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Anneliese Maier-Forschungspreis

Kooperationspreis zur Förderung der Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland

In diesem Programm sind für das Jahr 2016 keine Nominierungen möglich. Die nächste Auswahlrunde findet 2017 statt (Nominierungsfrist: 30. April 2017). Die aktuellen Nominierungsunterlagen sind ab Herbst 2016 verfügbar.

Für den nach der Philosophin und Wissenschaftshistorikerin Anneliese Maier benannten Forschungspreis können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes- und Sozialwissenschaften aus dem Ausland vorgeschlagen werden, deren bisherige wissenschaftliche Leistungen in ihrem Fachgebiet international anerkannt sind und von deren Forschungskooperation mit Fachkolleginnen und Fachkollegen in Deutschland ein nachhaltiger Beitrag zur weiteren Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland erwartet wird.

Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die bereits zur etablierten Spitzengruppe ihres Fachs gehören, sollen auch in ihrer wissenschaftlichen Laufbahn noch nicht so weit fortgeschrittene, aber bereits international ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angesprochen werden, von denen eine nachhaltige Prägung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland durch längerfristige Kooperationsperspektiven erwartet werden kann. Auf die Nominierungen qualifizierter Wissenschaftlerinnen wird besonderer Wert gelegt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden selbst gewählte Forschungskooperationen für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren mit der bzw. dem Nominierenden und / oder Fachkolleginnen bzw. Fachkollegen in Deutschland durchführen. Ein Preis ist mit 250.000 Euro dotiert.

Die Humboldt-Stiftung vergibt jährlich bis zu acht Anneliese Maier-Forschungspreise.

Die Nominierung erfolgt durch Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler in Deutschland. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Weitere wichtige Hinweise

Weitere Informationen

Eines unserer Markenzeichen ist die möglichst individuelle Betreuung der Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler. Daher bieten wir Ihnen neben dem Preisgeld zusätzliche Leistungen an, von der Einladung zu Veranstaltungen bis hin zur Teilnahme an Sprachkursen.

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Einmal Humboldtianer, immer Humboldtianer: Auch nach dem ersten Forschungsaufenthalt halten wir mit Ihnen eine enge Verbindung. Mit unseren Alumni-Fördermaßnahmen unterstützen wir flexibel die individuellen Lebenswege und Entwicklungen aller Humboldtianer und ihre Kooperationen untereinander.

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Dieses Programm wird finanziert vom:

Nominierende

Wer ist nominierungsberechtigt?

Die Initiative zur Verleihung eines Anneliese Maier-Forschungspreises (Nominierung) muss von einem ausgewiesenen Wissenschaftler bzw. einer ausgewiesenen Wissenschaftlerin ausgehen, der bzw. die an einer Hochschule oder sonstigen Forschungsinstitution tätig ist. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Sind Emeriti nominierungsberechtigt?

Formal ist eine Nominierung durch Emeriti nicht ausgeschlossen. Aufgrund der mit einer Preisverleihung verbundenen mittel- und langfristigen Erwartungen für die Internationalisierung des Fachgebiets ist es jedoch notwendig, auch solche mittel- und langfristigen Kooperationsperspektiven aufzuzeigen, z. B. durch weitere unterstützende Kooperationspartner bzw. -partnerinnen in Deutschland.

Ist eine gemeinsame Nominierung durch zwei Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerinnen möglich?

Die Nominierung sollte durch eine Person erfolgen. In Ausnahmefällen kann eine hauptnominierende Person mit einer mitnominierenden Person eine gemeinsame Laudatio verfassen oder die mitnominierende Person reicht ein Unterstützungsschreiben zur Laudatio der hauptnominierenden Person ein. Weitere Kooperationspartner oder Kooperationspartnerinnen können in den "Erwartungen an die Preisverleihung" aufgeführt werden.

Nominierte

Gibt es Altersgrenzen für die Nominierten?

Nein. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass mit der Preisverleihung insbesondere auch Kooperationen mit mittel- bis langfristiger Perspektive unterstützt werden sollen.

Können Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen für einen Anneliese Maier-Forschungspreis nominiert werden?

Nein. Der Preis richtet sich an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus allen Bereichen der Geistes-, Gesellschafts-, Kultur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Innerhalb dieses Gebiets gibt es keine Fächerquoten.

Können Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die bereits von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert wurden, für diesen Forschungspreis nominiert werden?

