Evaluation des Programms der Alexander von Humboldt-Professur – Internationaler Preis für Forschung in Deutschland

Seit 2008 vergibt die Alexander von Humboldt-Stiftung mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jährlich bis zu zehn Alexander von Humboldt-Professuren an führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachgebiete aus dem Ausland.

Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende bzw. 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler/innen für einen Zeitraum von fünf Jahren der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands.

Ziel des Preisprogramms ist es, exzellente Wissenschaftler/innen nachhaltig für den deutschen Forschungsstandort zu gewinnen, auf diese Weise Universitäten und Forschungseinrichtungen bei ihrer strategischen (Neu-) Orientierung zu unterstützen und zudem die Vernetzung von Forschern in Deutschland mit der internationalen Forschungslandschaft zu stärken.

Die Evaluation des Preisprogramms umfasst den Zeitraum 2008 – 2015 und basiert auf qualitativen und quantitativen Methoden wie Fallstudien, Interviews, bibliometrischen Analysen sowie einer Online-Befragung aller Preisträger/innen und von Vertreter/innen der Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Die Ergebnisse der Studie liefern klare Belege dafür, dass die Alexander von Humboldt-Professur aufgrund der hohen Flexibilität in der Mittelverwendung, der klaren Ausrichtung, der effizienten Abwicklung und des gut bemessenen Umfangs in Budget und Förderdauer die Internationalität und die wissenschaftliche Spitzenforschung an Forschungseinrichtungen in Deutschland weiterentwickelt und stärkt.

Mit Hilfe des Programms gelingt es, etablierte Stars der internationalen Forschungslandschaft zu gewinnen, wobei die Humboldt-Professoren und –Professorinnen häufig als zentrale Akteure beim Aufbau von Strukturen (Zentren) quer zur klassischen Fakultätsorganisation an den Hochschulen agieren. Sie fördern die Schwerpunktsetzung über Bereichsgrenzen und über die klassische Abgrenzung wissenschaftlicher Disziplinen hinaus und sind eng mit Forschern in Deutschland sowie mit der internationalen Forschungsgemeinschaft vernetzt.

Neben diesen und weiteren Ergebnissen beinhaltet der Endbericht zur Evaluation auch Empfehlungen für eine Weiterentwicklung und Optimierung des Programms. Der vollständige Bericht sowie die Zusammenfassung der Ergebnisse und Empfehlungen stehen nun zum Download bereit.

Weitere interessante Ergebnisse der Evaluation stehen nun zum Download bereit: