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Humboldt-Forschungspreis

Mit dem Preis werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen ausgezeichnet, deren grundlegende Entdeckungen, Erkenntnisse oder neue Theorien das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben und von denen auch in der Zukunft weitere Spitzenleistungen erwartet werden können.

Nominiert werden können Wissenschaftler aus dem Ausland aller Fachrichtungen und aller Länder. Auf die Nominierungen qualifizierter Wissenschaftlerinnen wird besonderer Wert gelegt.

Die Preisträger sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen. Der Aufenthalt kann zeitlich aufgeteilt werden.

Die Humboldt-Stiftung vergibt jährlich bis zu 100 Humboldt-Forschungspreise.

Die Nominierung erfolgt durch Wissenschaftler in Deutschland. Auch ein im Ausland tätiger Preisträger der Humboldt-Stiftung kann eine Nominierung initiieren, muss diese jedoch gemeinsam mit einem in Deutschland tätigen Kollegen einreichen. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert.

Weitere wichtige Hinweise

Vorübergehend längere Bearbeitungszeiten
Aufgrund der Einführung eines neuen Datenbanksystems sowie hoher Antragseingänge können wir Ihren Stipendienantrag oder Ihre Nominierung für einen Preis leider nicht so schnell wie gewohnt bearbeiten. Bis zu einer Entscheidung müssen Sie deshalb aktuell mit bis zu zehn Monaten Wartezeit rechnen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Wir hoffen, dass wir sobald wie möglich wieder die übliche Bearbeitungszeit von durchschnittlich sechs Monaten gewährleisten können.

Weitere Informationen

  1. Internationale Anerkennung des Nominierten als herausragend qualifizierter Wissenschaftler (z. B. Auszeichnungen, positive Resonanz auf Veröffentlichungen, etc.);
  2. Zukunftsperspektive für die nächsten Jahre als aktiver, wissenschaftlich einflussreicher Forscher;
  3. Ausführliche gutachterliche Stellungnahme eines Wissenschaftlers an einer Forschungseinrichtung in Deutschland, der den Nominierten zu einem Forschungsaufenthalt in Deutschland einladen möchte;
  4. Zwei Referenzgutachten wichtiger internationaler und eins vom deutschen Kooperationspartner bzw. Wissenschaftler;
  5. Die Humboldt-Stiftung setzt voraus, dass bei Nominierung und Förderung die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis eingehalten werden.

Nominierungen können jederzeit unter folgender Adresse eingereicht werden:

Alexander von Humboldt-Stiftung, Abteilung Auswahl,
Jean-Paul-Str. 12, 53173 Bonn, Deutschland

Es ist die Aufgabe des Nominierenden, für die Vollständigkeit der Unterlagen zu sorgen. Falls Anträge nicht komplett übersandt werden, ist mit einer längeren Bearbeitungszeit zu rechnen. Die zusätzlich zu den Antragsunterlagen erforderlichen vertraulichen Stellungnahmen der Referenzgutachter können von den Gutachtern bereits parallel zum Antrag direkt bei der Alexander von Humboldt-Stiftung eingereicht werden. Anschließend beurteilen unabhängige Fachgutachter die Anträge.

Ein unabhängiger Auswahlausschuss aus Wissenschaftlern aller Fachrichtungen entscheidet abschließend über die vorliegenden Anträge. Hierbei stehen die Nominierungen in einem internationalen Wettbewerb, bei dem es keine Quoten für Länder oder Fachgebiete gibt. Der Ausschuss trifft seine Entscheidung ausschließlich auf der Basis der wissenschaftlichen Qualifikation der vorgeschlagenen Wissenschaftler. Die Auswahlsitzungen finden zweimal jährlich statt – derzeit jeweils zu Beginn des Frühjahrs und im frühen Herbst.

Die Benachrichtigung der Nominierenden über die Auswahlentscheidung erfolgt unmittelbar nach der Auswahlsitzung.

Vorübergehend längere Bearbeitungszeiten
Aufgrund der Einführung eines neuen Datenbanksystems sowie hoher Antragseingänge können wir Ihren Stipendienantrag oder Ihre Nominierung für einen Preis leider nicht so schnell wie gewohnt bearbeiten. Bis zu einer Entscheidung müssen Sie deshalb aktuell mit bis zu zehn Monaten Wartezeit rechnen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Wir hoffen, dass wir sobald wie möglich wieder die übliche Bearbeitungszeit von durchschnittlich sechs Monaten gewährleisten können.

Weitere Informationen

Eines unserer Markenzeichen ist die möglichst individuelle Betreuung der Gastwissenschaftler. Daher bieten wir Ihnen neben dem Preisgeld zusätzliche Leistungen an, von der Einladung zu Veranstaltungen bis hin zur Teilnahme an Sprachkursen.

Weitere Informationen

Einmal Humboldtianer, immer Humboldtianer: Auch nach dem ersten Forschungsaufenthalt halten wir mit Ihnen eine enge Verbindung. Mit unseren Alumni-Fördermaßnahmen unterstützen wir flexibel die individuellen Lebenswege und Entwicklungen aller Humboldtianer und ihre Kooperationen untereinander.

Weitere Informationen

Nominierender

Wer ist nominierungsberechtigt?

Die Initiative zur Verleihung eines Humboldt-Forschungspreises (Nominierung) muss von einem ausgewiesenen Wissenschaftler ausgehen, der an einer Hochschule bzw. sonstigen Forschungsinstitution in Deutschland tätig ist. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Nominierter

Gibt es eine Altersgrenze für die Nominierten?

Nein.

Können Wissenschaftler aus allen wissenschaftlichen Disziplinen für einen Forschungspreis nominiert werden?

Ja, es gibt keine Fächerquoten; Nominierungen können aus allen Disziplinen eingereicht werden.

Kann ein Wissenschaftler, der bereits von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert wurde, für einen Forschungspreis nominiert werden?

Wissenschaftler, die bereits mit einem (Forschungs-) Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert wurden, können nominiert werden.

Wissenschaftler, die bereits mit einem (Forschungs-) Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet wurden, können nicht nominiert werden.

Allen Alumni der Alexander von Humboldt-Stiftung stehen Alumnifördermaßnahmen zur Verfügung. Falls Sie sich darüber im Unklaren sind, ob eher eine Alumnifördermaßnahme oder eine Nominierung für einen Forschungspreis in Frage kommt, kontaktieren Sie uns bitte unter info(at)avh.de.

Darf ich jemanden nominieren, der sich bereits in Deutschland aufgehalten hat oder sich derzeit in Deutschland aufhält?

Der Lebens- und Arbeitsmittelpunkt der Nominierten muss zum Zeitpunkt der Nominierung seit mindestens fünf Jahren im Ausland liegen. Frühere und kürzere Aufenthalte in Deutschland (wie z.B. im Rahmen von Gastprofessuren) stellen in der Regel kein Hindernis für eine Nominierung dar. Bitte wenden Sie sich in Zweifelsfällen zur Beratung an info(at)avh.de.

Kann auch ein Deutscher vorgeschlagen werden?

Auch Wissenschaftler mit deutscher Staatsangehörigkeit, die seit mindestens fünf Jahren im Ausland wissenschaftlich tätig sind, können Sie nominieren. Bitte senden Sie uns zunächst den Lebenslauf und eine Publikationsliste zu, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Kann ein nicht promovierter Wissenschaftler nominiert werden?

Eine Nominierung ist möglich, sofern eine Promotion im Herkunftsland bzw. dem Fach unüblich bzw. nicht möglich ist und der Wissenschaftler eine dem PhD äquivalente Leistung, z. B. durch wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten Zeitschriften und Verlagen nachweisen kann. Bitte senden Sie uns in diesen Fällen zunächst den Lebenslauf und die Publikationsliste des Kandidaten, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Werden in etwa gleich viele Preise an weibliche wie männliche Nominierte vergeben? Werden Frauen oder Männer bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt?

Nein. Wissenschaftliche Exzellenz ist das einzige Auswahlkriterium. Die Alexander von Humboldt-Stiftung begrüßt jedoch ausdrücklich Nominierungen qualifizierter Wissenschaftlerinnen, da derzeit Wissenschaftlerinnen in diesem Programm deutlich unterrepräsentiert sind.

Preisgeld

Wie hoch ist das Preisgeld?

Das Preisgeld beträgt 60.000 EUR.

Wie wird das Preisgeld ausgezahlt? Wird dafür schon ein deutsches Konto benötigt?

Das Preisgeld wird in Teilbeträgen ausgezahlt. Die erste Zahlung wird zu Beginn des Forschungsaufenthaltes in Deutschland in der Regel an die jeweilige Universitätskasse, überwiesen und kann dort von den Preisträgern in Empfang genommen werden.

Die Preisträger werden gebeten, für weitere Zahlungen ein Bankkonto bei einer Bank ihrer Wahl in Deutschland so bald wie möglich nach der Ankunft zu eröffnen und die Alexander von Humboldt-Stiftung über die Kontonummer, die Adresse der Bank und die Bankleitzahl zu informieren.

Der Forschungspreis wird in Würdigung der wissenschaftlichen Verdienste und der Persönlichkeit des Preisträgers verliehen und kann nur vom Preisträger höchstpersönlich in Anspruch genommen werden. Auch die Auszahlung des Preisgeldes ist ausschließlich an den Preisträger persönlich möglich. Ansprüche aus der Preisverleihung sind nicht übertragbar.

Muss das Preisgeld versteuert werden?

Die Preisträger sind für ihre steuerlichen Angelegenheiten selbst verantwortlich.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung weist jedoch darauf hin, dass nach deutschem Steuerrecht Preise in der Regel dann nicht der Einkommensteuer in Deutschland unterliegen, wenn die Verleihung in erster Linie das Lebenswerk oder das Gesamtschaffen, die Persönlichkeit der Preisträger, eine Grundhaltung oder eine Vorbildfunktion herausstellen soll. Eine solche Absicht verfolgt die Stiftung mit der Verleihung der Forschungspreise, die dazu bestimmt sind, das bisherige Gesamtschaffen der Preisträger als international herausragende Forscherpersönlichkeiten zu würdigen. Die Gesetze in den Heimat- oder Aufenthaltsländern der Preisträger können besondere Bestimmungen zur Versteuerung von Preisen enthalten. In Zweifelsfällen sollte ein Steuerberater im Heimatland konsultiert werden.

Nominierungsunterlagen

Ist eine Nominierung per E-Mail möglich?

Nein. Bitte senden Sie Ihre Nominierung per Post.

Bekomme ich eine Eingangsbestätigung meiner Nominierung?

Ja, in der Regel per E-Mail. Zudem melden wir uns bei Ihnen, sofern aus unserer Sicht wichtige Unterlagen oder Informationen zu Ihrer Nominierung fehlen.

Wer soll zu meiner Nominierung Referenzgutachten abgeben und wie viele Gutachten sind erforderlich?

Referenzgutachter sollen Stellung nehmen zu den bisherigen wissenschaftlichen Leistungen sowie dem wissenschaftlichen Werdegang und Potenzial des Nominierten. Daher ist es wichtig, dass Referenzgutachter mit dem bisherigen wissenschaftlichen Werdegang des Nominierten gut vertraut sind. Insgesamt sollten drei Referenzgutachten vorliegen und zwar eines von einem in Deutschland tätigen Wissenschaftler und zwei von im Ausland tätigen Wissenschaftlern. Bitte beachten Sie: Ihre Laudatio als Nominierender zählt nicht als Referenzgutachten!

Sollen Gutachten direkt an die Humboldt-Stiftung oder mit der Nominierung geschickt werden?

Referenzgutachten sollen von den Gutachtern direkt an die Auswahlabteilung der Humboldt-Stiftung geschickt werden. Bitte weisen Sie Ihre Referenzgutachter auf unser Gutachterformular hin. Referenzgutachten sollen zum Zeitpunkt der Nominierung nicht älter als 24 Monate sein.

Kann ich mehr als drei Referenzgutachten einreichen?

Nein.

Was geschieht, wenn Gutachten vor der Nominierung eingereicht werden?

Wir bewahren diese Gutachten bis zu einem halben Jahr auf und ordnen sie auch später eingehenden Nominierungen zu.

Gibt es Vorgaben für das Publikationsverzeichnis?

Ja. Benötigt wird ein Publikationsverzeichnis als vollständige, chronologisch geordnete Liste der wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Nominierten der letzten 10 Jahre (mit folgenden Angaben: alle Autoren, Titel, Verlag/Journal, Ausgabe, erste und letzte Seitenzahl), falls relevant, einschließlich der publizierten Konferenzbeiträge und Patente. Bitte geben Sie bei Patenten den derzeitig rechtlichen Status, also: eingereicht, offengelegt, Patent erteilt, sowie den vollständigen Titel, das Datum der Einreichung und die Patentnummer an.

