08. November 2013, Nr. 26/2013

Humboldt-Stiftung erinnert an Wolfgang Paul

Der Nobelpreisträger und Präsident der Humboldt-Stiftung wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden

Die Humboldt-Stiftung erinnert an ihren früheren Präsidenten, den Bonner Physiker und Nobelpreisträger Wolfgang Paul, der in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden wäre.

Wolfgang Paul war Präsident der Stiftung von 1979 bis 1989. In dieser Zeit prägte er insbesondere die Netzwerkarbeit der Stiftung. Eines seiner Hauptanliegen war, die Deutschlandbindung der Humboldt-Alumni zu festigen und in die nächste Wissenschaftlergeneration zu übertragen. Weshalb die Beziehungspflege zu den in ihren Heimatländern oft einflussreichen Wissenschaftlern im Ausland so wichtig ist, erklärte er mit einem für ihn typischen plakativen Vergleich so: „Freundschaften sind wie alte Dächer. Man muss sie beständig reparieren, damit sie halten.“ In diesem Sinne war Wolfgang Paul ein unermüdlicher Handlungsreisender der Freundschaftspflege im Netzwerk der Stiftung, der mit vielen Humboldtianern auf allen Kontinenten persönliche Kontakte unterhielt. Außerdem gelang es ihm, durch Vereinbarungen mit verschiedenen Ländern das Preisträgerprogramm der Stiftung erheblich zu erweitern.

1989 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, legte Paul etwa die Hälfte seines Preisgeldes in einem Stiftungsfonds unter der Verwaltung der Alexander von Humboldt-Stiftung an, um daraus herausragende Wissenschaftler für eine Gastvorlesung am Physikalischen Institut der Universität Bonn einzuladen, die Wolfgang-Paul-Vorlesungen, häufig gehalten von exzellenten internationalen Physikern aus dem Humboldt-Netzwerk.

Die Humboldt-Stiftung beteiligt sich in diesem Jubiläumsjahr über die Wolfgang-Paul-Vorlesung hinaus auch an dem dreitägigen Fachsymposium, das das Physikalische Institut der Universität Bonn zu Ehren seines ehemaligen Institutsleiters vom 11. bis 13. November ausrichtet und an dem auch Helmut Schwarz, der amtierende Präsident der Humboldt-Stiftung, teilnehmen wird.

Die Stiftung unterstützt ebenso die Ausstellung „Wolfgang Paul – der Teilchenfänger“, die das Deutsche Museum Bonn vom 13. November 2013 bis zum 24. August 2014 zeigt.

 

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 26.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern – unter ihnen 50 Nobelpreisträger.

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