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die bereits mit einem (Forschungs-) Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert wurden, können nominiert werden. Eine Nominierung ist jedoch frühestens drei Jahre nach Abschluss der Erstförderung (ggf. inklusive Verlängerung) in einem Stipendienprogramm möglich, erfolgt aber typischerweise später.

Wissenschaftler, die bereits mit einem (Forschungs-) Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet wurden, können nicht nominiert werden.

Allen Alumni der Alexander von Humboldt-Stiftung stehen Alumnifördermaßnahmen zur Verfügung.

Darf ich jemanden nominieren, der sich bereits in Deutschland aufgehalten hat oder sich derzeit in Deutschland aufhält?

Der Lebens- und Arbeitsmittelpunkt der Nominierten muss zum Zeitpunkt der Nominierung seit mindestens fünf Jahren im Ausland liegen. Frühere und kürzere Aufenthalte in Deutschland (wie z.B. im Rahmen von Gastprofessuren) stellen in der Regel kein Hindernis für eine Nominierung dar. Ferner darf zum Zeitpunkt der Auswahl noch kein unbefristetes Arbeitsverhältnis in Deutschland eingegangen worden sein. Bitte wenden Sie sich in Zweifelsfällen zur Beratung an info(at)avh.de.

Können auch Deutsche vorgeschlagen werden?

Auch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die seit mindestens fünf Jahren im Ausland wissenschaftlich tätig sind, können Sie nominieren. Bitte senden Sie uns zunächst den Lebenslauf (und ggf. eine Publikationsliste) zu, damit wir Sie beraten können (info(at)avh.de).

Werden in etwa gleich viele Preise an weibliche wie männliche Nominierte vergeben? Werden Frauen oder Männer bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt?

Wissenschaftliche Exzellenz und die Nachhaltigkeit des Beitrags zur weiteren Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland sind die einzigen Auswahlkriterien. Die Alexander von Humboldt-Stiftung begrüßt ausdrücklich Nominierungen qualifizierter Wissenschaftlerinnen.

Nominierungsunterlagen

In welcher Form soll ich die Nominierungsunterlagen einreichen?

Bitte benutzen Sie beim Zusammenstellen Ihrer Unterlagen keine Mappen, Klarsichtfolien oder Heftklammern und binden Sie sie nicht, sondern reichen Sie diese lose ein.

Wohin soll ich meine Nominierung schicken?

Bitte senden Sie Ihre Nominierung direkt an die Auswahlabteilung der Alexander von Humboldt-Stiftung, Jean-Paul-Str. 12, 53173 Bonn.

Ist eine Nominierung per E-Mail möglich?

Nein. Bitte senden Sie Ihre Nominierung per Post.

Bekomme ich eine Eingangsbestätigung meiner Nominierung?

Ja, per E-Mail. Zudem melden wir uns bei Ihnen, sofern aus unserer Sicht wichtige Unterlagen oder Informationen zu Ihrer Nominierung fehlen.

Wer soll zu meiner Nominierung Referenzgutachten abgeben und wie viele Gutachten sind erforderlich?

In den Referenzgutachten soll Stellung genommen werden zu den bisherigen wissenschaftlichen Leistungen sowie dem wissenschaftlichen Werdegang und Potenzial des bzw. der Nominierten. Daher ist es wichtig, dass Referenzgutachter und -gutachterinnen mit dem bisherigen wissenschaftlichen Werdegang des bzw. der Nominierten gut vertraut sind. Insgesamt sollten drei Referenzgutachten vorliegen, und zwar eines von einem in Deutschland tätigen Wissenschaftler bzw. von einer in Deutschland tätigen Wissenschaftlerin und zwei von im Ausland tätigen Wissenschaftlern oder Wissenschaftlerinnen. Weitere Details zur sinnvollen Auswahl der Gutachter bzw. Gutachterinnen entnehmen Sie bitte unseren Hinweisen für eine vollständige Nominierung.
Bitte beachten Sie: Ihre Laudatio als Nominierende/r zählt nicht als Referenzgutachten!

Sollen Gutachten direkt an die Humboldt-Stiftung oder mit der Nominierung geschickt werden?

Referenzgutachten sollen von den erstellenden Personen direkt an die Auswahlabteilung der Humboldt-Stiftung geschickt werden. Die Gutachten können entweder per Briefpost gesendet werden (Alexander von Humboldt-Stiftung, Auswahlabteilung, Jean-Paul-Straße 12, 53173 Bonn, Deutschland) oder als Anhang zu einer E-Mail (eingescanntes Original-Gutachten mit Briefkopf und Unterschrift) an: info(at)avh.de. Bitte weisen Sie Ihre Referenzgutachter bzw. Referenzgutachterinnen auf unser Gutachterformular hin. Referenzgutachten sollen zum Zeitpunkt der Nominierung nicht älter als 24 Monate sein.

