01. September 2014, Nr. 25/2014

250.000 Euro an Geistes- und Sozialwissenschaftler

Verleihung der Anneliese Maier-Forschungspreise am 11. September in Hamburg

Am 11. September 2014 verleiht die Alexander von Humboldt-Stiftung in Hamburg zum dritten Mal die mit jeweils 250.000 Euro dotierten Anneliese Maier-Forschungspreise. Die vier Preisträgerinnen und vier Preisträger aus den Geistes- und Sozialwissenschaften sind unter insgesamt 60 Nominierten aus 17 Ländern ausgewählt worden.

  • Die Sprachwissenschaftlerin Mary E. Beckman aus den USA ist anerkannt als weltweit führende Vertreterin ihres Fachs und als Pionierin der Laborphonologie. Ihr Kooperationspartner ist die Ludwig-Maximilians-Universität München.
  • Geert Bouckaert aus Belgien gehört zu den bedeutendsten Public-Management-Forschern und Experten für Verwaltungsreformen weltweit. Er wird nun mit der Universität Potsdam zusammenarbeiten.
  • Der britische Philosoph Kit Fine gilt als einer der bekanntesten und einflussreichsten Philosophen im Bereich der Logik, der Sprache und der Metaphysik weltweit. Fine wird mit der Universität Hamburg kooperieren.
  • Die in Großbritannien forschende deutsche Psychologin Ulrike Hahn gehört zu den international führenden Köpfen in der Psychologie des Denkens, Entscheidens und Urteilens. In München kooperiert sie mit der Ludwig-Maximilians-Universität.
  • Der amerikanische Soziologe Donald Tomaskovic-Devey ist einer der renommiertesten Experten für die Erforschung von Ungleichheiten am Arbeitsmarkt – ein Gebiet, das sonst meist von den Wirtschaftswissenschaften bearbeitet wird. Sein Kooperationspartner ist die Universität Bielefeld.
  • Kathleen Vohs gilt als besonders innovative und anerkannte Psychologin auf dem Gebiet der Selbstkontrolle und der Konsumentenpsychologie. Die Amerikanerin wird mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zusammenarbeiten.
  • Der Brite Gregory Woolf ist ein führender Historiker für die Geschichte des römischen Reichs. Durch seine Kooperation mit der Universität Erfurt soll er helfen, die deutsche Forschung zur antiken Religionsgeschichte stärker international zu vernetzen.
  • Die spanische Islamhistorikerin Maribel Fierro wurde ebenfalls für den Anneliese Maier-Forschungspreis 2014 ausgewählt, sie kann aber an der Preisverleihung nicht teilnehmen.

Preisverleihung: 11.09. um 19:00 Uhr in der Universität Hamburg, Ernst Cassirer Hörsaal (Hörsaal A), Edmund-Siemers-Allee 1

Die Preise werden verliehen vom Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Georg Schütte und dem Präsidenten der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines dreitägigen Fachsymposiums (10.-12.09.) in Hamburg und Ahrensburg statt. Neben den Preisträgern und ihren deutschen Kooperationspartnern nehmen rund 100 weitere deutsche und internationale Geistes- und Sozialwissenschaftler teil.

Achtung Redaktionen: Die gesamte Veranstaltung ist presseöffentlich mit der Gelegenheit zu Bild- und Tonaufnahmen. Anmeldungen bitte per Mail an: presse@avh.
Kontakt vor Ort: Teresa Havlicek, Tel. 0151-67317585

Mit dem Anneliese Maier-Forschungspreis unterstützt die Alexander von Humboldt-Stiftung die Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland. Er wird seit 2012 jährlich an herausragende ausländische Wissenschaftler aus allen Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben. Mit dem Preisgeld werden Forschungskooperationen mit Fachkollegen in Deutschland über einen Zeitraum von fünf Jahren finanziert. Die Nominierung erfolgt durch die wissenschaftlichen Kooperationspartner an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Der Preis wird aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums finanziert und ist nach der deutschen Philosophin und Wissenschaftshistorikerin Anneliese Maier (geb. 1905 in Tübingen, gest. 1971 in Rom) benannt.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 26.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 50 Nobelpreisträger.

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