Was geschieht nach Ende des Auswahlverfahrens mit den Nominierungsunterlagen, z.B. den Gutachten – werden diese vernichtet oder archiviert, vertraulich behandelt?

Die von Ihnen eingereichten Unterlagen werden archiviert und sieben Jahre nach der Auswahlentscheidung vernichtet. Selbstverständlich werden alle Unterlagen streng vertraulich behandelt. Gutachter und Ausschussmitglieder sind ebenfalls zur Vertraulichkeit verpflichtet.

Vorbereitung/Planung

Gibt es eine Deadline für die Nominierung?

Nein. Nominierungen können jederzeit per Post eingereicht werden. Ein unabhängiges Auswahlgremium der Alexander von Humboldt-Stiftung entscheidet zweimal jährlich im Frühjahr und Herbst über die eingereichten Nominierungen. Die Begutachtung nimmt ungefähr sechs Monate in Anspruch.

Wann finden die Auswahlsitzungen statt?

Entscheidungen fallen zweimal jährlich im Frühjahr und Herbst. Die Begutachtung nimmt ungefähr sechs Monate in Anspruch.

Wird die Teilnahme an Kursen zum Erlernen der deutschen Sprache unterstützt?

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist sehr daran interessiert, dass die Preisträger und deren Partner während ihres Forschungsaufenthalts Deutsch lernen, um über die Forschungstätigkeit hinaus auch am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Deutschland teilnehmen zu können. Die Alexander von Humboldt-Stiftung kann auf Antrag die für einen Deutschsprachkurs entstehenden Kosten übernehmen.

Ablauf des Auswahlverfahrens

Wer begutachtet meine Nominierung?

Die Begutachtung Ihrer Nominierung erfolgt durch von der Alexander von Humboldt-Stiftung hierfür eingesetzte unabhängige Fachgutachter.

Wer entscheidet über meine Nominierung?

Die abschließende Entscheidung über die Nominierung wird in dem dafür eingesetzten Auswahlausschuss der Alexander von Humboldt-Stiftung getroffen.

Aus welchen Personen setzt sich der Auswahlausschuss zusammen?

Der Auswahlausschuss setzt sich aus Wissenschaftlern aller Fachrichtungen sowie einer kleineren Anzahl nicht fachgebundener Mitglieder (z.B. Vertreter der finanzierenden Institutionen) zusammen und entscheidet mit Stimmenmehrheit über alle Anträge. Die Geschäftsstelle der Alexander von Humboldt-Stiftung hat keine Stimme im Auswahlausschuss. Bei der Auswahl stehen die Nominierungen in einem Wettbewerb, bei dem es keine Quoten für Länder oder Fachgebiete gibt. Der Ausschuss trifft seine Entscheidung ausschließlich auf der Basis der wissenschaftlichen Qualifikation der vorgeschlagenen Wissenschaftler.
Mitglieder des Auswahlausschusses für die Vergabe von Forschungspreisen der Alexander von Humboldt-Stiftung:
http://www.humboldt-foundation.de/web/auswahlausschuss-preise.html

Wird der Nominierte über die Nominierung in Kenntnis gesetzt?

Nein. Im Verlauf einer Nominierung besteht nur zwischen Nominierendem und der Alexander von Humboldt-Stiftung Kontakt. Über das Ergebnis der Auswahlsitzung wird auch nur der Nominierende benachrichtigt. Nur im Falle der Verleihung erhält der Preisträger ca. vier Wochen nach der Auswahlsitzung die Verleihungsunterlagen.

Auswahl

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

In den letzten Jahren wurden ca. 35% der Nominierungen in den Forschungspreisprogrammen der Alexander von Humboldt-Stiftung positiv entschieden.

Was sind die wichtigsten Auswahlkriterien?

Im Mittelpunkt der Auswahl steht die individuelle wissenschaftliche Qualifikation des Nominierten, aus der sich auch Erwartungen für künftige Spitzenleistungen ableiten lassen müssen, ebenso wie sein internationales Renommee und seine Gesamtpersönlichkeit.

Wird der Nominierte über den Ausgang des Auswahlverfahrens informiert?