Kann ich mehr als drei Referenzgutachten einreichen?

Nein.

Was geschieht, wenn Gutachten vor der Nominierung eingereicht werden?

Wir bewahren diese Gutachten bis zum Ende der jeweils bestehenden Nominierungsfrist auf.

Gibt es Vorgaben für das Publikationsverzeichnis?

Ja. Benötigt werden zwei Verzeichnisse und zwar a) eine Liste der Schlüsselpublikationen und b) ein vollständiges Publikationsverzeichnis der letzten 10 Jahre.
  1. Nennen Sie drei bis fünf Schlüsselpublikationen aus dem gesamten Oeuvre des / der Nominierten und begründen Sie für jede einzeln, warum diesen Schlüsselpublikationen eine besondere Bedeutung zukommt (z.B. wissenschaftlicher Durchbruch von wesentlicher Bedeutung).
  2. Erstellen Sie bitte eine vollständige, chronologisch geordnete Liste der wissenschaftlichen Veröffentlichungen des / der Nominierten der letzten 10 Jahre (mit folgenden Angaben: alle Autoren, Titel, Verlag/Journal, Ausgabe, erste und letzte Seitenzahl), falls relevant, einschließlich der publizierten Konferenzbeiträge und Patente. Bitte stellen Sie an den Anfang dieser Liste einen Link, der auf das vollständige Schriftenverzeichnis des / der Nominierten in elektronischer Form verweist.

Sollen mit der Nominierung Publikationen eingereicht werden?

Nein.

Was geschieht nach Ende des Auswahlverfahrens mit den Nominierungsunterlagen, z.B. den Gutachten – werden diese vernichtet oder archiviert, vertraulich behandelt?

Die von Ihnen eingereichten Unterlagen werden archiviert und sieben Jahre nach der Auswahlentscheidung vernichtet. Selbstverständlich werden alle Unterlagen streng vertraulich behandelt. Gutachter und Ausschussmitglieder sind ebenfalls zur Vertraulichkeit verpflichtet.

Vorbereitung/Planung

Gibt es eine Eingangsfrist für die Nominierung?

Ja. Die Nominierungsfrist endet am 30. April eines Jahres.

Wann finden die Auswahlsitzungen statt?

Ein unabhängiger Auswahlausschuss der Alexander von Humboldt-Stiftung entscheidet einmal jährlich im November über die eingereichten Nominierungen.

Wird die Teilnahme an Kursen zum Erlernen der deutschen Sprache unterstützt?

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist sehr daran interessiert, dass die mit dem Preis ausgezeichneten Personen und deren Partner bzw. Partnerinnen während ihres Forschungsaufenthalts Deutsch lernen, um über die Forschungstätigkeit hinaus auch am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Deutschland teilnehmen zu können. Die Alexander von Humboldt-Stiftung kann auf Antrag die für einen Deutschsprachkurs entstehenden Kosten übernehmen.

Preisgeld

Wie hoch ist das Preisgeld?

Das Preisgeld beträgt in der Regel 250.000 EUR.

Ablauf des Auswahlverfahrens

Wer begutachtet meine Nominierung?

Die Begutachtung Ihrer Nominierung erfolgt durch von der Alexander von Humboldt-Stiftung hierfür eingesetzte unabhängige Fachgutachter und Fachgutachterinnen.

Wer entscheidet über meine Nominierung?

Die abschließende Entscheidung über die Nominierung wird in dem dafür eingesetzten Auswahlausschuss der Alexander von Humboldt-Stiftung getroffen.

Aus welchen Personen setzt sich der Auswahlausschuss zusammen?

