07. Juli 2016, Nr. 11/2016

Bundespräsident Gauck: „Wir sind ein Land der Wissenschaft und der Forschung“

Joachim Gauck betont bei der Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung die Rolle der Wissenschaft bei globalen Problemlösungen und würdigt die Verdienste der Humboldt-Familie.

Zur Jahrestagung der Humboldt-Stiftung empfing Bundespräsident Gauck heute Vormittag zum letzten Mal in seiner Amtszeit über 670 Humboldtianer und deren Familien im Park von Schloss Bellevue. „Das ganze Land freut sich, dass Sie mit unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, mit unseren Universitäten in Kontakt stehen“, begrüßte er seine Gäste aus insgesamt 78 Ländern.

„Wir alle profitieren von Ihrer Arbeit, davon, dass Sie Neues entdecken und unseren Horizont weiten.“ Gauck betonte die Rolle der Wissenschaft bei globalen Problemlösungen und appellierte an die Humboldtianer: „Wir sind ein Land der Wissenschaft und der Forschung. Und wenn wir es einmal vergessen sollten, dann werden Sie uns daran erinnern, dass wir genügend Geld und Manpower aufbringen, um diesen wichtigen Zweig der Existenz Deutschlands weiter zu fördern.“ Heute sei globale Vernetzung des Wissens und der Wissenschaft zu einer Notwendigkeit geworden, so Gauck.

Die Bedeutung des multikulturellen, interdisziplinären Humboldt-Netzwerks betonte auch Helmut Schwarz, Präsident der Humboldt-Stiftung, gestern in seiner Eröffnungsrede  an der Freien Universität in Berlin. Ideale der Toleranz und Achtung der Menschenwürde fänden sich dort verwirklicht, persönlicher Austausch und wissenschaftliche Kooperationen führten zu vertrauensvollem Miteinander, Dialog und Integration.

„Die Humboldt-Stiftung steht für ein kosmopolitisches Verständnis von Forschung und Wissenschaft als integrierendem Element für eine Weltkultur ohne Grenzen.“ In dieser „Diplomatie des Vertrauens“ gelte es, im direkten persönlichen Kontakt miteinander zu sprechen. So könnten auch Prozesse auf institutioneller Ebene beeinflusst und letztlich sogar der Umgang zwischen Staaten verbessert werden, so Schwarz.

Der jährliche Besuch der Humboldtianer beim Bundespräsidenten ist seit 1955 Tradition und zugleich der Höhepunkt der Jahrestagung. „Das war in Bonn so und das ist in Berlin so geblieben. Nur ist Ihre anfangs überschaubare Zahl inzwischen deutlich angewachsen“, freut sich Gauck.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 27.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 52 Nobelpreisträger.

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