanz hat Humboldts Erbe für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen heute? Wie können Humboldts Ideale für heutige Kooperationen und Netzwerke genutzt werden?

Fragen wie diese waren der Hintergrund des interdisziplinären Kolloquiums, zu dem die Alexander von Humboldt-Stiftung knapp 300 Nachwuchswissenschaftler, Alumni der Stiftung und weitere Gäste aus Spanien, Portugal, Frankreich und den Beneluxländern nach Madrid geladen hatte. Tagungsorte des Kolloquiums waren die Philosophische Fakultät der Universidad Complutense in Madrid und das Hotel Meliá Avenida América. Die anwesenden Nachwuchswissenschaftler präsentierten während der zweitägigen Konferenz ihre Forschungsthemen aus unterschiedlichsten Disziplinen.

Derzeit leben und arbeiten weit über 2.000 Humboldt-Alumni in Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg, viele davon in führenden Positionen an Universitäten, in Forschungseinrichtungen und anderen Institutionen. Das Humboldt-Kolloquium soll mit interdisziplinären Workshops und Fachvorträgen die Humboldtianer untereinander sowie mit deutschen Fachkollegen in Kontakt bringen und zudem Nachwuchswissenschaftler auf die Förderangebote der Humboldt-Stiftung und den Forschungsstandort Deutschland aufmerksam machen.

Pro Jahr veranstaltet die Alexander von Humboldt-Stiftung zwei große Kolloquien im Ausland, zu denen Alumni des betreffenden Landes oder der Region eingeladen werden. Das Kolloquium in Madrid fand in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft statt.

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