Capes-Humboldt-Forschungsstipendium

Informationen für Gastgeberinnen und Gastgeber

Das Capes-Humboldt-Forschungsstipendienprogramm ist ein gemeinsames Stipendienprogramm der Alexander von Humboldt-Stiftung und der brasilianischen Wissenschaftsförderorganisation Capes (Coordenação de Aperfeiçoamento de Pessoal de Nível Superior).

Das Programm richtet sich ausschließlich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachgebiete aus Brasilien. Die Antragstellung erfolgt bei Capes und der Alexander von Humboldt-Stiftung. Die Auswahl wird von einem gemeinsam von Capes und der Humboldt-Stiftung berufenen Auswahlgremium getroffen.

Jede aktive Wissenschaftlerin und jeder aktive Wissenschaftler an einer Forschungseinrichtung in Deutschland (Hochschule, außeruniversitäre Forschungseinrichtung etc.) kann Gastgeber für eine Capes-Humboldt-Forschungsstipendiatin bzw. -Forschungsstipendiaten sein. Im Falle einer Förderung zahlt die Humboldt-Stiftung einen Forschungskostenzuschuss in Höhe von monatlich 800,- Euro in den Natur- und Ingenieurwissenschaften bzw. 500,- Euro in den Geisteswissenschaften an die Gastinstitution.

Welche Aufgaben habe ich in der Bewerbungsphase?

  • Der Bewerber oder die Bewerberin sollte Ihnen frühzeitig vor der Einreichung der Bewerbung bei der Humboldt-Stiftung folgende Unterlagen zukommen lassen:
    • Lebenslauf
    • Schlüsselpublikationen
    • Forschungsvorhaben
  • Das Forschungsvorhaben muss vor dem Einreichen der Bewerbung mit Ihnen abgesprochen sein. Im Mittelpunkt der Begutachtung sollten dabei das Kreativitätspotenzial des Bewerbers oder der Bewerberin und die innovative Idee der geplanten Forschung stehen. Vorgaben der Humboldt- Stiftung sind:
    • Der aktuelle Stand der Forschung sollte zu Beginn kurz dargestellt und durch etwa fünf einschlägige Publikationen aus dem Forschungsfeld belegt werden (maximal 1 Seite).
    • Klare Darstellung der durch die geplante Forschung zu bearbeitenden Fragen, sowie deren Originalität und Bedeutung für die Weiterentwicklung des Forschungsfeldes.
    • Klare Beschreibung der wissenschaftlichen Methoden, die zur Erreichung der Ziele eingesetzt werden sollen, gegebenenfalls durch Referenzen belegt.
    • Die Darstellung sollte insgesamt etwa fünf Seiten umfassen. Ein inhaltlich oder methodisch unzureichend abgesprochenes Forschungsvorhaben führt in der Regel zu einer Ablehnung des Antrags.
  • Neben dem wissenschaftlichen Werdegang, der Qualität der von den Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählten Schlüsselpublikationen und der Zukunftsperspektive ist die Originalität des Forschungsvorhabens eine wichtige Grundlage der Begutachtung des Antrags durch die unabhängigen Fachgutachter und den Auswahlausschuss. Daher wird besonderer Wert darauf gelegt, dass das Forschungsvorhaben eigenständig von der Bewerberin bzw. vom Bewerber erstellt und nicht ganz oder in Teilen von Ihnen als Gastgeberin oder Gastgeber vorgegeben wurde.
  • Bitte erstellen Sie nach Prüfung der Unterlagen und Abstimmung des Forschungsvorhabens eine gutachterliche Stellungnahme anhand des Fragenkatalogs für die Stellungnahme der Gastgeberin/des Gastgebers in englischer Sprache und laden diese zusammen mit der unterzeichneten Forschungsplatzzusage in einen geschützten Bereich zur Bewerbung hoch. Den entsprechenden Link zu diesem Bereich erhalten Sie per E-Mail durch den Bewerber/die Bewerberin.
  • Falls die Bewerberin oder der Bewerber den Forschungsaufenthalt an zwei Gastinstituten durchführen möchte, sind separate Stellungnahmen und Forschungsplatzzusagen der beiden Gastinstitute erforderlich. Sofern beide Gastgeber bzw. Gastgeberinnen am selben Institut tätig sind, genügt eine Forschungsplatzzusage. Die (gemeinsame) Stellungnahme sowie die Datenschutzerklärung sind jedoch von beiden Gastgebern bzw. Gastgeberinnen zu unterzeichnen und hochzuladen.

Bitte bedenken Sie, dass der Bewerber seinen Antrag erst dann absenden kann, wenn neben den vollständigen Bewerbungsunterlagen auch Ihre Stellungnahme und die unterzeichnete Forschungsplatzzusage vorliegen. Daher empfehlen wir, dass Sie Ihre Unterlagen möglichst bald nach der Benachrichtigung durch den Bewerber zum Bewerbungsformular hochladen.

Was geschieht, nachdem ich meine gutachterliche Stellungnahme und meine Forschungsplatzzusage hochgeladen habe?

  • Sobald die vollständigen Antragsunterlagen inklusive Ihrer Stellungnahme und Forschungsplatzzusage vorliegen, werden diese durch die Humboldt-Stiftung und Capes einem externen Begutachtungsverfahren zugeleitet. Selbstverständlich wird Ihre Stellungnahme von beiden Partnerorganisationen und vom Auswahlausschuss vertraulich behandelt.
  • Die Ergebnisse werden nach der Auswahlsitzung auf der Homepage von Capes veröffentlicht.

Als wissenschaftliche Gastgeberin bzw. wissenschaftlicher Gastgeber verpflichten Sie sich, bei der Einbeziehung der Gastwissenschaftlerin bzw. des Gastwissenschaftlers in Ihren Arbeitskreis auf die Einhaltung der Grundsätze der Wissenschaftsethik und der Regelungen zur Verhinderung des rüstungsrelevanten Technologietransfers bzw. auf Gefahren eines sonstig rechtswidrigen oder unerwünschten Wissenstransfers zu achten. Des Weiteren müssen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis befolgt werden.