Chancengleichheit für Wissenschaftlerinnen

Wissenschaftliche Potenziale erschließen

Die Alexander von Humboldt-Stiftung setzt sich mit Nachdruck für die Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Forschung ein. Ihr Ziel ist es, die besten Köpfe in der Wissenschaft weltweit für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland zu gewinnen und somit ein internationales Netzwerk exzellenter Forscherinnen und Forscher zu schaffen. Doch wir müssen erkennen, dass in unseren Förderprogrammen, die frei von Quoten irgendwelcher Art – sei es für bestimmte Herkunftsländer oder Fachgebiete – rein nach Kriterien der wissenschaftlichen Leistung und Exzellenz vergeben werden, die Anzahl der Frauen unter den Antragstellenden und auch unter den Geförderten im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen deutlich geringer ist. Erkennbar ist zudem, dass sich dieses Problem mit steigender Karrierestufe verstärkt – ein Phänomen, das nicht etwa nur die Humboldt-Stiftung betrifft, sondern weltweit zu finden ist. Die Folge ist ein großer Verlust an Qualifikationen, Innovationspotenzial, Exzellenz, Perspektiven und Erfahrungen.

Bewerbungen und Nominierungen von Frauen ausdrücklich begrüßt

Die Humboldt-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftliches Potenzial unabhängig vom Geschlecht für ihr Netzwerk zu erschließen.Um das Potenzial an hervorragenden Talenten in Wissenschaft und Forschung besser ausschöpfen zu können, begrüßt die Humboldt-Stiftung daher ausdrücklich Bewerbungen und Nominierungen von hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen. Ebenso möchten wir Wissenschaftlerinnen in Deutschland ermutigen, als Gastgeberinnen ihre Forschungsteams durch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem Ausland zu internationalisieren.

Familienfreundliche Ausgestaltung der Programme

Die Stiftung selbst arbeitet weiter kontinuierlich daran, ihre Förderprogramme für Wissenschaftlerinnen attraktiv auszugestalten und Mobilitätshürden für Forscherinnen und junge Familien abzubauen. So möchten wir dazu beitragen, dass Frauen und Personen in der Familienphase sich in gleicher Weise an den Förderprogrammen der Stiftung beteiligen können.

Unsere Förderangebote gestalten wir bereits seit langem familienfreundlich aus, etwa durch die Gewährung von Verheirateten-Zulagen oder Kinder-Zulagen, wenn der oder die Geförderte von einem Ehepartner oder einem Kind unter 18 Jahren begleitet wird. Außerdem können Ausfallzeiten durch Kindererziehung oder andere Pflegeleistungen angerechnet sowie eine Verlängerung oder Unterbrechung des Stipendiums ermöglicht werden, wenn im Förderzeitraum ein Kind geboren wird. Eine ausführliche Darstellung der Möglichkeiten, die unsere Programme für junge Familien bereits jetzt beinhalten, finden sie hier.

Darüber hinaus berät und informiert die Humboldt-Stiftung als deutsche Partnerin im EU-weiten Netzwerk "EURAXESS" international mobile Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch im Kontext von Gleichstellungsfragen und Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere. So finden sich auf dem Webportal www.euraxess.de in den Rubriken "Informationen für Wissenschaftlerinnen", "Forschungsaufenthalte mit Familien" und "Dual Careers" Hinweise auf spezifische Förder- und Fortbildungsprogramme, Netzwerke und andere Plattformen des Austausches zu diesen Themen.

Kontakt

Alexander von Humboldt-Stiftung
Jean-Paul-Str. 12
53173 Bonn

Tel.: (+49) 0228-833-0
Fax: (+49) 0228-833-199
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