Alexander von Humboldt-Professur – Die Preisträger 2009

Oliver Brock

Informatik
Oliver Brock ist ein Vorreiter der Erforschung von künstlicher Intelligenz für autonome Roboter der nächsten Generation, die komplizierte Reaktionen und Bewegungsabläufe beherrschen und so beispielsweise zum Einsatz in Medizin, Raumfahrt oder bei radioaktiven Unfällen geeignet sind. An der TU Berlin soll Brock nicht nur diesen Forschungsschwerpunkt ausbauen, sondern auch den Partnerschaften mit anderen Wissenschaftseinrichtungen und der Industrie einen neuen Schub geben.
 
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Nominierende Universität:  Technische Universität Berlin
  • Oliver Brock
    Foto: Humboldt-Stiftung/
    Antony Nagelmann

    Prof. Dr. Oliver Brock,
    geb. 1969, Informatiker aus Deutschland, studierte in Berlin und Stanford, wo er 2000 promoviert wurde. Ein Forschungsaufenthalt führte ihn danach an die Rice University in Houston, USA, von wo er 2001 nach Stanford zurückkehrte. Im Jahr 2002 begann Brock seine Forschungs- und Lehrtätigkeit an der University of Massachusetts, Amherst, USA. Er wurde unter anderem mit dem NSF Career Award (2006) ausgezeichnet. 2008 wurde er für die Alexander von Humboldt-Professur ausgewählt, in deren Rahmen er seit dem 1. Juli 2009 an der TU Berlin forscht.

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Piet Wibertus Brouwer

Theoretische Festkörperphysik
Piet Wibertus Brouwer gilt in seiner Disziplin als einer der produktivsten und wichtigsten Köpfe. Er erforscht aktuelle Themen der Festkörpertheorie und des Quantentransports an der Schnittstelle der Quantenwelt und der klassischen Welt. Unter seiner Federführung soll ein Zentrum für theoretische Physik an der FU Berlin entstehen, das Dahlem Center for Complex Quantum Systems.
 
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Nominierende Universität:  Freie Universität Berlin
  • Piet Wibertus Brouwer
    Foto: Humboldt-Stiftung/
    Antony Nagelmann

    Prof. Dr. Piet Wibertus Brouwer,
    geb. 1971, Theoretischer Festkörperphysiker aus den Niederlanden, studierte Physik und Mathematik in Leiden, Niederlande, wo er 1997 im Fach Physik promoviert wurde. Nach einem Forschungsaufenthalt in Harvard wechselte Brouwer 1999 an die Cornell University, Ithaca, USA. Brouwer wurde 2006 mit dem Friedrich Wilhelm Bessel-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet und erhielt 2007 den Provost's Award for Distinguished Scholarship der Cornell University. Ausgewählt für die Alexander von Humboldt-Professur 2008, begann er seine Tätigkeit an der FU Berlin am 1. Juli 2009.

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Georgi Dvali

Teilchenphysik & Kosmologie
Georgi Dvali gilt als einer der internationalen Topexperten der Teilchenforschung, der mit seinen Theorien zur Gravitationswechselwirkung in seinem Fach große Beachtung findet. Die Universität München will mit seiner Hilfe zu einem weltweit führenden Standort für kosmologische Teilchenforschung werden, der den Vergleich mit Princeton, Harvard oder Stanford nicht zu scheuen braucht.

Nominierende Universität: Ludwig-Maximilians-Universität München zusammen mit dem MPI für Physik, München
  • Georgi Dvali
    Foto: Humboldt-Stiftung/
    Maurice Haas

    Prof. Dr. Georgi Dvali,
    geb. 1964, Teilchenphysiker und Kosmologe aus Georgien, wo er auch studierte und 1992 an der Tbilisi State University in Hochenergiephysik und Kosmologie promoviert wurde. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn unter anderem an das International Center for Theoretical Physics (ICTP) in Triest und die Universität Pisa. Ab 1998 forschte und lehrte Dvali an der New York University. Gleichzeitig arbeitet er seit 2007 am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf. 2008 als Alexander von Humboldt-Professor ausgewählt, trat er seine Stelle an der LMU München in enger Anbindung an das Max-Planck-Institut für Physik Anfang 2010 an.

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Ulrike Gaul

Entwicklungsbiologie
Ulrike Gaul ist eine der weltweit führenden und innovativsten Expertinnen für Systembiologie, einem in Deutschland bislang wenig etablierten Forschungsgebiet, das einzelne Gene oder Proteine nicht isoliert, sondern im Gesamtzusammenhang ihrer Wirkung im Körper erforscht. Gaul soll am Genzentrum München die Forschung zur Systembiologie auf internationales Topniveau bringen und durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen vernetzen.