Der Auswahlausschuss setzt sich aus Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen verschiedener Fachrichtungen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie einer kleineren Anzahl nicht fachgebundener Mitglieder (z.B. Vertreter der finanzierenden Institution) zusammen und entscheidet über alle Anträge. Die Geschäftsstelle der Alexander von Humboldt-Stiftung hat keine Stimme im Auswahlausschuss. Bei der Auswahl stehen die Nominierungen in einem Wettbewerb, bei dem es keine Quoten für Länder oder Fachgebiete gibt. Der Ausschuss trifft seine Entscheidung auf der Basis der wissenschaftlichen Qualifikation der vorgeschlagenen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und der angestrebten Forschungskooperation.
Unter folgendem Link finden Sie eine Auflistung der Mitglieder des Auswahlausschusses für die Vergabe von Anneliese Maier-Forschungspreisen der Alexander von Humboldt-Stiftung:
http://www.humboldt-foundation.de/web/auswahlausschuss-anneliese-maier-preis.html

Wird die nominierte Person über die Nominierung in Kenntnis gesetzt?

Nein. Im Verlauf einer Nominierung besteht nur zwischen dem bzw. der Nominierenden und der Alexander von Humboldt-Stiftung Kontakt. Über das Ergebnis der Auswahlsitzung wird auch nur der bzw. die Nominierende benachrichtigt. Nur im Falle der Verleihung erhält die mit dem Anneliese Maier-Forschungspreis ausgezeichnete Person einige Wochen nach der Auswahlsitzung die Verleihungsunterlagen.

Auswahl

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

Im Anneliese Maier-Forschungspreisprogramm stehen gegenwärtig maximal acht Preise pro Jahr zur Verfügung. Die Erfolgsaussichten sind natürlich immer abhängig von der Zahl der eingehenden Nominierungen. In den ersten drei Jahren gingen im Schnitt pro Jahr ca. 70 Nominierungen ein.

Was sind die wichtigsten Auswahlkriterien?

Im Mittelpunkt der Auswahl stehen die individuelle wissenschaftliche Qualifikation der nominierten Person, aus der sich auch Erwartungen für künftige Spitzenleistungen ableiten lassen müssen, ebenso wie das internationale wissenschaftliche Renommee. Daneben ist die Forschungskooperation mit Fachkollegen und Fachkolleginnen in Deutschland, von der ein nachhaltiger Beitrag zur weiteren Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften erwartet wird, ein wichtiges Auswahlkriterium.

Wird die bzw. der Nominierte über den Ausgang des Auswahlverfahrens informiert?

Eine Ablehnung wird der nominierten Person nicht mitgeteilt. Die Kommunikation erfolgt während des Auswahlprozesses nur zwischen der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem nominierenden Wissenschaftler bzw. der nominierenden Wissenschaftlerin aus Deutschland. Im Falle einer Preisverleihung erhält der Preisträger bzw. die Preisträgerin einige Wochen nach der Auswahlsitzung die Verleihungsunterlagen.

Können Wissenschaftler/-innen nach einer erfolglosen Nominierung erneut vorgeschlagen werden?

Ja, sofern sich seit der Ablehnung der ersten Nominierung eine deutliche wissenschaftliche Weiterentwicklung erkennen lässt.

Erhält der Nominierende die Unterlagen nach Abschluss des Auswahlverfahrens zurück?

Nein. Die eingereichten Unterlagen werden archiviert und sieben Jahre nach der Auswahlentscheidung vernichtet. Reichen Sie daher bitte keine Originale, sondern nur Kopien ein.

Annahme des Preises / Zweckbestimmung, Verwendung und Bereitstellung des Preisgeldes

Wann muss die Forschungskooperation spätestens beginnen?

Der Beginn der geplanten Forschungskooperation sollte baldmöglichst erfolgen, spätestens innerhalb von 6 Monaten nach der Verleihung des Preises (siehe Datum des Verleihungsschreibens).

Sind Preisgelder in das jeweils folgende Haushaltsjahr übertragbar?

Ja, im Rahmen des Förderzeitraumes von fünf Jahren.

Wie genau müssen die Angaben auf dem Formular "Preisgeldabruf" sein?

Möglichst genau, um der Alexander von Humboldt-Stiftung die Haushaltsplanung zu erleichtern.

Bis wann muss das gesamte Preisgeld ausgegeben werden?

Bis zum Ende des Förderzeitraumes. Restmittel müssen an die Alexander von Humboldt-Stiftung zurückgezahlt werden. Eine Verlängerung des Förderzeitraumes ist nicht vorgesehen.

Von wem wird das Preisgeld verwaltet?

Das Preisgeld wird von der Heimatinstitution, an der die Preisträgerin / der Preisträger die Forschungsarbeiten durchführt, bzw. von einer mit der Verwaltung des Preisgeldes betrauten Institution treuhänderisch verwaltet.