Eine Ablehnung wird dem Nominierten nicht mitgeteilt. Die Kommunikation erfolgt während des Auswahlprozesses nur zwischen der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem nominierenden Wissenschaftler aus Deutschland. Im Falle einer Preisverleihung erhält der Preisträger ca. vier Wochen nach der Auswahlsitzung die Verleihungsunterlagen.

Können Wissenschaftler nach einer erfolglosen Nominierung erneut vorgeschlagen werden?

Ja, sofern sich seit der Ablehnung der ersten Nominierung eine deutliche wissenschaftliche Weiterentwicklung erkennen lässt.

Annahme des Preises / Verwendung und Bereitstellung des Preisgeldes

Wann kann nach der Auswahlentscheidung der Forschungsaufenthalt frühestens beginnen?

In der Regel ist der Aufenthaltsbeginn vier bis sechs Wochen nach der Auswahlentscheidung möglich. Der Beginn des Forschungsaufenthaltes in Deutschland erfolgt, wenn möglich, innerhalb von 12 Monaten nach der Verleihung. Dieser Termin ist im Vorfeld mit dem Gastgeber abzustimmen.

Muss der Nominierte seinen Aufenthalt an einem Stück absolvieren oder kann er ihn aufteilen?

Der Zeitraum des Aufenthaltes von bis zu einem ganzen Jahr kann zeitlich aufgeteilt werden. Reisekosten werden jedoch nur einmal von der Alexander von Humboldt-Stiftung übernommen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung bittet um frühzeitige Mitteilung über die zeitliche Planung eines Forschungsaufenthaltes, damit alle erforderlichen Vorbereitungen termingerecht getroffen werden können.

Darf der Preisträger an der gastgebenden Hochschule auch in der Lehre oder nur in der Forschung tätig sein?

Sollte der Preisträger während eines Forschungsaufenthalts auch lehren wollen, so bestehen dagegen keine Einwände.

Werden die Reisekosten übernommen?

Die Alexander von Humboldt-Stiftung gewährt den Preisträgern zur Deckung der An- und Rückreisekosten eine Reisekostenpauschale. Den Verleihungsdokumenten ist eine Liste der Reisekostenpauschalen beigefügt. Die jeweilige Pauschale wird nach Beginn des Forschungsaufenthaltes auf das in Deutschland einzurichtende Bankkonto überwiesen.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung kann, unabhängig von der Anzahl der Aufenthalte in Deutschland, nur einmal die Reisekosten übernehmen.

Eine Reisekostenpauschale kann ebenfalls für begleitende Ehepartner und Kinder unter 18 Jahren gewährt werden, sofern sie sich für mindestens sechs Monate gemeinsam mit den Preisträgern in Deutschland aufhalten. Für Kinder zwischen zwei und elf Jahren werden 50% der Pauschale, für Kinder unter zwei Jahren 10% der Pauschale gezahlt. Die Alexander von Humboldt-Stiftung übernimmt keine zusätzlichen Kosten für den Transport von Gepäck.

Muss nach Beendigung des Forschungsaufenthalts ein Erfahrungsbericht verfasst werden?

Gegen Ende des Forschungsaufenthaltes bittet die Alexander von Humboldt- Stiftung die Preisträger um einen kurzen, informellen Erfahrungsbericht, der auch Informationen über die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Gastinstitut, über die Kontakte zu anderen Forschungsinstitutionen in Deutschland und im Ausland sowie über die persönlichen Eindrücke der Preisträger und ihrer Familien während des Aufenthaltes in Deutschland enthalten sollte. Vergleiche mit den Verhältnissen im eigenen Land sind von besonderem Interesse. Anregungen zur Gestaltung der Förderprogramme der Alexander von Humboldt-Stiftung sind willkommen.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung bittet auch die wissenschaftlichen Gastgeber in Deutschland, über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Preisträgern zu berichten. Die Erfahrungsberichte sind für die Stiftung wichtig und aufschlussreich, da ausländische Gäste oft genauer beobachten und ihre Urteile dank eines größeren Abstands mit mehr Ausgewogenheit fällen können. Die Berichte werden sorgfältig und vertraulich ausgewertet. Darüber hinaus können sie der Alexander von Humboldt-Stiftung helfen, ihre Programme weiter zu verbessern und so effektiv wie möglich zu gestalten.