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Nominierende Universität: Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Ulrike Gaul
    Foto: Humboldt-Stiftung/
    Antony Nagelmann

    Prof. Dr. Ulrike Gaul,
    geb. 1960, Entwicklungsbiologin aus Deutschland, studierte Biochemie und Physik in Tübingen, wo sie 1988 am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie promoviert wurde. Nach Forschungsaufenthalten an der University of Washington und der University of California in Berkeley war sie von 1993 bis 2009 Professorin an der Rockefeller University in New York. 2008 als Alexander von Humboldt-Professorin ausgewählt, trat sie ihre Stelle an der LMU München im Jahr 2009 an.

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Norbert Langer

Astrophysik
Norbert Langer gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den international führenden Experten auf dem Gebiet der theoretischen Astrophysik. Er erforscht die Entwicklung massereicher Sterne bis hin zu ihrer Explosion als Supernovae. Mit seiner Expertise schließt er eine Lücke innerhalb der Bonner Astronomie und ergänzt so das vorhandene wissenschaftliche Portfolio. Erfolg versprechend ist auch die geplante Zusammenarbeit mit dem benachbarten Max-Planck-Institut für Radioastronomie.
 
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Nominierende Universität: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Norbert Langer
    Foto: Humboldt-Stiftung/
    Jasper Zwartjes

    Prof. Dr. Norbert Langer,
    geb. 1958, Astrophysiker aus Deutschland, studierte in Göttingen, wo er 1986 promoviert wurde. Im gleichen Jahr war Langer der erste Ludwig-Biermann-Preisträger der Astronomischen Gesellschaft. Ein Heisenberg-Stipendium führte ihn von 1993 bis 1996 an das Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching. Anschließend wechselte er an die Universität Potsdam. Ab 2000 forschte und lehrte Langer an der Universität Utrecht, Niederlande. 2008 wurde er für die Alexander von Humboldt-Professur ausgewählt, und so forscht er seit Januar 2009 am Argelander-Institut für Astronomie der Uni Bonn.

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Martin Bodo Plenio

Quantenoptik & Quanteninformation
Martin Bodo Plenio ist international führend auf dem Gebiet der Quanteninformationstheorie und hat bahnbrechende Arbeiten zur Verschränkung zwischen Quantensystemen sowie der praktischen Realisierung von Quanteninformationsverarbeitung geleistet. In Ulm soll er maßgeblich zur Entstehung des geplanten Center for Quantum Engineering beitragen, an dem Mathematiker, Physiker und Elektroingenieure auf Augenhöhe mit der Spitze der internationalen Konkurrenz zusammenarbeiten sollen.

Nominierende Universität:  Universität Ulm
  • Martin Bodo Plenio
    Foto: Humboldt-Stiftung/
    Ulrike Leyens

    Prof. Dr. Martin Bodo Plenio,
    geb. 1968, Quantenoptiker aus Deutschland, studierte Physik in Göttingen, wo er 1994 in Theoretischer Physik promoviert wurde. Mit einem Feodor Lynen-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung ging Plenio 1995 an das Imperial College London, Großbritannien, wo er bis 2009 forschte. Plenio wurde unter anderem mit der Royal Society Clifford Paterson Lecture (2008), dem Royal Society Wolfson Research Merit Award (2005) und dem Maxwell Medal and Prize der IOP (2004) ausgezeichnet. 2008 wurde er als Alexander von Humboldt-Professor ausgewählt, er trat seine Professur in Ulm im Oktober 2009 als Direktor des Instituts für Theoretische Physik an.

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Burkhard Rost

Bioinformatik
Burkhard Rost hat die Entstehung der Bioinformatik als heute unverzichtbare Disziplin maßgeblich mitgestaltet. Er soll seinem Fach in Deutschland neue Impulse und Schubkraft verleihen sowie eine Brücke schlagen zwischen den Biowissenschaften und der Medizin. Hierfür wird er in München eine Exzellenzforschergruppe aufbauen.

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Nominierende Universität: Technische Universität München
  • Burkhard Rost
    Foto: Humboldt-Stiftung/
    Antony Nagelmann

    Prof. Dr. Burkhard Rost,
    geb. 1961, Bioinformatiker aus Deutschland, studierte Physik, Philosophie, Geschichte und Psychologie in Gießen und Heidelberg und wurde 1994 in Heidelberg im Fach Physik promoviert. Ein Forschungsstipendium führte ihn 1995 nach Hinxton, Cambridge, Großbritannien. Seit 1998 forschte und lehrte er an der Columbia University New York. Rost ist unter anderem Mitglied der New York Academy of Sciences. Ausgewählt im Jahr 2008, trat er seine Alexander von Humboldt-Professur im Juni 2009 an.

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