Können Teile des Preisgeldes auch direkt an eine nicht mit der Preisgeldverwaltung betraute Institution ausgezahlt werden?

Ja. Auf Wunsch der Preisträgerin / des Preisträgers können auf Grundlage einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Preisgeld verwaltender Institution und kooperierender Universität / Forschungseinrichtung Teile des Preisgeldes auch direkt an die kooperierende Institution ausgezahlt werden. Der entsprechende Betrag muss in den jährlichen Zwischennachweisen und dem abschließenden Verwendungsnachweis der Preisgeld verwaltenden Institution nachgewiesen werden.

Können Umzugskosten der Preisträgerin / des Preisträgers aus dem Preisgeld finanziert werden?

Ja. Auf Antrag an die Preisgeld verwaltende Institution kann eine Finanzierung aus den Mitteln der Verwaltungspauschale erfolgen. Hierbei sind die vor Ort geltenden Bestimmungen zur Umzugskostenvergütung heranzuziehen.

Preisgeld / Personal, Sachmittel

Kann ich Teile des Preisgeldes dazu verwenden, mich von Lehrverpflichtungen freizukaufen (teaching buyout), um einen Forschungsaufenthalt in Deutschland durchzuführen?

Ja. Der Betrag, der zur Deckung des Lebensunterhaltes der Preisträgerin / der Preisträger während des Forschungsaufenthaltes in Deutschland aus dem Preisgeld entnommen werden darf (bis zu 20% des Preisgeldes; bis zu 10.000 EUR pro Monat), kann für diesen Zweck verwendet werden. Darüber hinaus ist es möglich, die Verwaltungspauschale für den genannten Zweck einzusetzen; hierfür ist die Zustimmung der Preisgeld verwaltenden Institution erforderlich.

In welcher Höhe können Teile des Preisgeldes für den Lebensunterhalt in Deutschland entnommen werden?

Zur Deckung des Lebensunterhaltes des Preisträgers bzw. der Preisträgerin während eines Forschungsaufenthaltes in Deutschland dürfen bis zu 20% des Preisgeldes (insgesamt bis zu 50.000 EUR, davon bis zu 10.000 EUR pro Monat) verwendet werden (siehe Verwendungsbestimmungen).

Beispiele zur Erläuterung:
Eine Preisträgerin / ein Preisträger, die/der während eines Forschungsaufenthaltes in Deutschland im Rahmen des Forschungspreises fortlaufende Bezüge in Höhe von 3.000 EUR pro Monat erhält, darf bis zu 7.000 EUR pro Monat aus dem Preisgeld entnehmen.
Eine Preisträgerin / ein Preisträger, die/der während eines Forschungsaufenthaltes in Deutschland im Rahmen des Forschungspreises fortlaufende Bezüge in Höhe von 7.000 EUR pro Monat erhält, darf bis zu 5.000 EUR pro Monat aus dem Preisgeld entnehmen.

Welche Richtlinien gelten für die Vergabe von Stipendien an PhD-Studenten im Vergleich zu Postdocs?

Die Preisträgerin / der Preisträger kann der Heimatinstitution bzw. der mit der Verwaltung des Preisgeldes betrauten Institution aus dem Preisgeld Mittel zur Vergabe von Stipendien zur Verfügung stellen, insbesondere für Nachwuchswissenschaftler/innen aus Deutschland. Als Richtlinie für die Bemessung der Stipendienbeträge sollen im Ausland die ortsüblichen Stipendienbeträge herangezogen werden, in Deutschland die Stipendiensätze für nicht promovierte bzw. promovierte Stipendiaten/innen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes bzw. der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Steuern

Unterliegt das Preisgeld der Steuerpflicht?

Die Preisträger/innen sind für ihre steuerlichen Angelegenheiten selbst verantwortlich. Die Alexander von Humboldt-Stiftung geht davon aus, dass der Preis als Sachbeihilfe eines Forschungsprojektes in Deutschland steuerfrei ist. Bezüglich des zur Deckung des Lebensunterhaltes verwendeten Teils des Preisgeldes wird empfohlen, die Steuerpflicht im Einzelnen zu prüfen. Hierbei sind eventuelle Doppelbesteuerungsabkommen zu berücksichtigen. Die Gesetze in den (bisherigen) Heimat- oder Aufenthaltsländern der Preisträger/innen können besondere Bestimmungen zur Versteuerung von Preisen enthalten. In Zweifelsfällen sollte ein Steuerberater im Heimatland konsultiert werden.